Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 12 (17.3.1868)
- Date
- 1868-03-17
- Page
- Seite 233 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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in ■ Zeit 5 des reiten tehen. : Abmelen. sein, ed. ck. Berlin, 27. December 1867. In dem §. 7 des Prüflings - Reglements vom 12. December v. I. findet, wie ich dem Königlichen Provinzial - Schul - Collegium unter Rückanschluß der Original-Anlage des Berichts vom 6. Februar d. I. eröffne, der Antrag des Dr. N. auf Zulassung zur Ablegung des Probejahres an einer Realschule der dortigen Provinz insofern seine Erledigung, als der rc. N. nach dieser Bestimmung kein Recht hat, seine I Zulassung zum Probejahr an einer christlichen Realschule zu verlangen. Der rc. N. kann vielmehr von Rechts wegen nur die Zulassung zum Probejahr an einer jüdischen Realschule verlangen, deren gegenwärtig bereits zwei in Frankfurt a. M. bestehen und auf welche der rc. N. principaliier zu verweisen sein wird. | Sollte indessen das Königliche Provinzial-Schul-Collegium mit Rücksicht auf die Persönlichkeit des rc. R., seine Gaben und Kenntnisse und sein bisheriges Verhalten in pädagogischer Hinsicht sich geneigt finden, denselben ausnahmsweise und im Weg der Dispensation zur Ablegung des Probejahres bei einer christlichen Realschule der Provinz zu verstatten, so will ich dasselbe hierdurch ermächtigen, eine solche Dispensation von der Vorschrift des Prüfungs-Reglements in diesem besonderen Falle zu ertheilen; nur wünsche ich, daß in diesem Fall nicht die Realschule in N. gewählt werde, damit nicht durch ein zu starkes Andrängen jimb Zulassen jüdischer Lehrer an dieser Anstalt der christliche Charakter derselben verwischt und gefährdet werde, rc. Der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten. von-Mühler. An las Königliche Provinzial-Schul-Collegium zu N. v. 9856. Hamburg, im März (Privatmitth.). Eine Anzahl Juden hat hier einen Verein zur Unterstützung der jenigen einjährigen Freiwilligen lim Militair) aus unserer Gemeinde, die, im Besitz der erforderlichen Kenntnisse, der Mittel entbehren, sich ein Jahr lang m Cquipirung, Beköstigung u. s. w. zu erhalten, gestiftet. — Karl Voigt hat hier Vorlesungen über die Urmenschheit gehalten, die von Juden und Jüdinnen freiester Spielart stark besucht wurden, ihnen aber nicht entschieden grobmaterialistisch genug zu sein schienen. Oesterreichischer Kaiserstaat. Wien, 3. März. (Privatmitth.) Ich habe Ihnen bereits abermals über einen Fortschritt in der gesetzlichen Regelung unserer Verhältnisse zu berichten. Unsere Regierung hat dem Reichstage einen Gesetzentwurf über das Verfahren bei den Eidesablegungen vor Gericht zugewiesen. Sie setzten voraus, daß darin von dem besonderen Judeneide nicht mehr die Rede ist und die Conformität der Eidesleistung für alle Staatsbürger ohne Unterschied der Confession hergestellt wird. So verhält es sich auch. Dennoch fand sich in tz. 3 der Regierungsvorlage eine Bestimmung, welche diese Intention zu vereiteln im Stande war, nach welcher nämlich es dem Richter frei stehen sollte, unter Umständen bei der Eidesleistung der Juden den Rabbiner beizuziehen, während von eventueller Zuziehung eines Geistlichen zum Eide von Christen nicht die Rede ist. Es ist dies offenbar ein Mißtrauensvotum gegen die jüdische Bevölkerung, das durch die bekannte Erfahrung von der Seltenheit eines Meineides unter den Juden widerlegt wird. Bei der Berathung im Ausschüsse des Reichstages wurde denn auch diese Bestimmung gestrichen und der Reichstag wird sicherlich dem Ausschüsse beitreten. Damit wird der Judeneid in Westöstreich verschwunden sein , wie dies auch bald jenseits der Leitha der Fall sein wird. (Bekanntlich war der Eid more judaico schon in der vormärzlichen Zeit in Oestereich sehr gemildert worden, während er in Preußen noch heute in mittelalterlicher Form besteht.) Donaufürsten thümer. Bukarest, 28. Februar. Das „Echo Danubien“ bringt Documente und öffentliche Bekanntmachungen der Regierungsorgane, durch welche bei allen öffentlichen amtlichen Versteigerungen, Licitationen und Submissionen die Juden als Käufer gänzlich ausgeschlossen werden. Das Blatt sagt darüber: „So sind die den Israeliten gegebenen Versprechungen nur leicht gesprochene Worte, denen wir einen heftigen Kämpf ent 12*