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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-03-24 · Heft 13 (24.3.1868) · p. Seite 258

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 13 (24.3.1868)
Date
1868-03-24
Page
Seite 258 (sequence 16)
Language
German
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288 Bei I. Kariffmann in Frankfurt a/Main erschien: merön Der Pentateuch, übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch, Rabbiner der istael. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a/Main. Erster Theil: Die Genesis. rpiöJ02 ie>0 40 Bogen, gr. 8. Preis 2 Thlr. 18. In unserem Verlage erscheint soeben: Biblisches Spruchbuch für den vorbereitenden Unterrichtin der mosaischen Religion Bon Dr. Joseph Aub, Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Berlin. 5 Bogen. 8. Elegant cartonnirt. Preis 8 Sgr. Bei Einführung in Schulen stellen wir den Herrn Lehrern gern Frei-Eremplare zur Verfügung. Louis Grrschel Verlagsbuchhandlung iu Serlin, Wilhelmsstr. Nr. 86. 9 i l o a h. Eine Auswahl von Predigten. Zur Erbauung, so wie besonders zum Vorlesen in den Synagogen, die des Redners ermangeln. Von vr. Ludwig Philippsvn, Rabbiner. Gr. 8. Iste Sammlung. Zweite Auflage broch. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. 2te Sammlung. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. 3te Sammlung. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. _Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. Auftuf zur Unterstützung jüd. Nothleidenden in Polen. Groß, ja sehr groß ist die Noth in unserem von den Mißernten betroffenen Ostpreußen, indeß wird von weit und breit Vieles gethan, um solche zu lindern, aber das gerechtfertigte Nothgeschrei unserer Glaubensbrüder in Polen ist leider bisher noch unerhört geblieben, während ihr Elend mit jedem Tage einen größern Umfang annimmt und bereits eine Höhe erreicht hat, die Jedem, der sich nicht persönlich davon überzeugt, unglaublich erscheinen muß. — Die in unserer Nähe besindlichen vielen polnischen Städte werden größtentheils von Juden bewohnt, die, weil ihnen überhaupt jeder andere Erwerb abgeschnitten ist, ihr stets kümmerliches Leben vom Handel fristeten, durch die allgemeinen Mißernten und sonstige Calamitäten hat aber jeder Verkehr aufgehört und sind die Leute dadurch dem Hungertode preis gegeben, denn staatlicherseits geschieht Nichts um dem Elend' zu steuern und die Privathilfe ist so sehr unbedeutend, daß sie unter der gräßlichen Noch gänzlich verschwindet. — Die Unterzeichneten richten demnach an alle Mitmenschen und Glaubensbrüder die dringende Bitte, ihre hilfreiche Hand zu öffnen und ihnen so viel als möglich, sei es an baarem Gelde, Lebensmitteln oder Kleidungsstücken zur Vertheilung an die von der Noch so schwer heimgesuchten Juden in Polen zu übersenden und bürgen wir mit unserer Ehre dafür, daß wir streng gewissenhaft bei der Vertheilung des uns Ueberwiesenen zu Werke gehen werden. - S ch i r w i n d t i/Ostpreußen, März 1868 Das Hülfscomit6 für jüd. Nothleidende in Polen. G. Hurwitz W. Tuerk I. Schlomann Kaufmann Kaufmann Kaufmann In Folge mehrerer von auswärts an den Unterzeichneten Vorstand gerichteten Anfragen, ob die den hiesigen verschiedenen Nothstands-Comite's zur Verwendung überwiesenen Mittel auch im Sinne vollster Gleichheit in Bezug auf das religiöse Bekenntniß vertheilt werden, nimmt derselbe hiemit Veranlassung im Gefühle wahrer Befriedigung öffentlich zu erklären, daß bei der, dem Nothstande in Ostpreußen gegenüber, in jo reichem Maaße geübten Wohlthätigkeit, nirgends auch nur der geringste Unterschied zwischen Christen und Juden zu Tage getreten ist, daß sämmtliche Comite's ihre aufopfernde Thätigkeit ohne Rücksicht auf das Bekenntniß der Dürftigen entfalten. Als besonders anerkennenswerth muß bezeichnet werden, daß denjenigen jüdischen Gemeinden Ostpreußens, deren Mitglieder durch religiöse Bedenken von der Benutzung der dort eingerichteten Suppenanstalten abgehalten werden, auf ihren geäußerten Wunsch besondere Fonds zur Vertheilung an ihre Armen sofort überwiesen werden. Der Unterzeichnete Vorstand richtet zugleich an seine Glaubensgenossen dle Bitte, auch ferner den hiesigen Comite's reichliche Spenden zufließen zu lassen, und ist er der Ueberzeugung, daß gerechte Wünsche stets volle Berücksichtigung finden werden. Königsberg i/Pr. den 13. März 1868. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Frankfurt a/Main, im Febr. (Erklärung). Mit Rücksicht auf den Raum dieser Blätter und auf die Geduld und Nachsicht der Leser erlauben wir uns nur eine Stelle als Muster ehrlicher Citationen aus einer langen Epistel hervorzuheben, in der der Vers, des Comm. zur Genesis die Keckheit hat, uns der Lüge und Fälschung zu bezüchtigen. Derselbe sagt oder läßt sagen: „Ebenso ist es geradezu eine Lüge, daß C. die Verwandtschaft von „Dornbusch und Stachelschild" gleichfalls angebe." Während nun aber der V. in seiner Wahrhaftigkeit diejenige Stelle, welche das Plagiat offen darlegt, verschweigt unh die S. 36 bei C. wörtlich lautet: 1122711 •pp ir;y n:e vzo n:s citirt er in Extenso die W. 7i:v S. 28, in der diese Stelle nicht steht; er eskamotirt aber auch hier aus der Mitte des Satzes der Stelle: daß cce sei. ai'ipbn b2 is-miizr mpi 2pi: 'nnrt irvnb 12 rb« weil damit das andere Plagiat, die Verwandtschaft von Dornbusch und Feind doch nicht wegzuläugnen ist. Die einzige Lehre, die wir aus dieser Sophistik entnommen haben, ist, daß man, um sich nicht rabulistischen Verdrehungen auszusetzen, alle Fasern des Gedankens weitschichtig in Worten darzulegen haben und lieber auf vielen Seiten nichts als auf wenigen vieles zu sagen. Wir erwarten, ohne jedoch es zu wünschen, bei der Edition des Exodus Gelegenheit zu haben, von dieser Lehre Gebrauch zu machen. K. Druckfehler! In Nr. 11. und 12. der Anzeige von Biblisches Svruchbuch von Dr. Jos. Aub ist der Preis irrthümlich mit 5 Sgr. angegeben, während das Buch 8 Sgr. kostet. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld. Verantwortlicher Redakteur Nr. H. Lvtze. Feuilleton-Beilage Nr. 13.

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