Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 25 (16.6.1868)
- Date
- 1868-06-16
- Page
- Seite 506 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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506 Unterzeichneter, I. Aron-Duperret, LiceneiA des teures, ehemaliger Lehrer der Geschichte im Lyccum v. Straßburg, und seit zwanzig Jahren angestellter Lehrer der Geschichte und der deutschen Sprache in dem berühmten Collegium v. St. Barbe, hat die Ehre den deutschen israelitischen Familien hiermit anzuzeigen, daß er noch zwei bis drei Schüler annehmen würde, die in seinem Hause eine gründliche Erziehung so wohl in moralischer als in geistiger Hinsicht genießen können. Die ihm anvertrauten Kinder werden entweder zu Hause unterrichtet oder besuchen unter seiner Aufsicht die Classen eines Pariser Lyceums, nach Verlangen der Eltern. Man kann sich übrigens direct wenden an Mr. dl. Aron-Duperret. Professeur a St. Barbe, ruedesFeuillantines, 38.ik Paris. An die geehrten jüdischen Herren Seelsorger der preußischen Straf-Anstalten. Bezug nehmend auf meine Mittheilungen über die Verhältnisse der hiesigen jüdischen Gefangenen in Nr. 6 des gegenwärtigen Jahrganges dieser Zeitung ersuche ich diejenigen Herren Collegen, welche sich an der in dem Aufsatze erwähnten Gesammt-Petition an das Ministerium betheiligen wollen, mir dieses baldigst anzuzeigen. In der Petition soll nur die Bitte ausgesprochen werden, daß den jüdischen Gefangenen zur Fettung ihrer Speisen Butter statt Talg, Schmalz und Fleisch verabreicht werde; — eine Einrichtung, die bereits viele Jahre hindurch hier und wohl auch an manchen andern Strafanstalten bestanden hat und leicht ausführbar ist. Eine Petition, die mehr verlangte, würde geringe Aussicht auf Gewährung haben. Naugard, den 7ten Juni 1868. L. Frankel, Cantor und Religionslehrer. Bemerkungen. Aus Ungarn wird uns ein jüdisch-ungarisches Blatt zugesandt, in welchem ein Artikel aus dem „Orient" von 1842 wieder abgedruckt ist, ein Artikel, in welchem jedes Wort eine infame Lüge ist, und welchen zur Zeit einer Polemik wider uns ausgenommen zu haben, Herr Prof. Dr. Fürst später sein tiefes Bedauern ausgesprochen hat. Wir würdigten schon damals jenen Art. keiner Antwort; wir thaten es später nicht, als ein deutsches „frommes" Blatt ihn aus dem Staube holte, wir werden es jetzt erst recht nicht thun. Mögen die jüdischen Ultramontanen ihr Lügenwerk nur wacker fortsetzen, gemeinsam mit ihren Brüdern anderer Confeflionen. Brächten sie damit der Religion und Sittlichkeit nicht so großen Schaden, würde man sagen: laffet sie mit dem Feuer spielen, sie verbrennen sich nur die eigenen Hände! Die Red aktiv n. 4» Im Verlage von Baumgär tner's Buchhandlung zu Leipzig ist erschienen: Eine Mitgabe für das ganze Leben an jüdische Confirmanden, Bar mizwah, und Confirmandinnen, so wie bei der Entlassung aus der Schule. Von vr. Ludwig Philippson, Herausgeber d. Allg. Zeitung des Judenthums. Mit Stahlstich und Titelkupfer, in reich vergoldetem Einband Preis 1 Thlr. 20 Sgr. Keinen bessern Führer können Eltern und Freunde ihren Km» dern bei diesen wichtigen Veranlassungen mitgeben. Die religiösen Lehren, die Geschichte, das Sitten- und Ceremonialgesetz des Judenthums werden in anziehendster, überzeugendster Weise dargestellt, für alte Lagen und Verhältnisse des Lebens, in Beruf und geselligen! Verkehr, in Familie und Oeffentlichkeit die weisesten Rathschläge und Mahnungen, aus der h. Schrift, einer reichen Erfahrung und einem frischen Geiste geschöpft, ertheilt. Es ist eine treffliche Gabe des verdienten Verfassers an seine Glaubensgenossen, an deren Jugend. Zur Beachtung! Anzeigen, die wir bis Freitag Mittag erhalten, können ittdernachsterfcheinenden Stummer Aufnahme finden, wenn der Jnferatentheil nicht bereits gefüllt ift. Zugleich bitten wir, um Jrrthümer z« vermeiden, um deutliche Handschrift, namentlich der Unterschriften. Die auf Inserat-Chiffre eingehendenBriefe nehmen wir nur frankirt an; die Weiterbeförderung unsererseits kann nur unfrankirt geschehen. Baumgartner s Buchhandlung in Leipzig. Berichtigung. In der Privatmittheilung aus Gothenburg ,Nr. 20.) ist Seite 397, Sp. 1, Z.8 statt „der" zu lesen: „M"; Z» 18 statt „bildreich" „bildlich". Verlag von Baumgäetner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld. Verantwortlicher Redakteur Dr. H. Lotze. Hierzu Feuilletan-Beilage Nr. 25.