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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-04-14 · Heft 16 (14.4.1868) · p. Seite 313

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 16 (14.4.1868)
Date
1868-04-14
Page
Seite 313 (sequence 11)
Language
German
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rinde jeint. rthor er- Reiste entcniss« daß Zu- und ind." Zeit hie- Leben , die i, die inde. 'inde- :, die ) aus ielten . sind iheile auch ünem ogenit ge- Cenpruch alten. und utend rtheilntermit ' An- Jn vurde t 600 e Er- Eine Kinderbewahranstalt ist im Werden Hegriffen; eine von jüdischen Töchtern veranstaltete Tombola hat Fr. 4000 als ersten Fond eingebracht. Die Königin selbst hat sich durch Gabe eines schönen Sessels und Abnahme mehrerer Billete dabei betheiligt. Der Wohlthätigkeitsverein, an dem sich beinahe alle Gemeindemitglieder betheiligen, sieht in nächsten Tagen einer Reorganisation entgegen. Das sind Thatsachen, die laut genug sprechen und von der Thatkraft und dem großen Einfluß unseres Rabbiners in der Gemeinde und bei der Behörde zeugen. Einen nicht geringen Theil seines Einflusses verdankt er seinem leutseligen Character und besonders seinem Rednertalente. Er besitzt in der That eine herrliche Rednergabe und dabei ein angenehmes Organ. Seine Predigten gleichen oft in Form und Inhalt mehr Conferenz,- als eigentlichen Kanzelreden; nichts destoweniger erreichen sie ihr Ziel, sie wirken mächtig auf die Zuhörer, sie erwecken Liebe zur Religion und Anhänglichkeit an das Judenthum, an seine Principien, seine Gesetze und Gebräuche. Es ist nicht in Abrede zu stellen, daß seine Reden oft zu liberal und seine darin entwickelten Gedanken eher einer idealen Religion, als einer positiven angehören. Es geschieht der Wahrheit vielleicht ein wenig Abbruch; der Redner zieht aber dadurch die der Religion entfremdete Jugend an und macht sie religiös, o-osea noen ns Die Gemeinde, in Anerkennung der Talente und des Wirkens des Herrn Astruc und seinen glücklichen Erfolge, hat in der Generalvers ammlung vom 2. Febr. einstimmig beschlossen, den Gehalt des Großrabbiners, der seither die Summe von Fr. 5,000 kaum überstieg, bis auf Fr. 10,000 zu erhöhen. Ehre dem Rabbiner, der seiner Gemeinde zur Würde gereicht, und Ehre der Gemeinde, die die Verdienste ihres Rabbiners würdigt! — Frankreich. Paris, im März. (Privatmitth.) Der eigenthümliche Character der Vorgänge in den Donausürstenthümern, wo die Regierung, um sich die Sympathien der großen Masse zu erwerben und zu erhalten, die Juden systematisch verfolgt, und zugleich Europa mit allen möglichen diplomatischen Kniffen darüber zu täuschen sucht, macht es nochwendig, auf diese beklagenswerthe Erscheinung immerfort aufmerksam zu machen und sie zu hekämpftn. Wir sinh daher dem Herrn ve. M. Borchard sehr dankbar für seine soeben erschienene Broschüre: Intolörgnov et persöemions religieuses“ (Paris, Charles Noblet, 1868) und empfehlen sie der Beachtung in Rumänien, wo deren Verbreitung von gutem Einflüsse sein kann. Am wichtigsten ist in derselben die Hinweisung auf die Aeußerungen und Verheißungen des jetzigen Premierministers Bratiano auf dem Pariser Congresse, um die Selbständigkeit Rumäniens von den europäischen Mächten zu erlangen, Verheißungen, denen in Rumänien so offenbar ins Angesicht geschlagen worden. Herr Borchard giebt auch in einer dritten Abtheilung seiner Schrift eine schlagende Darlegung der Intoleranz und der Vorurtheile Rsnans, die dieser Amor auch in der jüngsten Ausgabe seines berühmten Werkes festgehalten. — Soeben ist der Bericht der Alliance israölite universelle über das zweite Semester 1867, besonders die Generalversammlung vom 19. December erschienen. In dem Berichte nehmen die Verfolgungen in Rumänien, in Marokko und Tunis, in Serbien und Persien den hauptsächlichen Raum ein. Eine Besserung der Lage ist, wie es scheint, lediglich in Marokko eingetreten. Die Zahl der im Oriente gegründeten Schulen fft jetzt 11; der Zustand einiger derselben, z. B. in Tetuan, ist zufriedenstellend. Einige wenige literarische Unternehmungen sind durch das Abonnement auf eine Anzahl Exemplare unterstützt worden. Die Einahmen betrugen 47,843 Fr., die Ausgaben, unter welchen die Verwaltungskosten 15800 Fr. einnehmen, die Schulen 22590 Fr., betrugen 49,720 Fr. so daß diese die Ausgaben um 1800 Fr. überstiegen. Das Capital der Gesellschaft beträgt 42,300 Fr. Das angefügte Verzeichniß zeigt eine bedeutende Vermehrung der Theilnehmer, namentlich in Ungarn. Dagegen ist es eine Lücke, daß die Zahl der wirklichen gegenwärtigen Mitglieder nicht angegeben ist. 'Annähernd könnten wir nur schließen, daß, da die Jahresbeiträge des letzten Jahres 21000 Fr. betrugen, und der geringste Beitrag 6 Fr. beträgt, die Zahl der Mitglieder ungefähr 3,000 sein kann. Es wurden sehr eindringliche Reden von den Herren Pastor Petavel, Cremieux und dem Großrabbineu Isidor gehalten.

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