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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-03-17 · Heft 12 (17.3.1868) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 12 (17.3.1868)
Date
1868-03-17
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 13. S8t Jahrgang. All g k M k i I c Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner vr Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 17. März 1868. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal Dienstags, in 2 bis ‘21/a Bogen. Preis des Jahrgangs 4 Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Vierteljährig 1 Thlr Inserate werden mit 1L/2 Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs - Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Königl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel r Neue Hülferufe aus Ostpreußen u. Litthauen. Ungarisch-jüdische Notablenversammlung. V. u. VI. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Berlin, Bonn, Hamburg. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien. D onaufürstenthümer: Bukarest. Feuilleton-Beilage r Aus den Papieren eines jüdischen Seelsorgers. — Gallerte von Abgeordneten jüdischen Glaubens. — Notiz. Leitende Artikel. B onn, 8. Marz. Neue Hülferufe aus Ostpreußen und Litthauen. Wir schreiben dies am Morgen des Purimfestes, eines Tages, wo „Licht und Freude, Wonne und Ehre" in den Häusern der Israeliten sein, wo sie an die Freunde Geschenke, an die Bedürftigen Gaben spenden sollen Täglich kommen uns jetzt Aufrufe für die nothleidenden Glaubensgenossen in Ostpreußen und Litthauen zu. Wir können dieselbe« nicht alle zum Abdruck bringen: die Klagen sind dieselben: die außerordentliche Theurung, der Mangel an Erwerb und Verdienst und der hinter dem Hunger lauernde Typhus bringen unsägliches Elend hervor. Jetzt ist das Peßachfest nahe, und die darbenden Juden sehen mit tiefem Kummer demselben entgegen. Wie man uns schreibt, kommt das Pfund der Mazzoth dies Mal in jenen Gegenden auf 6 Sgr., ein für Viele unerschwinglicher Preis! Wir richten daher auch unsererseits an unsere Glaubensgenossen die dringende Bitte, für das bevorstehende Fest ihrer nothleidenden Brüder zu gedenken. Wir halten es für überflüssig, noch viele Worte hinzuzufügen. Es ist des Erschütternden schon genug gesagt worden. Möge die That folgen, möge Niemand, der Uebersluß hat, zurückhalten, davon zu geben, und bedenken, daß es nicht sein Verdienst ist, wenn er ihn hat. Jeder bedenke das schöne Wort im Anfangssatze des Peßachseders: „Jeder Hungrige komme herein und esse mit, jeder Dürftige komme herein und feiere das Fest mit." Ihr könnet dies jetzt in großem Maßstabe ausführen, denn der Hungrigen und Dürftigen ist eine ungeheure Zahl, und sie kommen durch das Wort bewährter Männer. Zu bedauern ist es, daß sich nicht ein wohlorganisirtes Gesammtcomitö gebildet. Zur Empfangnahme und Verkeilung von Gaben sind bereit: der Prediger der Synagogen-Gemeinde zu Memel vr. Rülf, der Rabbiner H. Simon Lindermann in Saal selb in Ostpreußen und das Comitö in Schippenbeil, dessen Aufruf die vor. Nr. dieser Zeitung brachte- Die Redaktion. Ungarisch-jüdische Uotablenversavunlung. V. Neu-Verbaß, 27. Februar. Nachdem das Wahlstatut für den Congreß von der Conferenz endgiltig festgestellt war, wurde der Herr Cultusmmister hiervon in Kenntniß gesetzt, und Se. Exc.

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