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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-08-24 · Heft 34 (24.8.1869) · p. Seite 674

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 34 (24.8.1869)
Date
1869-08-24
Page
Seite 674 (sequence 2)
Language
German
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674 durch Aufführung unserer Subkomitss überzeugt, daß auch die Mittel zur Ausführung des Petitums vorhanden sind. Wir können daher heute nichts Anderes thun, als abermals zur baldigen Bildung solcher Subkomites auffordern. Wir thun dies selbstverständlich öffentlich und an Alle, und setzen auch privatim unsere Bemühungen fort. Aber erst wenn diese Bildung von SubkomiLes in Fluß gekommen, vermögen wir an die Bildung des Hauptkomit6s und an die Ausführung weiterer Schritte zu denken, da wir ohne jene der Sache in Wahrheit nichts zu bieten hätten. — Wir geben hier noch Einiges aus uns zugekommenen Briefen. Herr P. Simon aus Hamburg, einer der eifrigsten Beförderer dieser großen Sache, schreibt uns unter dem 12. August unter Anderem: „Um mit den im Interesse dieser Angelegenheit zu unternehmenden Schritten nicht bis zu meiner Rückkehr von England, wohin ich nächste Woche reise, zu warten, habe ich auf gestern Abend eine Versammlung von etwa 50 Männern berufen, welche zu den ersten und intelligentesten unsrer Gemeinde wie unsrer Glaubensgenossen am hiesigen Orte zählen, um dieselben zu veranlassen, 'sich als Subkomite zu constituiren. Zu meiner Freude hat sich keiner der Eingeladenen dessen geweigert und hat somit die Constituirung staitgefunden. Da mehrere Mitglieder dieses Comites in nächster Zeit verreisen, für andere die herannahenden jüdischen Feiertage ein Hinderniß für ihre Wirksamkeit abgeben, so haben wir beschlossen, diese erst am 1. October eintreten zu lassen. Die Sache ist aber, wie Sie aus dem Mitgetheilten entnehmen, in Fluß gebracht und wird, so hoffe ich, nicht ohne erfreuliche praktische Folgen bleiben. Wir denken nun in folgender Weife vorzugehen. Wir lassen eine sehr große Zahl Subscriptionsbogen drucken, welche wir mit einer Aufforderung begleiten, die, zwar in gedrängter Kürze, aber doch eindringlich zur Theilnahme an diesem 'Rettungswerk ausfordert, daneben aber die Ursachen der trostlosen Lage dieser Menschen, sowie die Mittel zu deren Abhülfe angibt. Auf diesen Bögen sollen jährliche Beiträge der Subscribenten verzeichnet werden, und werden nicht nur sich die Mitglieder des Comites selbst bemühen eine möglichst große Zahl von Subscribenten zu erlangen, sondern sie werden auch ihre Freunde veranlaßen, daß sie sich in gleicher Weise bemühen und so die Agitation in die weitesten Kreise, nicht blos im Vaterlands. sondern über das Meer hinaus verbreitet werde. Wird so aller Orten vorgegangen, so kann es nicht fehlen, daß der Erfolg den Erwartungen entsprechen wird. Werden aber auch die übrigen Mitglieder unsres Comites die Angelegenheit ebenso energisch in die Hand nehmen? wird ihr Eifer nicht an den Schwierigkeiten erkalten? Darüber werden Sie binnen kurzer Zeit unterrichtet sein/' So eben erhalten wir ein Schreiben aus Nürnberg v. 12. Aug., dem wir folgendes entnehmen: Ich habe Ihnen mitzutheilen, daß sich in hiesiger Stadt sofort auf meine Veranlassung das von Ihnen gewünschte Subcomite gebildet hat und daß ich dessen Vorsitz übernahm. Die Sammlungen sind noch nicht abgeschlossen; doch sind wir jetzt schon in der Lage, vorläufig eine Summe von 000 Thlrn., wenn es wünschenswerth ist, auch von mehr zu Ihrer Disposition zu stellen, und wäre mir es sehr lieb, von Ihnen umgehend zu erfahren, ob Sie die Zusendung des Geldes in Papier oder vielleicht in einem Wechsel auf Cöln oder Berlin wünschen, oder ob die Versendung an eine andere Adresse erfolgen soll. Die Mitglieder des hiesigen Subcoinitos haben die gute Sache oadurch so besonders gefördert, vaß sie die Sammlungen persönlich in die Hand nahmen. Ich habe mich aber nicht darauf beschränkt, den hiesigen Boden für Ihre schöne Idee zu bebauen, sondern habe es mir auch angelegen sein lassen, Circulare an alle Gemeinden des linksrheinischen Bayerns abgehn zu lassen und sie dringend aufzufordern, dem hiesigen Beispiel zu folgen, im Sinne Ihrer Gedanken für die russischen Glaubensgenossen zu wirken. Ich habe mich zugleich erbeten, das Gesammelte vorerst und bis auf Weiteres in Empfang zu nehmen und an den Central-Ausschuß abzuliefern. Rechnen Sie auf meine volle Thätigkeit und Begeisterung für unsere Aufgabe. Josephthal, Advokat. Arber Thoschab und Ger. In der Motivirung unseres Antrages bei der Synode haben wir bezüglich der Glaubensfreiheit des Individuums uns auch der Worte bedient: „Konnte der

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