Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 13 (24.3.1868)
- Date
- 1868-03-24
- Page
- Seite 253 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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253 Anzeigen. Die Gemeinde Anschi Chesed dahier, sucht einen Chasan auf die Dauer von 2 Jahren mit dem Gehalte von 2000 Dollars. Derselbe muß einen tadellosen moralischen Charakter besitzen, tüchtig musikalisch gebildet, im Stande sein, das Chor zu unterrichten und zu leiten, sowie den Gottesdienst mit Orgelbegleitung und Chor vortragen zu können. Anmeldungen und Zeugnisse sind spätestens bis zum 28. April 1808 einzureichen bei Herrn S. Schuster, President, Nr. 09 Avenue D. New-N ork. Bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist am 15. Mai d. I. die Stelle eines Cantors, Schächters und Vorlesers der IKors zu besetzen. Als Cantor muß derselbe nicht nur nach altem Ritus befähigt und tüchtig sein, sondern auch nach moderner Weise vorbeten und hinlängliche musikalische Kenntnisse besitzen, um erforderlichen Falls einen Chorgesang einführen und leiten zu können. Ferner muß derselbe einen solchen Grad von Bildung haben, um im Stande zu sein, die Corporations-Caffe verwalten und als Corporations-Secretär fungiren zu können. Diese Functionen können nach kurzer Unterweisung leicht angeeignet werden und nehmen nicht viel Zeit in Anspruch. Außerdem hat derselbe die vorkommenden Eide abzunehmen. Da indessen allen diesen Functionen vorzustehen, einer Person allein zu schwer fallen dürfte, so hat der anznstellende Cultus-Beamte die Verpflichtung zu übernehmen, einen Schächter und Hilfs-Cantor auf eigene Kosten, welche sich auf circa 300 Thlr. belaufen könnten, zu engagiren, über welches Engagement mit dem Vorstande eine Verständigung vorangehen muß. Der von dem Cantor anzustellende Schächter erhält von der Gemeinde freie Wohnung. Sowohl der Cantor selbst, wenngleich er nur als Hilfsschächter fungiren soll, so wie der von demselben zu engagirende Schächter, müssen, bei der hiesigen nicht unbedeutende» Schächterei, hinlängliche Gewandtheit besitzen. Das jährliche Einkommen, bei freier anständiger Amtswohnung, wird sich mindestens auf 900 Thlr. belaufen, so daß, nach Abzug von 300 Thlr. für den Schächter und Hilfs-Cantor, ein sicheres Einkommen von 600 Thlr. jährlich verbleibt. Qualificirte Persönlichkeiten — aber auch nur solche — wollen sich unter portofreier Einsendung ihrer Befähigungs- und Moralitäts-Zeugnisse melden. Gnesen, den 15. März 1868. Der Synagogen-Gemeinde-Vorstand. M. Russatz. M Loewy. H. Heischberg. Zum l. Mai ist die hiesige Cantor- und Schächterstelle mit einem Einkommen von jährlich 400 Thlr. zu besetzen. Bewerber mit guten Zeugnissen und angenehme Vorbeter wollen sich schleunigst melden. Mewe den 8. März 1808. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Zu Ostern event. Johannis d. I. sucht die Gemeinde zu Güstrow in Mecklenb. bei einem Gehalte von 300 Thlr., freier Wohnung und Nebeneinkünften einen unverheiratheten Prediger und Lehrer. Reflectanten wollen sich an den Unterzeichneten wenden StMVN Hirsch, als Vorsteher. Güstrow den 15. März 1868. Die israelitische Gemeinde zu Barby bei Magdeburg wünscht einen Religions-Lehrer, der zugleich Schächter und Vorsänger ist, zu engagiren, der sofort seine Stelle antreten kann. Der jährliche Gehalt ist auf 225 Thlr. festgestellt; außerdem sind auch Nebeneinkünfte mit der Stelle verbunden. Anfragen schleunigst an den Vorsteher E Saalbeim zu richten._ Die vacant werdende Stelle eines Elementarlehrers, Schächters und Vorbeters in der hiesigen Gemeinde soll zu Ostern, eventuell in der Zwischenzeit bis Michaeli d. I. wieder besetzt werden. Die Emolumente betragen 240 Thlr. Gehalt, freie Wohnung und Feuerung excl. Sportel. Bewerber werden hierdurch aufgefordert, ihre Zeugnisse über Befähigung und über moralisch sitttlichen Lebenswandel baldmöglichst dem Vorstande der hiesigen ist. Gemeinde zugehen zu lassen. Elmshorn, Provinz Holstein 9. März 1868. Der Vorstand der israel. Gemeinde. _Im Aufträge: I. A. Levy._ Ein sehr tüchtiger und anerkannter Mann der Universttät (Erzieher ersten Ranges) wünscht in einem feinen Hause Stellung, die ihm bei freier Station wenigstens 80V Thlr. bringt. Derselbe hat in Berlin, London und Paris mit größter Anerkennung gewirkt. Er wäre auch geneigt, sich von einer gebildeten Gemeinde engagiren zu lasten, wo französische und englische Converfation sich verwerthen ließen. Franco-Offerten vr. A. H. Baumgärtners Buchh., Leipzig. Ein junger Mann tPolytechuiker) der in den Realschulgegenständen, in den Anfangsgründen der französischen Sprache und -des Klavierspieles gründlichen Unterricht ertheilen kann und bereits mit gutem Erfolge als Erzieher gewirkt hat, wünscht zu Anfang April dieses Jahres eine Stelle als Hauslehrer zu übernehmen. Offerten gefälligst unter Chiffre H. L. 10 an die Expedition dieses Blattes. 13*