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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1869-03-02 · Heft 9 (2.3.1869) · p. Seite 170

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
33 (1869)
Issue
Heft 9 (2.3.1869)
Date
1869-03-02
Page
Seite 170 (sequence 8)
Language
German
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170 «ende „Presse isra41ite“ würdigt diese unsere Bedenken und legt ihnen volles Gewicht bei. Die Arehives isra&ites hingegen lassen sich scharf gegen uns aus, freilich ohne irgend eine Thatsache Vorbringen zu können. Wir wissen, daß es kein dankbares Geschäft ist, romantischen Gelüsten gegenüber den Warner zu machen. Aber die Wahrheit und das Wohl unserer Glaubensgenossen gehen uns über alle persönlichen Rücksichten. Zufällig bietet sich nun gerade jetzt ein unparteiischer Beweis für die Richtigkeit unserer Warnungen dar. In mehreren Zeitungen, z. B. in der Kölnischen vom 15. Februar steht, also ohne irgend eine Beziehung auf die Absicht der Alliance, folgender Artikel über diesen Gegenstand: „Bon Zeit zu Zeit werden Aufforderungen zur europäischen Besiedelung des gelobten Landes erlassen, die in der Regel aus religiösen Motiven hervorgehen. Die ersten Ansiedler kamen aus Nord-Amerika und wählten für ihren Versuch Artas bei Bethlehem, wo es viel Wasser gibt. Sie geriethen jedoch in große Noch, die natürlich zu Zwistigkeiten und weiterhin zur Auflösung der Gesellschaft führte. Dann kamen Deutsche; auch sie mußten aber ihre bei Jaffa gegründete Colonie binnen Kurzem wieder aufgeben. Ebenfalls die Umgegend von Jaffa sah eine Niederlassung „Adams City" verunglücken, die schon nach einem Jahre (1867) einging. Noch besteht die Niederlassung der Tempelfreunde in Galiläa, aber nicht in der glücklichen Lage, die zuweilen in Zeitungsnachrichten figurirt hat, sondern halb erdrückt von Noch und Elend. Es ist gewiß, daß es reiche, für den Weizenbau äußerst ergiebige Ebenen und Gebirgsgegenden gibt, wo die Oelbaum- und Weinstockzucht mit dem lohnendsten Erfolge betrieben werden kann. Der schwarze Boden des Jordanthales gestattet den Anbau von Baumwolle und Zuckerrohr, und jenseit des Flusses befinden sich ausgedehnte Gebiete, die von jeher wegen ihrer Fruchtbarkeit berühmt gewesen sind (Micha 7, 14). Dagegen sind alle anderen als die Bodenverhältnisse ungünstig. In den Ebenen und ganz besonders im Jordanthal ist das Klima höchst ungesund. Aus den Bergen können Europäer ohne Nachtheil leben, wenn sie sich zur Sommerszeit der Sonne nicht aussetzen. Daraus folgt, daß die Einwanderer genöthigt sind, sich der Hülfe und der Dienste der Eingeborenen zu bedienen, daß sie die schwierige arabische Sprache erlernen, sich in die Sitten und Anschauungen der Leute fügen und mit den Behörden auf gutem Fuß stehen müssen. Die letztere Bedingung eines guten Fortkommens ist die unerläßlichste und zugleich die schwierigste. Die türkische Regierung muß sich von den Großmächten belehren und tadeln lassen. Sie kann dieses Hofmeistern der Diplomaten nicht abweisen, rächt sich aber dafür an den Fremden, die in ihr Land kommen." — Nach dem Jew. Clir. ist Hazan, der Chacham- Baschi von Jerusalem, verstorben. A n $ e i gen. Mit l. Mai c. wird die hiesige Lehrer- und Cantorstelle, die ein sixirtes Gehalt von 300 Thlr. und circa 50 Thlr. Nebeneinkünfte einbringt, nebst freier Wohnung und Bedienung, vacant. Qualisicirte Bewerber wollen sich franco unter Beifügung ihrer Prüfungszeugniffe an den Unterzeichneten wenden. Duisburg a/Rhein, d. 4. Februar 1869. Mofes Levy, Vorsteher. Bei der Special-Gemeinde Elsdorf ist die Stelle eines qualificirten Elementar- und Religions-Lehrer der auch zugleich den Cantor-Dienst versehen muß, zur sofortigen oder baldigen Besetzung vacant. Bewerber wollen ihre franco Offerten an den Unterzeichneten richten. Der Vorsitzende des Vorstands Salomon Falk in Bergheim an d/Erft. Ein geprüfter Elementarlehrer wird bis zum 1. Mai d. I. gesucht in der Erziehungs-Anstalt des Dr. H. Reckendorf in Heidelberg. Durch Pensionirung unseres jetzigen Lehrers ist in der hiesigen israel. Gemeinde die Stelle eines Lehrers, (unverheiratheti welcher auch zugleich das Amt eines Vorbeters und nöthigenfalls auch des Schächters übernehmen muß, auf sofort oder März d. I. zu besetzen. Der Gehalt ist auf 250 bis 300 Thlr, nebst freier Wohnung exclusive Nebenaccidentien fixirt. — Qualificirte Bewerber werden ersucht, ihre Zeugniste portofrei an den Unterzeichneten Vorstand gelangen zu lasten. Neustadt Gödens i/Ostfriesland, 16. Febr. 1869. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde D. Cohen. S. Büchler. Ein junger Mann, der seine 4jährige Lehrzeit in einem Manufactur-, Bank- und.Producten-Geschäft zugebracht und gute Zeugnisse Nachweisen kann, sucht, um sich zu verändern, in dieser oder ähnlicher Branche, zu Ostern ein Engagement. Gefällige Offerten. werden unter La. 8. 46 poste staute Ebstorf bei Uelzen erbeten.

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