Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 33 (1869)
- Issue
- Heft 8 (23.2.1869)
- Date
- 1869-02-23
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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33, Jahr«»»,. Allgemeine M. 8. Zeitung des Zu-enthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philipps«« in Bonn. Leipzig, den 23. Februar 1869. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal Dienstags, in 2 bis 2»/a Bogen. Preis des Jahrgangs 4 Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Vrerteljahhng 1 Tbl- Jnserate werden mit 1'/» Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zertungs-Expedltronen nehmen Bestelr lungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Königl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Zur Synodalversammlung IV. Der ungarisch-israelitischer Congreß. VII. — Liter arischer Wochenbericht: Berlin. Zeitungsnachrichten r Deutschland: Bonn, Berlin, Stuttgart, Mannheim. O e st e r r e i ch i s ch e r Kaiserstaat: Pest. Donaufürstenthümer: Buckarest. Schweden: Narrköpping. Spanien: Bonn. Afrika: Tunis. Feuilleton-Beilage r Die hervorragenden jüdischen Geistlichen in Amerika. — Neueste Ausgrabungen in Jerusalem. Kleine Mittheilungen. Leitende Artikel. Bonn, 14. Februar. Zur Syno-alversammlung. IV. Auswärtige Stimmen über die Synode. Bis jetzt ist es vorzugsweise das londoner Jewish Chronicle, welches sich über die beabsichtigte allgemeine Synode mit eingehender Würdigung ausspricht. Wir wollen daher seine Auslastungen als diejenigen einer gewichtigen außerdeutschen Stimme der Hauptsache nach mittheilen. „Unsere Leser werden sich erinnern, daß wir im Dec. 1867 weitläufig die Nothwendigkeit einer allgemeinen Synode besprachen und die Gründe ausführlich darlegten, welche uns veranlaßten, eine solche Bewegung zu begünstigen. Wir beabsichtigen also jetzt, uns völlig auf die Frage zu beschränken, was eine solche Synode thun könnte, und wer aus derselben Vortheil ziehen würde. „Vor allein indeß müssen wir unsere Billigung der in dem Circular entwickelten Ansichten kundgeben. Dem Ausdrucke jeder Meinung soll der weiteste Spielraum gegeben werden; und keine Gemeinde soll verpflichtet sein, Repräsentanten zn senden oder die zu fassenden Beschlüsse anzunehmen. In der That, wenn irgend eine Synode jemals sich die Macht zuschriebe, ihre Beschlüsse aufzuzwingen, so würden wir uns ihr ebenso fest widersetzen, wie wir dieser Synode günstig sind. Religion muß freiwillig sein. Sie muß frei geboten werden oder sie verliert jeden Werth. . . . Wir billigen also ganz und gar die estimmung des Circulars, daß die Unterwerfung unter irgend einen Beschluß der Synode freiwillig sein soll. „Aber nun könnte man fragen, wenn die Synode kein Mittel haben soll, ihre Beschlüsse durchzusetzen, wenn die Unterwerfung unter sie gänzlich freiwillig sein soll welchem Zwecke können wir dann durch eine solche Zusammenkunft dienen? Unsere Antwort ist, daß für die Operationen der Synode noch ein sehr weites Feld geöffnet ist, vorausgesetzt daß ihre Beschlüsse von der Beschaffenheit sind, um sich den Gefühlen, dem gesunden Menschenverstände und den religiösen Bedürfnissen der Gemeinden zu empfehlen. Um dies klar zu machen wollen wir die jüdische Gemeinschaft zu diesem Zwecke in drei Klaffen theilen." Das Jew. Chr. setzt nun auseinander daß die Extreme, auf der einen Seite die materialistischen und die christianistrten Luden, auf der andern die Hyper-Ortho- '