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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-04-14 · Heft 16 (14.4.1868) · p. Seite 317

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 16 (14.4.1868)
Date
1868-04-14
Page
Seite 317 (sequence 15)
Language
German
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April. (Eingesandt.) Man muß sich wahrhaft freuen, wenn man für ein frommes Unternehmen von Glaubensbrüdern ungerechtfertigter Weise angegriffen wird. las-aai '22 "n tnaia-» Dem Schippenbeiler Comite wird in Nr. 13 des „Israelit" in einem Berichte aus Gumbinnen der Borwurf gemacht, nicht befugt gewesen zu sein, ein solches Comite ins Leben zu rufen. Einen Jeden der geehrten Leser wird es wohl befremdet haben, warum nicht die hervorragendsten Gemeinden Ostpreußens mit ihren wohlgesinnten Seelsorgern, wie z. B. Königsberg, Memel, Tilsit. Gumbinnen re. eher bedacht waren, die drückende Noth der armen jüdischen Familien Ostpreußens zu beherzigen und ins Auge zu fassen, als diese kleine Gemeinde Schivpenbeit. wie sich noch mehr der Artikel lästernd ausdrückt, mit ihrem Dutzend s"a? Ist denn dem Referenten der weise Sp ruch fremd geworden: »12 ttm» naa NbN *,p:pa bsnan Vn In dieser kleinen Gemeinde ist eher das Gefühl des Erbarmens über ihre hungernden Brüder erwacht, als in vielen anderen — trotzdem in Schippenbeil kein armer Jude wohnt und für sich auf Nichts Rechnung zu machen braucht. Solch unpassende Ausdrücke müssen den Referenten selbst beschämen, wenn er den resp. Nummern der Zeitung des Judenthums sein Augenmerk zuweydet, wie mit den eingehenden milden Gaben gehandelt wird, und wie viele Familien schon von großer Gefahr durch das Comite gerrettet worden sind. Ferner wird der Vorwurf gemacht, daß nur in einigen begüterten Gemeinden die Gelder verwendet werden und die Gemeinde Johannisburg noch nicbt bedacht worden ist. Aus Nr. 13d.Z. d. I. wird deutlich zu ersehen sein, daß nach I. 60 Thlr. gesandt worden sind, und mehr als an 30 Gemeinden, wie mehrere polnische Arme mit reichlichen Spenden an Geld und Kleidern bedacht worden sind. Dem Comitö ist es heilige Pflicht, über jedes Einkommende und jede Ausgabe öffentlich Bericht zu erstatten und Rechnung zu tragen. Außerdem werden arme jnd. Handwerker mit Materalien unterstützt, um nicht der Noth ganz zu verfallen, welchen die verfertigten Gegenstände gegen angemessenen Arbeitslohn abgenomincn werden, arme Mädchen und Frauen werden mit Strickereien in gleichem Maße beschäftigt. Die fertigen Maaren, als Mützen, Stiefeln rc. werden vom Comite in Verwahrung gehalten bis auf weitere Bestimmung, worüber zur Zeit das Comite berichten wird- Das Comite prüft ein jedes eingehende Unterstützungsgesuch, und läßt gewissenhaft nach bestem Ermessen Unterstützung erfolgen, und Alles wird genau beobachtet. Ein Jeder wird dem Sch. Comite die Anerkennung zollen müssen, vaß das Comite von m:n v£:n verwaltet wird ono bapb n:a by Nb© und seine Anstrengungen und stetes Bemühen nur ^"isb fördern. Es ist klar, daß dem H. Referent die Zeitung d. Judenth. gar nicht vor Augen kommt, um überzeugt zu werden, was das Sch. Comite schon an bV> Abhilfe gethan hat, und ferner zu thun gewillt ist, sonst würde der betr. Referent einstimmen inaw naö*> Inns bs>2 und sich nicht erlaubt haben, ein heiliges Werk zu brandmarken, und die in dem Artikel gestellten Worte ynn nN p^b ni'M sich selbst auf's Herz siegeln, wenn er es versucht die Sünde auf sich zu laden npn£ non mb^asi seinen heimisch schwer gedrückten und nothleidenden Brüdern zu entziehen und bisaa zu sein. Dank dem Allgütigen, der uns mit dem heiligen Sinn für unsere nothleidenden Brüder beglückt hat, ihr Leben erhalten zu helfen und die drückende Plage des Hungers zu lindern. Dank dem Herrn, der uns Kraft und Ausdauer verleihet, Tage und Nächte hindurch nicht rastend dem Wohle der Armen und dem Gedeihen des Comites die Zeit zuzuwenden. a'Sam “an laßt Euch nicht von solchen Menschen abhalten, des Untersiützungs-Comites weiter eingedenk zu sein, die sich durch unfern zuvorgekommenen Aufruf für die Sache Gottes beschämt fühlen. — Viele Hunderte Nothleidende und verschämte Arme flehen zum Allvater für Euer Wohlergehen. Der Segen des Herrn wird Euch für die milden Gaben a^bas bas zu Theil werden und der Lohn der geübten npn£ Euch vor allem Ungemach schützen.

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