Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 33 (1869)
- Issue
- Heft 23 (8.6.1869)
- Date
- 1869-06-08
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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33, Jahrgang, A ll g k M k k « k _M. 23 Zeitung des Zndcnthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner vr Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 8. Juni 1869. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal Dienstags, in 2 bis 2V2 Bogen. Preis des Jahrgangs I Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Vrertellährrg I Thlr. nserate werden mit iNgr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Königl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Zur Synodalversammlung. XVIII. — Vom Institute zur Förderung der israelitischen Literatur. — Iudenthum und Christenthum. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Berlin, Creseld, Stralsund, Carlsruhe, Dessau. O e st e r r e i ch i s ch e r K a iserstaat: Prag. Donaufürstenthümer: Bukarest. Feuilleton-Beilage: Ein Musikant. — Kleine Mittheilungen. Leitende Artikel. Bonn, 30. Mai. Zur Synodalversammlung. XVIII. Die Beschickung der Synode hat ferner zugesagt: die Gemeinde zu Arad (Ungarn.) Wir wurden angenehm überrascht, unfern Antrag auf eine Erklärung Seitens der Synode über die Grundsätze des Judenthums, wie wir ihn in Nr. 20 veröffentlicht haben, seinem ganzen Wortlaute nach in dem zu Wien erscheinenden Tageblatte „die Debatte," Morgen-Ausgabe vom 25. Mai, wiedergegeben zu finden. Das Blatt fügt hinzu: „Dieser Antrag hat mit Rücksicht auf die Agitationen der Feinde jeder Reform eine tiefeingreifende Bedeutung, und sichert der Synode von vorn herein ein allgemeines Interesse." Es ist uns angezeigt worden, daß von Wien auf der Synode als Vertreter der Gemeinde erscheinen werden: die Herren Ritter Joseph Wertheimer und vr. Engel, von Brüssel als Vertreter des israelitischen Consistoriums, Herr Groß-Rabbiner Astruc und Herr Ritter Lassen, Präsident des Consistoriums. — Vom Institute zur Förderung der israelitischen Literatur. Wir werden bald im Stande sein, die ganze Reih e von Schriften anzuzeigen, welche in diesem Jahre den Abonennten des Institutes dargeboten werden. Wir heben heute folgende zwei interessante Werke hervor. Bekanntlich ist eine der dunkleren Partien in der Geschichte des jüdischen Volkes das babylonische Exil und die Rückkehr nach Palästina bis zur Zeit der Makkabäer. Jost hat sein früheres Geschichtswerk erst mit den Makkabäern angefangen und seine Geschichte des Judenthums hebt ungefähr ebenda au. Nicht minder beginnt Grätz seine Geschichtserzählung mitten in der Makkabäerzeit. Es war daher ein besonderes, in den wissenschaftlichen Kreisen anerkanntes, aber von dem größeren Publikum nicht genug gewürdigtes Verdienst des Dr. L. Herzfeld gerade die oben bezeichnele Periode zum Gegenstände