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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-12-01 · Heft 49 (1.12.1868) · p. Seite 983

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 49 (1.12.1868)
Date
1868-12-01
Page
Seite 983 (sequence 13)
Language
German
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Steuern von ihren Eigenthümern aufgegeben, und sonach ist die ohnehin leider schon groß genug vorhandene Zahl der brodlosen Familien noch um ein Beträchtliches gestiegen. Die Armuth des Volkes in den kleinen Städten wird noch viel größer als in Warschau geschildert. Von der Armuth in Warschau zeugt unter Anderem die große Zahl von leeren Wohnungen, die man fast in jedem Hause antrifft. Es giebt Häuser, deren jetzige Einkünfte kaum hinreichen, die seit vier Jahren um das Fünffache gestiegenen Steuern zu decken. Es gilt jetzt in Warschau fast wie ein Axiom, daß, wer ein Haus hat, auf dem, wenn auch nur kleine Schulden lasten, gut thut, das Haus los zu werden, selbst ohne dafür einen Heller in die Tasche zu bekommen. Amerika. Indianapolis, (im Staate Indiana) im Septbr. (Cinc. Israel.) Am 13. v» M. fand der Verkauf der Betpulte in dem schönen kleinen Tempel statt, der von der Gemeinde dieser Stadt erbaut worden, und 12,650 Dolls. kamen bei dieser Gelegenheit ein, eine Summe, welche diese kleine ausdauernde Gemeinde von allen Schulden befreit, wozu jeder Leser, welcher weiß, wie begrenzt die Zahl ihrer Mitglieder und wie arm besagte Gemeinde an wohlhabenden Männern ist, sagen muß — wohl gethan. Das Innere des Gebäudes ist noch nicht ganz beendet, doch wurde am verflossenen Rosch Haschanah schon Gottesdienst abgehalten, während die Einweihung erst im October stattfinden wird. Anzeigen. Annonce. Ein junger Lehrer, fähig in Religion, Elementar und in allen deutschen Fächern guten Unterricht ertheilen zu können, auch guter Cantor sein muß, findet unter annehmbaren Bedingungen zum 1. April n. I. bei hiesiger Gemeinde gutes Placement. Lemgo, im Novbr. 1868. Der Vorstand. E. Bachrach'. Ein Hauslehrer, welcher im Französischen und Englischen unterrichtet, wird gegen gutes Salair zum sofortigen Eintritt gesucht. Franco-Ofserten unter Chiffre 0. T. nimmt die Exp. d. Bl. zur Beförderung entgegen. An der Religionsschule der hiesigen Synagogen-Gemeinde, an welcher außer dem Gemeinde-Rabbiner als Dirigenten noch drei Lehrer wirken, ist zum 1. Januar 1869 eine Lehrerstelle, zu deren Uebernahme namentlich eine gründliche Kenntniß der hebräischen Sprache erforderlich ist, zu besetzen. Das Gehalt dieser Stelle, welches einstweilen auf 300 Thlr. normirt ist, würde wesentlich erhöht werden, falls der Bewerber genügende musikalische Kenntnisse besitzt, die ihn zum Chordirigenten und Vertreter des Cantors qualisiciren. Meldungen werden bis zum 6. December 1868 erbeten. Königsberg i. Pr. den 6. Nov. 1868. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die hiesige Gemeinde sucht zum 1. April k. I. einen Religionslehrer, Vorbeter und Schächter mit einem fixen Einkommen von 180 Thlr. Gehalt, freie Wohnung, Aufwartung, Mittag- und Abendtisch, und die Einnahme der Schechita, die zwischen 50 und 60 Thlr. beträgt. Refiectanten werden ersucht sich mit Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst zu melden bei Dem Vorstand. Malchow inMecklbrg.-Schwerin, d. 16. Nov. 1868. Die hiesige Lehrer- und Vorbeterstelle wird am 1. April vacant. Fixes Gehalt 225 Thlr. Nebeneinkünfte circa 100 Thlr. Vorgezogen wird Derjenige, welcher einige musikalische Kenntnisse, sowie die Fähigkeit als Schochet besitzt. Qualisicirte Bewerber wollen unter Einsendung ihrer Zeugnisse sich bald bei dem Unterzeichneten oder bei dem Herrn Oberrabbiner Kahn in Trier melden. Schwerich bei Trier, den 15. Novbr. 1868. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. _Abraham Jfai._^_ In der hiesigen Gemeinde ist die Stelle eines Lehrers und Vorbeters sofort zu besetzen. Gehalt 160 Thlr. nebst freier Wohnung für einen Unverheiratheten und den üblichen Casualien. Ist derselbe Schächter, so erhöht sich das Einkommen um etwa 25 Thlr. Meldungen nimmt der Unterzeichnete entgegen. Birkenfeld, d. 24. Novbr. 1868. Landrabbiner Goldmann. Ein geprüfter Lehrer und bnin, der auch franz. Unterricht ertheilt, sucht eine Stelle im Rheinlands oder Westfalen, und kann gleich nach Ostern k. I. eintreten. Franco-Offerten besorgt die Exp. dieser Zeitung unter Chiffre U. Ein junger Lehrer, isr. Confession, welcher der französischen Sprache vollkommen mächtig sein muß , findet in einem Knabenpensionat in Frankfurt ajWi. eine sehr gute Stelle. Näheres bei Adolf Teblee, Lehrer an der Realschule in Frankfurt a/M.

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