Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 20 (12.5.1868)
- Date
- 1868-05-12
- Page
- Seite 402 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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402 druckt, seit dreizehn Jahren, mit dem besten Erfolg besteht,? oder auch weil sie bte 2 Thlr. den seltenen billigen Abonnenten-Preis, nicht ausgeben mögen, (wofür ein jeder, emen Stoß Bücher alljährlich erhalt, nicht allein Geschichtliches der Juden, seit der Zerstörung Jerusalems, bis auf die heutigen Erlebnisse der Juden, sondern auch wirkliche höchst interessante, und auch außer diesem wahrhafte Romane, als Cigenthum erhalten.) Der eigentliche Zweck dieser Einsendung, ist folgender. Sott ich einem jeden Juden deshalb rächen, Abonnent zu werden, nur um dieses Institut zu befördern? oder sott ich ihn in seinem eigenen Interesse deshalb darauf aufmerksam machen, daß er seine ergene Geschichte kennen lernt? Anzunehmen ist, daß ein jeder Mensch, der nur annähernd auf Bildung Ansprüche macht, auch Nationalgefühl besitzt, denn er fühlt das Verlangen, die Geschichte seines Stammbaumes, welchem er angehört, kennen zu lernen, von dessen Erlebnissen zu erfahren. Es verdient gewiß die größte Anerkennung jeder liebevollen Eltern und Vormünder, daß sie ihre Kinder möglichst wissenschaftlich unterrichten lassen, sie lernen auch bei diesem Unterrichte die Weltgeschichte, aber nicht ihre eigene Weltgeschichte; wenngleich sie ihnen doch sehr nahe steht. Durch dieses Institut ist es aber ermöglicht worden, sich durch Betheiligung, zu verschaffen, was nicht nur belehrend, sondern auch sehr mtressant zu lesen ist. Es mögen Solche, die Hand auf's Herr legen, welche, die Geschichte der Juden nicht kennen? und sich fragen; bist du wohl Ln vorkommenden Fällen im Stande, dein Judenthum, deinen Glauben zu vertheidigen?!! steht ein Solcher, in solchen Falten nicht allemal arm und beschämt da?! Sollten Solche die ihre eigene Weltgeschichte nicht kennen, nicht das wirklich heiße Verlangen haben, zu wissen wie lange mag das wohl her sein, daß die ersten Juden sich in Deutschland rc! angesiedelt haben? wodurch, und wie? sollte er es nicht mit Interesse lesen, wie seit der Zerstörung Jerusalems bis auf heute, in jeder Generation wirklich große Männer es gegeben hat? und Welche!! Würde nicht eine jede gebildete Jüdin mit freudigem Stolz erfahren wollen, wie groß das weibliche Geschlecht Ln jeder Generation im Geist, als wie auch in der Tugend groß gewesen ist?! Von so vielen, nur Eins als Beispiel. Ueberzeugen Sie sich, meine geehrteste Leserin, nehmen Sie den wahren Roman Jacob Tirado durch, und Sie werden Sich mit Vergnügen fiir die jüdische Literatur intereffiren jedenfals nicht minder, als Einsender dieses, dem vor 6 Jahren zufällig, ein Buch von diesem Institut zu Gesicht kam, das eine Be schreibung über die Verfolgung, und Zurückberufung der Juden in Deutschland enthielt und so Mehreres. Ich ward dadurch nur nicht allein sofort Abonnent, ich bedauerte es noch auch sehr, daß ich nicht früher, von diesem lehrreichen Institut erfahren habe, mehr als dieses that es mir weh, daß ich meine liebe Kinder in ihren Schuljahren hierin nicht habe unterrichten lassen können, was sie sicher nachholen werden, so wie es ihre Zeit ihnen gestattet. Wenn ich Letzteres hier, anzuführen mir erlaubt habe, so geschah es nur, um diejenigen Eltern, und Vormünder einen Wink zu geben, damit auch sie nicht nöthig haben, es zu bedauern, als es mir ergangen ist, dieses verabsäumt zu haben. Die Religionslehrer würden jedenfalls in ihre Schüler während des Religionsunterrichts am meisten einwirken können. Mein Wunsch, und Bitte geht noch dahin, daß dieses Alles so aufrichtig ausgenommen werden möge, wie ich diese Zeilen hier aufrichtig niedergeschrieben habe.*) *) Der Name des trefflich gesinnten Einsenders, der in seinem edlen Eifer dieses Eingesandt auf seine Kosten in dieser und in anderen Zeitungen veröffentlicht, kann auf Wunsch bei uns in Erfahrung gebracht werden. Die Erpedition der A. Z. d. Jud. in Leipzig. 9 i l o a h. Eine Auswahl von Predigten. Zur Erbauung, so wie besonders rum Vorlesen in den Synagogen, die des Redners ermangeln. Von Dr. Ludw i g P hil i p p so n, Rabbiner. Gr. 8. Iste Sammlung. Zweite ,Äuf läge broch. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. 2te Sammlung. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. 3te Sammlung. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. _Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. Simon Bondische Stiftung. Bewerber zu dieser Stiftung, welche deutsche, zunächst aus Norddeutschland gebürtige Studirende der jüdischen Theologie, die auf einem deutschen Seminar, vornehmlich auf dem Fränkelschen Rabbinerseminar zu Religionslehrern oder Rabbinern sich heranbilden wollen, ein Stipendiuln von 80 Thlr. jährlich gewährt, wollen ihre Gesuche nebst einem Zeugnisse über sittliche Führung und wissenschaftliche Vorbildung, so wie eine Bescheinigung der Ausnahme in das betreffende Seminar bis zum 15. Juni d. I. der Verwaltung durch die Adresse des Unterzeichneten zusenden. Dresden d. 7. Mai 1868. Die Verwaltung der Simon Bondischen Stiftung,' _Dr. W Landau, Oberrabb. krotest. Der längst bekannte Verfasser des 1831 in Ries - sers Zeitschrift „der Jude“ erschienenen und! seitdem mehrfach benutzten Liedes „ H a g b ä li a h “ findet sich genöthigt, gegen die von einem ihm völlig Unbekannten ohne sein Vorwissen unternommene Veränderung der Uehersclirift in „Israels Fahne“ ernstlich zu protestiren. Jene Verse waren von wirklichem Enthusiasmus erzeugt und nicht etwa für „Münchener Bilderbogen“ bestimmt, wozu der neue Titel allerdings passen würde. Hamburg, 1868. H. Der Lehrer Herr B. K. Warasch wird hierdurch ersucht, von seinem jetzigen Aufenthalte und von seinem Befinden Nachricht zu geben. Diturth b./Quedlinburg im Mai 1868. I. Pbilippsbor«. Herr S. Hecht in ILew-Aork, 247 E. 9th. Str. hat eine Agentur übernommen. Das Institut zur Förderung der _israelitischen Literatur._ Die Herren Hauptschullehrer S. K lein in Szegedin, Lehrer Carsch in Mühlheim a. d. Ruhr und Lehrer Wvlfsdorf in Erwitte haben Agenturen angenommen. Das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur. Verlag von Baumgartner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld» Verantwortlicher Redakteur Dr. H« Lotze» Hierzu eine Beilage und Feuilleton-Beilage Nr.2k>