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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-07-20 · Heft 29 (20.7.1869) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 29 (20.7.1869)
Date
1869-07-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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33. Jahrgang. M. 29, Allgemeine Zeitung -es Zudcnthum Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Bonn. Leipzig, den 20. Juli 1869. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einma l Dienstags, in 2 bis 2>/2 Bogen. Preis des Jahrgangs 1 Tl-li Inserate werden mit 11 /o Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandkmgeii, Postam! lungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Äöingl. tzoach;. Haupt-Zei Bogen. Preis des Jahrgangs 1 Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Vierteljährig 1 Thlr. " . '"■iftämtcr und Zeitungs-Expeditiorlen nehmen Bestel- Zeitungs-Bureau unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Synode III. — Ergänzungen und Berichtigungen. — Der Philippson'sche und Wollner'sche Antrag. — Rechnungsabschluß. — Literarischer So* chenbericht: Frankfurt et. d. Oder. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Berlin, Breslau. — O e st e r r e i ch i s ch er Ä ai s er st aa t: Prag, Vom Harze. Correspondenz: Monatsberichte aus Ungarn. III. Feuilleton-Beilage: Ein Musikant. — Das unterirdische Jerusalem. Leitende Artikel. Leipzig, den 5. Juli. Die Synode. in. 7. Sitzung, Sonntag den 4. Juli, Vormitt. 7 Uhr. Zum Beginne der Verhandlungen geht von Kayserling folgender Antrag ein: Die Synode erklärt: 1) Daß das Judenthum den Schutz der Thiere nicht nur empfiehlt, sondern auch gebietet, 2) daß das Judenthum jeden Verdacht der Thierquälerei in seinen religiösen Institutionen im besondern in den die Schechita betreffenden Vorschriften abweist. Derselbe wird einstimmig angenommen. Hierauf wird mit der Verhandlung über die gottesdienstlichen Anträge fortgefahren. Die Commission beantragte, weil es sich noch nicht absehen ließ, ob die Versammlung die sämmtlichen 18 werde durchberathen können, zunächst die 5, fl u. 7 voranzusetzen. $.5: „Die Thefilla soll in jedem Abschnitt des Gottesdienstes nur einmal gesprochen werden;" wurde einstimmig und ohne Debatte angenommen. K. 6 lautet: „Textesveränderungen in den Stellen, wo die Bitte um Wiederherstellung der Thieropfer und die persönliche Rückkehr nach Jerusalem ausgesprochen wird, sind vorzunehmen." Hirsch feld war mit dem Inhalte des §. einverstanden, aber findet, daß eine eigentliche Bitte um Wiederherstellung der Thieropfer in den Gebeten nicht ausgesprochen sei, sondern nur die Bitte um Wiederherstellung des Tempels, in welchem wir dann die schuldigen Opfer darbringen können und werden. Landau stimmt dem bei, da auch im Talmud das Gebet über das Opfer gestellt werde. Andere widerstreiten dies und weisen z. B. auf in der Thefilla hin. Wiener verlangt, daß auch jede Spur eines Rachegebetes verschwinde. Landau macht darauf aufmerksam, daß die Erwählung Israels zun: Träger der Gotteslehre, wo sie positiv ausgedrückt ist, ausgesprochen bleiben müsse, wo sie aber negativ in Bezug auf die übrigen Nationen hervorgehoben worden, solle der Ausdruck verändert werden. Ebenso müßten Gebete, wie z. B. bs'-iw im auf alle Menschen ausgedehnt werden. Diese mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Bemerkungen führten zur Annahme des §. mit großer Majorität, wobei vorausgesetzt wird, daß die zu erwählende liturgische Com-

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