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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-08-03 · Heft 31 (3.8.1869) · p. Seite 628

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 31 (3.8.1869)
Date
1869-08-03
Page
Seite 628 (sequence 16)
Language
German
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628 Soeben erschien: Zur Charakteristik der ersten jüdischen Synode. Die erste Resolution der Synode, beantragt und motivirt durch vr. Ludwig Philippson <Bonn). Eleg. geh. Preis 5 Sgr. Bei dem bedeutenden Interesse, das die Synode in allen Kreisen Jsrael's erweckt, dürfte diese kleine Schrift überall lebhaften Anklang finden. Gegen Franco - Einsendung von 5 Sgr. in Briefmarken versenden wir Dbigeö franco unter Kreuzband. Berlin, 23. Juli 1869. Louis Gerschel Verlagsbuchhandlung. 88 Wilhelmsstr. Soeben erschien im Verlage von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig: oiSitf mv Eine Mit gäbe für das ganze Leben an jüdische Conftv Eine Mitgabe für das ganze Leben an jüdische Conftrmanden, Kar mizwah, und Confirmandinnen, so wie bei der Entlassung aus der Schule. Von vr. Ludwig Phrlippson, Herausgeber d. Allg. Zeitung des Iudenthums. Mit Stahlstich unv Titelkupfer, in reich vergoldetem Einband Preis 1 Thlr. 20 Sgr. Keinen bessern Führer können Eltern und Freunde ihren Kindern bei diesen wichtigen Veranlassungen mitgeben. Die religiösen Lehren, die Geschichte, das Sitten- und Cereinonialgesetz des Judentbums werden in anziehendster, überzeugendster Weise dargestellt fiir alle Lagen und Verhältnisse des Lebens, in Beruf und geselligen! Verkehr, in Familie und Oeffentlichkeit die weisesten Rathschläge und Mahnungen, aus der h. Schrift, einerreichen Erfahrung und einem frischen Geiste geschöpft, ertheilt. Es ist eine treffliche Gabe des verdienten Verfassers an seine Glaubensgenossen, an deren Jugend. Bei Heinrich Hunger in Leipzig sind jetzt wieder vorräthig: Neue Abdrücke in Schwarz und Silber, auf weißem Cartonpapier von: Confirmationsschein für Israeliten. Nach Angaben jüdischer Gelehrten, sauber ausgeführt, gr. quer 4. das Stück t/6 Thaler. 12 Stück l Thaler baar. Zur Beachtung! Anzeigen, die wir bis Freitag Mittag erhalten, können in der nächsterscheinenden Nummer Ausnahme finden, wenn der Jnferatentheil nicht bereits gefüllt ist. Zugleich bitten wir, uut Jrrthümer zu vermeiden, um deutliche Handschrift, namentlich der Unterschriften. Die auf Jnferat-Chifire eingehenden Briefe nehmen wir nur frankirt an; die Weiterbeförderung unsererseits kann nur unfrankirt geschehen. Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. Berichtigung. Da das in Nr. 25. enthaltene Referat, in welchem die von mir geleitete, unter Staatsaufsicht stehende Schule, als religionslos bezeichnet wird, auf mich den Eindruck macht, als wäre es dem Verfasser in der That nur um die Sache zu thun, so will ich sinn, ira et stuclio lediglich zur Beseitigung des hervorgerufenen Jrrthums replieiren. Der Religionsunterricht ist allerdings aus den Lectionsplane der qu. jüdischen Stadtschule gestrichen: er wird jedoch in der besonders eingerichteten Religio n s s ch n l e in derselben Stundenanzahl und von demselben Lehrerpersonal nach wie vor ertheilt. Auch ist er für die meine Anstalt besuchenden Zöglinge beiderlei Geschlechts durch Regierungsrescript obligatorisch und wird dafür ein besonderes Schulgeld nicht erhoben. — Sckon damit erweist sich die Betrübnis; des Verfassers in alleg. Nr. 25 wegen angeblicher Vernachlässigung des Religionsunterrichts als unbegründet. — Wenn derselbe aber ferner erwägen wollte, daß durch die Gründung der Religionsschule die Beaufsichtigung des Religionsunterrichts dem Pastor entzogen und dem Rabbiner übertragen worden ist, daß in diesem Institute außerdem die Bücher der heiligen Schrift im Urtexte gelesen und sprachlich und sachlich erklärt werden, daß die Leistungen desselben dermaßen anerkannt sind, daß es auch von denjenigen Schülern unv Schülerinnen anderer Schulen des Orts, für welche der Religionsunterricht nicht obligatorsch ist, fast ausnahmslos besucht wird; müßte er, anstatt zu wehklagen, sich vielmehr über die neue, von den Einsichtigen aller Parteien als segensreich anerkannte Errungenschaft freuen. — Bemerken will ich noch, daß viele Rabbiner Gelegenheit gesucht haben, die Anstalt persönlich kennen zu lernen und sich über ihre Leistungen rühmlichst ausgesprochen, und daß die Vorstände von andern als orthodox bekannten Gemeinden, wie z. B. Lissa, Ostrowo u. a. m. sich an uns mit dem Ersuchen gewendet haben, zur Organisation ähnlicher Institute den nöthigen Aufschluß zu geben. Ems, den 13. Juli 1860. Cohn, Rector der jüd. Stadtschule zu Rawiez und Religionslehrer a. d. Königl. Straf-Anstalt. Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur Stes*. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 3!. (Nebst einer Littrar. Beilage von Jul. Springers Verlagshdlg. in Berlin.)

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