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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-04-21 · Heft 17 (21.4.1868) · p. Seite 346

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 17 (21.4.1868)
Date
1868-04-21
Page
Seite 346 (sequence 24)
Language
German
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bis zum Jahre 1858 vertreten zu dürfen. Präsident Buchanan übertrug ihm 185« das wichtige und einflußreiche Amt eines Hafenmeisters (Surveyor ol ihe poii» von New-Nork, die erste Stelle im Zollamte. Außerdem bekleidete Herr Hart in seinem Staate noch eine Anzahl von Ehrenämtern. Er war zu einer Zeit Oberstlieutenant der Staatmiliz .und zum öfteren Mitglied der Staat- und Nationalconventionen der demokratischen Partei. Gegenwärtig lebt er als Privatmann in New- York. 30. Myer Strouse. (Meyer Strauß.) Es wurde am 16. December 1825 in Deutschland -sein engeres Vaterland konnten wir nicht ausfinden) geboren und wunderte als siebenjähriger Knabe mit seinem Vater nach den Vereinigten Staaten aus (1832', der sich in Pottville in Pennsylvanien niederließ. Sein Vater verwendete große Sorgfalt auf die Erziehung dieses Sohnes und ließ ihn zum Rechtsgelehrten heranbilven. Vom Jahre 1848—1852 gab er in Philadelphia eine Zeitung „The Norlli-Amoriran Farmer“ heraus. Nachdem er sich 1852 von der Redaction zurückgezogen hatte, widmete er seine Zeit seiner advokatischen Praxis. Im Jahre 1862 wurde er als ein Abgeordneter für Pennsylvanien in das Repräsentantenhaus des 58. Congresses geschickt, woselbst er zum Mitgliede des „Ausschusses für Straßen und Kanäle" ernannt wurde. 31. David L. yulee. Sein ursprünglicher Name ist Levy, den er später aus uns unbekannten Gründen mit seinem gegenwärtigen vertauschte.*) Im Jahre isil wurde er in Westindien geboren. Kaum war der Knabe einige Jahre alt, als der Vater mit seiner Familie nach Virginien in den Vereinigten Staaten übersiedelte. Hier erhielt Uulee eine klassische Erziehung iwas man eben in Amerika eine solche nennt). Wer da weiß, daß unsere liebe Jugend in Amerika in der Regel sehr früh selbstständig wird, oft viel früher, als es ihrer moralischen Wohlfahrt zuträglich ist, der wird sich nicht wundern, daß der dreizehnjährige David den Wanderstab ergriff, sein Vaterhaus verließ und nach dem entlegenen, damals noch spärlich bevölkerten Florida auswanderte. Hier findet ihn das Jahr 1824 seine in Virginien begonnenen ju- *) Wie man sieht, nur eine!etwas freie) Umstellung der Buchstaben. ridischen Studien fortsetzen. Als er dieselben vollendet hatte und zur Advokatur zugelassen wurde, theilte ei seine Zeit zwischen der Ausübung seiner avokatischen Praxis und dem Landbau. Florida, das damals noch kein Staat in der Union, sondern ein bloßes Territorium war, sandte Levy so hieß er damals noch) als Delegaten nach Washington, woselbst er als solcher wohl Sitz, aber keine Stimme im Abgeordnetenhause hatte. Diese Stelle bekleidete er vom Jahre 1841—1845. Im Jahre 1845 war er einer der Delegaten der Convention, in welcher die Constitution für Florida entworfen wurde, das damals um seine Zulassung als Staat in die Union petitionirte. Hier tritt er zum erstenmale als Aulee auf. Noch in demselben Jahre wurde Florida zugelassen, und der erste Senator, den der neue Staat nach Washington sandte, war Mln, und ihm wurde die seltene Ehre, seinen Staat ununterbrochen vom Jahre 1845—1861 (bis zum Ausbruche des Bürgerkrieges, wo Florida mit den anderen südlichen Staaten sich zurückzog) im Senate der Vereinigten Staaten repräseutiren zu dürfen. Hier wurde er zum Vorsitzenden des „Ausschusses für Poststraßen und Postämter" ernannt, und erfreute sich überhaupt der höchsten Achtung allei seiner Mitsenatoren. In Florida bekleidete er die Stelle eines Präsidenten der Atlantic- und Gulf-Eisenbahn. Jni Jahre 1861 legte er sein Mandat nieder und lebt seitdem von aller Politik entfernt, zurückgezogen auf seinen» Landsitze in Florida. I Notiz. Wir theitten jüngst mit, daß die ofsicielle Presse itj Rumänien der Welt weiß machen will, daß in den fcetj den Donaufürstenthümern zusammen über 1 MillM Juden wohnen. Das Lelm D.-muhien weist nach, dug es nicht mehr als noch nicht ganz 116,606 sind. Darf auf rückt die rumänische Regierungspresse von l Millioil auf 560,000 zurück. Das Eeho Damihien giebt dm halb eine genaue statistische Tabelle. Wir entnehme^ daraus folgende Notizen. In Jassy wohnen 6500 israelitische Familien, ij Bottuschan 4000 , in Galacz 1500, in Dorohoi m Foltischeni je 1066, in der ganzen Moldau 24,895 m milien. In Bukarest 2400 , in Braila 500, in m ganzen Walachei 4 105 Farnilien. In der Moldau wj theilt sich die jüdische Bevölkerung auf 58 Ortschaften! in der Walachei auf 22. I Verlag von Bcnmlgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur Dir. H. Lotze.

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