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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-08-03 · Heft 31 (3.8.1869) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 31 (3.8.1869)
Date
1869-08-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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33. Jahrgang. M. 31. Allgemeine Zeitung des Zudenthum Ein unMrkensches Drgun süe aües jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner vr Ludwig Philippson in Bonn. Leipzig, den 3. August 1869. Diese Äeituna erscheint wöchentlich einmal Dienstaas. in 2 bis 2V«> Bogen. Preis des Jahrgangs -i Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Vierteljährig i Thlr. JSat^Ae»mit “fi«sMü? Me Ictitfeüe ob« bmn Raum bnechntt. Alle Buchhaudlungm Postäntt-r und Lc,-ungS-Ekp°d,tw»°n nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Komgl. Sachs. Haupt-Zertnngs-Bureau unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Auswanderung von Juden aus den westrussischen Provinzen. 1. — Die jüdisch-theologische Sakultät. — Aufforderung an alle Diejenigen, welche uns penden zur projektirten Riesserstiftung gesendet hatten. — Judenbekehrung in Rumänien. — Lit erarisch er W och e n b e r i ch t: Leipzig. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Dresden, Aus der Provinz Posen. — Bayern: München, Fürth. — Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Ungarn, Sest. — Frankreich: Paris. — Serbien: Belgrad, emlin. — Amerika: New-Aork Feuilleton-Beilage: Ein Musikant. (Fortsetzung.) Leitende Artikel. Bonn, den 25. Juli. Die Auswanderung von Juden aus den westrussischen Provinzen. i. Nach den vielen Mittheilungen, welche wir über diesen Gegenstand gebracht, wäre es überflüssig, noch ein Wort über die unumgängliche Notwendigkeit hinzuzufügen, einem Theil der in den westrussischen Provinzen zusammengehäuften Inden zur Auswanderung zu verhelfen. Es ist dies eine Erbschaft, welche wir früheren Jahrhunderten und dem eigenthümlichen Gange zu verdanken haben, den die Verhältnisse in Polen und Rußland seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts eingeschlagen. Es gilt jetzt die Schranke zu durchbrechen, welche noch immer die jüdische Bevölkerung dieser Provinzen innerhalb derselben zurückhält, und die Mittel und Wege zu bereiten, durch welche sie andere Wohnstätten erhalten kann, in denen sie eine bessere Existenz gewinnen und nützliche Mitglieder der Gesellschaft abgeben kann. Der zu Leipzig versammelte jüdische Gemeindetag hat den in diesen Blättern bereits mehrfach mitgetheilten desfallsigen Antrag zum Beschluß erhoben und zur Ausführung des ganzen Gedankens eine Commission gewählt, bestehend aus den Herren vr. Ludwig Philippson in Bonn, als Vorsitzendem, Prof. vr. M. Lazarus und Wertheim in Berlin, vr. Arvnhcim in Braunschweig, vr. Honigmann in Breslau, M. Kohner in Leipzig, Joseph Bondi in Dresden, P. Simon in Hamburg, Daniel Heinemann in Hannover, I. Levy in Aachen, vr. Josefthal in Nürnberg, Georg Feigl in Prag, Bauer in Teplitz, Holländer in Leobschütz, vr. Adler in Kassel, vr. Wollner in Gleiwitz. So groß die gestellte Aufgabe ist, so viele Schwierigkeiten zu überwinden sich darbieten: so darf man doch mit Sicherheit erwarten, mit Energie und Ausdauer unter dem Segen Gottes und bei der zu erwartenden allseitigen Mitwirkung von Menschenfreunden aller Confessionen, mehr oder weniger zum Ziele zu gelangen. Es war der Gedanke des Gemeindetages, daß vor Allem ein Punkt geschaffen werden muß, von welchem der Impuls auszugehen habe, und an den sich alle einzelnen Bemühungen anschließen können. Zunächst hat nun der Vorsitzende der Commission

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