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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-04-13 · Heft 15 (13.4.1869) · p. Seite 297

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 15 (13.4.1869)
Date
1869-04-13
Page
Seite 297 (sequence 13)
Language
German
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297 hätte. Wohl hat aber der Bezirksmarschall Graf Badem, bei dem man sich verwendete, daß er auf die Bestrafung der Rädelsführer hinwirken möge, den israelitischen Cultusvorstand zu sich rufen lassen und ihm vorgestellt, sich zu bemühen, daß die Kaufläden an den christlichen Ostcrfeiertagen gesperrt bleiben; es thue auch ihm im Herzen wehe, wenn er sehe, wie an Sonn- und Feiertagen die Handlungen offen seien. Wir haben uns von den Organen der autonomen Gemeinden in Galizien für die Sache der Cultusfreiheit nie viel versprochen; was wir aber zu erwarten wohl berechtigt waren, ist der kräftige Schutz jener Organe, welche die Regierung vertreten, derselben Regierung, welche die Urheberin der intcrconfessionellen Gesetze ist. Wir überlassen es der öffentlichen Meinung, zu beurtheilen, inwieferne dieser Erwartung entsprochen wurde. Schweden. Stockholm, im April. Die Blätter berichten: In Schweden hat unter der anspruchslosen Benennung „Thilda's Testament" eine kürzlich in dem Alter von 38 Jahren verstorbene unverheirathete Dame ihr Ver mögen, das sich auf 2lj-i Million belaufen soll, zu einem nützlichen Zwecke bestimmt. Die Zinsen sollen nämlich zur Stiftung einer Schule für israelitische Kinder in Göteburg verwendet werden; der Unterricht soll außer den gewöhnlichen Wissenschaften, die schwedische, deutsche, französische und englische Sprache umfassen; außer den erforderlichen Hülfslehrern werden 7 bis 8 competente Lehrer angestellt, die Zahl der Zöglinge ist beinah unbegrenzt; diejenigen, welche die Mittel dazu haben, sollen jährlich 200 Thlr. erlegen, die übrigen aber freien Unterricht genießen. «So wie dies hiermit erzählt wird, klingt es uns sehr unwahrscheinlich, und erwarten wir von einem schwedischen Correspondenten bald Aufklärung Redact. d. A. Z. d. I.) A ir z e i gen. An der hiesigen öffentlichen jüdischen Stadtschule wird eine Lehrerstelle mit einem Gehalt von 250 Thlr. vacant. Hierzu qualificirte Lehrer belieben ihre Meldungen nebst Zeugnissen baldigst an uns einzusenden. Bevorzugt werden Candidaten die den Synagogen-Chor leiten können, wofür eine besondere Reuumeration gezahlt wird. Auch bietet sich dem Lehrer hier Gelegenheit dar, durch Privatunterricht, sowohl in gewöhnlichen Lehrgegenständen, als auch im Clavierspielen, sein Einkommen nicht unerheblich zu erhöhen. Märkisch-Friedland, den 18. März 1869. Der Borstand der jüdischen Stadtschule. Zum 1. Juli d. I. ist in hiesiger Gemeinde die Stelle eines Religionslehrers, Borbeters und Schächters vacant und bitten wir Reflectirende mit uns in Unterhandlung zu treten. Gehalt bei freier Wohnung 280 Thlr. sowie die Einnahme der Schechita. Ludwigslust d. 26. März 1869. Der Vorstand der israel. Gemeinde. I. Borchardt, S. Josephy, Theod. Josephy. In einer sehr frequenten Erziehungs- und Handels- Lehranstalt Süddeutschlands ist die Stelle eines Lehrers für einige Realfächer, vorzüglich aber für den Unterricht in englischer Sprache, zu besetzen. Nebst freier Station wird guter Gehalt zugestchert. Gefl. Anmeldungen wollen an die Expedition d. Bl. unter Chiffre 8. L. E. gerichtet werden. Die hies. Gemeinde sucht einen Lehrer und Cantor iunverheirathet.i. Gehalt 300 Thlr. Bewerber wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten wenden. Jülich. _Der Vorstand: H. Mayer. Als öffentlicher oder Hauslehrer, für Gymnasial-, Real- und Elementar-Disciplin, sucht ein junger aber erfahrener isr. Pädagog der Berliner Universität, der bei distinguirkeu Familien in England und Frankreich mit größter Anerkennung gewirkt hat und musikalisch ist, zum 15. Mai Stellung. Offerten: Df 8. P. 100. poste-restante Breslau. Die Lehrerstelle bei der hiesigen jüdischen Elementar- Schule, welche neben freier Wohnung und dem etatmäßigen Brennholze, mit einem Jahres-Gehalte von 150 Thlr. und einer Zulage von 50 Thlr. für den jüdischen Unterricht dotirt ist, soll sofort anderweit besetzt werden. Bewerber um diese Stelle wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse, bei dem Unterzeichneten Schulvorstande melden. Bentschen, den 6. April 1869. Der jüdische Schul-Vorstand.

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