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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-05-19 · Heft 21 (19.5.1868) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 21 (19.5.1868)
Date
1868-05-19
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 81. r Geller seie Ge-- Zerner e frei 1 r. sie 1 ihre :n der :n der Aller rhren, rrreich Macht , dem > und volle» liener einter kann )ester- )sa»ke Zudieser uiid mithoch! hoch! verblieb und nnem ‘ er- >webt Ich Ein 33. Jchrga», Allgemeine Zeitung 4es Iudcnthums unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner vr Ludwig Philippson in Bonn. Leipzig, den 19. Mai 1868. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal Dienstags, irr 2 bis Bogen. Preis des Jahrgangs 1 Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Vierteljährig 1 Thlr' Inserate werden mit l</2 Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Königl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel r Der öffentliche Gottesdiest. — Rumänien VI. — Literarischer Wochenbericht: Pest, Petershagen. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Berlin, Bonn, Aus der Provinz Posen, Aus Ostpreußen, Aus Württemberg. O e st e r r e i ch i s ch e r K a i s e r st a a t: Pest, Aus Ungarn. Aus dem TokajergeLirge. Frankreich: Paris. Rußland: Wilna, Kurland, Reval. Türkei: Constantinopel. Feuilleton-Beilage: Eine Episode aus meinem Leben. — Gaüerie von Abgeordneten jüdischen Glaubens. - Literarisches Kuriosum. Leitende Artikel. " Bonn, 10. Mai. Der öffentliche Gottesdienst. i. In dem ersten Hefte dieses Jahres der „Jüdischen Zeitschrift für Wissenschaft und Leben" von vr. Abraham Geiger giebt derselbe eine Abhandlung „unser Gottesdienst", die, wenn wir nicht irren, auch in einem Separatabzug erschienen ist. Zu gleicher Zeit kamen uns von verschiedenen Seiten Zuschriften zu, welche uns ersuchten, auch unsrerseits die Cultusfrage wieder zur Sprache zu bringen, und, da solche zusammentreffende Symptome uns immer das Nahen einer gewissen Strömung der Zeit bedeuten, wollen wir uns diesem Gegenstände nicht entziehen. Zn der Natur der SaHe<liegt es, daß über die Frage selbst nicht viel Neues "gesagt werden kann daß es vielmehr gilt, immer neue Anregung zu geben und die Entwickelung wieder in Fluß zu bringen. Und dies ist denn auch das Verdienstliche in der erwähnten Abhandlung, Gemeinden und Individuen auf das drängende Bedürfniß, auf die Nothwendigkeit aufmerksam zu machen, den öffentlichen Gottesdienst mit etwas schnelleren Schritten, als es bisher geschehen, den Forderungen unserer Zeit, namentlich den Bedürfnissen der Jugend, wie sie jetzt einmal allgemein erzogen wird, genügend zu gestalten, und die Gefahren zu schildern, welche aus der Unterlassung dieses wichtigsten Momentes des Gemeindelebens entspringen werden, ja zum größten Theile schon vorhanden sind. Doch wir kommen hierauf noch zurück. Wir sagten, daß über die Frage selbst nicht viel Neues mehr vorgebracht werden könne. Es ist genügend erwiesen worden, daß unser öffentlicher Gottesdienst im Ganzen durchaus nichts Fundamentales, auf die heilige Schrift Gegründetes ist, daß der Gebetcultus erst neben dem zweiten Tempel seinen Ursprung nahm, daß er eines Jahrtausends bedurfte, um sich allmälig zu dem zu entwickeln, was er geworden, daß er viele Jahrhunderte nach seinem Ursprünge nur in wenigen typischen Stücken bestand, viele Ansätze noch lange hin, z. B. selbst um des Maimonides Zeit, noch flüssig und.fraglich waren, daß selbst später unser Gottesdienst in verschiedene Riten und örtlich mannigfache Gebräuche auseinanderging, und diese Verschiedenheiten in den großen und kleinen Riten bis auf unsere Zeit bestehen blieben. Es ist hinlänglich hieraus erhärtet worden, daß eine Umgestaltung des öffentlichen Gottesdienstes dem Geiste und der Geschichte des Judenthums durchaus nicht widerspricht, vielmehr die ewige Knechtung unter dem Joche eines ungeheuren Con-

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