Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 28 (7.7.1868)
- Date
- 1868-07-07
- Page
- Seite 566 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Warnung. Ein Mensch, der sich Bär Cohn nennt und vorgiebt, Unterstützungen für die große Thalmudsche zu Wolozin in Polen zu sammeln, ist verdächtig seine Beglaubigung als solcher, wie überhaupt alle seine Atteste betrügerisch erschlichen, auch noch manch anderer Betrügereien sich sHuldig gemacht zu haben. Bewerbung um das bei der Königlichen Gewerbe-Akademie zu Berlin bestehende Stipendium der Bennh Burchardt'schen Eheleute zu Landsberg a W. Das von den Benny Burchardt'schen Eheleuten zu Landsberg a/W. bei der Königlichen Gewerbe-Akademie zu Berlin gestiftete Stipendium, bestehend aus den jährlichen Zinsen von 4000 Thlr. a 41/2 % für junge Leute jüdischen Glaubens, welche die Anstalt zu ihrer Ausbildung als Techniker besuchen und sich in bedürftiger Lage befinden, wird am Schluffe des Sommer-Semesters d. I. erledigt und soll vom 1. Oktober d. I. ab wieder verliehen werden. Die Verleihung erfolgt am 25. Januar k. I. von dem Königlichen Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten auf den Vorschlag des Directors der Königlichen Gewerbe-Akademie der Art, daß der Genuß deffelben mit dem 1. Oktober des vorhergehen- Jahres beginnt. Bei der Bewerbung haben diejenigen den Vorzug, welche mit dem Stifter oder dessen Ehefrau dem Grade nach am nächsten verwandt sind. Bei dem Mangel an verwandten Bewerbern haben diejenigen den Vorzug, welche zur Zeit der Bewerbung ihren Wohnsitz in Landsberg a/W. und falls auch solche nicht vorhanden sind, diejenigen, welche in Sonnenburg ihren Wohnsitz haben. Fehlt es an solchen Bewerbern, so entscheidet die größere Bedürftigkeit, sowie die bessere Befähigung und moralische Führung. Die Bewerber um das vorgenannte Stipendium können sich von jetzt an melden, wenn sie den nachstehend verzeichneten Aufnahme-Bedingungen genügen. 1) der Bewerber muß wenigstens 17 und darf höchstens 27 Jahr alt sein; 2) er hat nachzuweisen, daß er entweder bei einer Provinzial-Gewerbeschule, oder Realschule, oder bei einem Gymnasium das Zeugniß der Reife erlangt. Die Bewerbung ist frankirt bei dem Unterzeichneten bis spätestens den 1. September d. I. schriftlich einzureichen und muß von folgenden Attesten begleitet sein: a. dem Geburtsschein des Bewerbers, b. dem Zeugniß der Reife, c. einem Führungsattest der Ortsbehörde, d. einem Bedürftigkeitsattest derselben. Berlin, den 22. Juni 1868. Der Director der Königl. Gewerbe-Akademie. Reuleaux. Dringende Bitte. In No. 26 d. Bl. S. 519 ist das Trauerspiel geschildert, welches in Nordenburg (Ostpreuß.) vor sich gegangen. Der Vater ist erschlagen, die Mutter zum Tode verurtheilt, zwei unmündige Kinder, denen, weil die Eltern nur jüdisch getraut waren, nicht auch civiliter, die geringe Hinterlassenschaft nach dem staatlichen Gesetze nicht zukömml, dem Elend preisgegeben, und zwar in einer Provinz, wo es der Nothleidenden jetzt so viele giebt. Nachdem jetzt gerich tlich festgestellt worden, daß die beiden Rosenberg'schen Kinder dem Judenthume angehören und in ihm erzogen werden sollen, richte ich daher an die Wohlthätigkeit der Glaubensgenossen die dringende Bitte, die Mittel zu beschaffen, um die beiden unglücklichen Waisen zum Guten erziehen zu können, ihnen ihr schreckliches Geschick in etwas zu vergüten! Das jüdische Unterstützungs- ComitS zu Schippenbeil hat sich der Erziehung der beiden Kinder angenommen; an dasselbe sind die Gaben zu senden. Doch nimmt auch der Unterzeichnete diese gern in Empfang. Genaue Rechnungsablage wird erfolgen. Bonn 29, Juni 1868. 0r. Ludwig Philippson. Bei Unterzeichnetem sind folgende Werke billig zu haben: reo» (2 •mBOim 'i2“> ianps vs n»yn reo» (1 npb nvv (5 •d'tj “pn (4 .zinLS »Bö (3 «an ans (8 -v'irnp rs» »bö (7 -bso»iB nar »so (6 >aiv sn-irr rra “pinn (10 -nabiv yaa »Bv (9 •ciOr zusa ■py (13 -apy “ins “>sv (12 ernn m »vv (11 nso (15 •a"n rrm »m (14 -»IN niino VS apj» .an bna» »so (17 -»s» »tp (16 -v'aan «an (20 •aut y»N (19 -(aiv pbn) aai nw »bö (18 •“picbN “iss (22 -»saiv nbnD (21 -nbrr nairp »eo rain (25 -v'pas» n:i2iia (24 -mo»s nooa (23 •maabn Franko-Offerten sind zu richten an Lehrer Goldberg in Steele a/Ruhr. Herr M. E Cunow in Berlin hat zu unferm Bedauern Kränklichkeitsbalber feine Agentur abgegeben. Die Poppelau er'sche Buchhanvlung hat dieselbe ebenfalls übernommen. Das Institut z. Ford. d. isr. Lit. In Nr. 26. S. 518. Sp. 1. Z. 20. v. 0. lies: Traube, Jos. Meyer (nicht Franke, Ungerl. — Im Feuilleton im Gedicht „Der Abend IV." Z. 18. v. u. lieS: „der andr' an Dich heran," oder: „der andre zu Dir her." — Nr. 27. Feuilleton. S. 547. im Gedicht: „Abend V.„ Z. 4. muß es heißen: „Voll Lust an's Licht des Lebens trat hinaus." Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck vou I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur »r. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage ,Nr.28.