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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-09-22 · Heft 39 (22.9.1868) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 39 (22.9.1868)
Date
1868-09-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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W Ja-ram«. Allgemeine M 39, Zeitung -es Zudcnthums. E i n unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner vr. Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 22. September 1868. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal Dienstags, in 2 bis 2*/2 Bogen. Preis des Jahrgangs 4 Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Bierteljährig 1 Thlr Inserate werden mit 1 l/ia Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs - Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich daS Königl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bnreau hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Sabbath-Convention in New-Dork. — Die gottesdienstlichen Fragen. — Literarischer Wochenbericht: Gr. Beeskerek. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Berlin. Oesterreich i sch er Kaiserstaat: Pest, Wien, Prag, Krakau, Aus Ungarn, Linz. Donausürstenthümer: Bukarest, Dänemark: Kopenhagen. Italien: Florenz, Mantua. Amerika: Meveland, Chigago. Feuilleton-Beilage: Die Bernsteinkiiste. — Kuriosum. Leitende Artikel. Bonn, 13. September. Die Labbath-Convention in Aew-Dork. Eine Eorrespondenz in Nr. 35 d. Bl. berichtete über eine arm 21. Juni e. in New-Uork stattgefundene Sabbath-Convention, das heißt eine Versammlung, deren Gegenstand die Förderung der SabbathheiligMig war, zu welchem Zwecke die Schließung der Gescha^slokale aller Juden in New-Hork am SaHM bewKstelligt werden sollte. Es versteht sich, — uM sprechen ja von Nordamerika — daß nicht etwa beim StaM eine von oben herab befohlene Arbeitseinstellung betragt werben soll, wie dies mehrere Male in Europa 'vorgekommen, sondern daß es sich hier um eine freje Agitation behufs freiwilliger Schließung der GMäste handelt. Auch ist wohl zu bemerken, daß diese Evegung nicht von Rabbinern und Predigern ausgeht, man also nicht das beliebte „hierarchische Treiben" darauf anwenden kann, wenn es sich auch voraussetzen läßt, daß die amerikanischen jüdischen Religionslehrer sie mit allen ihren Kräften unterstützen: sondern daß sie in der Volksmasse selbst entstanden und von Männern des Volkes betrieben wird. Ganz besonders erfreulich ist es aber, daß diese Bewegung zu Gunsten der Sabbathheiligung im Schoße der vorgeschrittensten sog. Reformgemeinde in New-L)ork entsprungen ist, daß die Convention aus Reformwie orthodoxen Gemeinden beschickt worden, und daß das von ihr gewählte Exekutivcomite aus Vertretern von 23 Gemeinden in New-Iork zusammengesetzt ist, in deren Reihe keine der Reformgemeinden fehlt. Um dies recht zu verstehen, noch dazu, weil sich diese Erscheinung dort bereits mehrere Male wiederholt hat, muß man sich erinnern, daß unter Reformgemeinden in New-Aork solche verstanden werden, welche einen verbesserten Gottesdienst angenommen, unter orthodoxen, welche den Cultus unverändert erhalten haben. Es steht nun Jedermann frei, sich an eine Gemeinde, welche er will, anzuschließen, und da sind es denn in zahllosen Fällen Männer, die sonst die Satzungen des Judenthums sorgfältig üben, welche dem verbesserten Gottesdienste sich zuneigeu, und wiederum solche, die für ihre Personen das Äudenthum ganz aus ihrem Leben haben schwinden lassen, welche dem stabilen Cultus sich zugesellen; eine Erscheinung, die in etwas anderer Form auch bei uns nicht zu den Seltenheiten gehört und im Grunde erweist, was jedem Sachkundigen von vorn herein unzweifelhaft ist, daß die M

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