Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 3 (14.1.1868)
- Date
- 1868-01-14
- Page
- Seite 54 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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ein vom Ministerium herabgelangter Proceßakt zur Besprechung. Ein Israelit hatte nämlich gegen einen Bezirksstuhlrichter einen Proceß eingeleitet. Dieser gab nun in seiner Vertheidigungsschrift den Namen des Klägers immer mit „Zsidö“ (Jude) wieder, was den Obergespan Lad. von Jankovitsch veranlaßte, demselben eine scharfe Rüge zu ertheilen, da im Sümeger Comitat Gleichheit der Religionen herrsche. Zugleich ermahnte er, mit derartigen Ausdrücken keinen Spott und Hohn zu treiben. Zahlreiche Eljen's im Saale und auf den Gallerien lohnten den freisinnigen Obergespan. — Der Pester israel. Frauenverein erichtete ein Mädchenwaisenhaus, dessen Eröffnung namentlich die nunmehr verstorbene Frau Babette Pollak in Pest durch ihre diesem Zwecke gewidmete großmüthige Spende im Betrage von 10,000 Gulden ö. W. beschleunigte. In demselben sind vorläufig 12 Waisenmädchen untergebracht. Der „Len Chananja,“ diese seit 10 Jahren bestehende Zeitschrift, hat mit dem Ende von 1867 zu erscheinen aufgehört. An dessen Statt wird der gelehrte Herausgeber desselben, Oberrabbiner L ö w zu Szegedin, wissenschaftliche Jahrbücher ediren. Das erste derselben soll vor dem nächsten Wochenfeste erscheinen. Das Unternehmen verdient seitens aller gebildeten Israeliten unterstützt zu werden. In Pest wird gegenwärtig über den Bau einer neuen Synagoge für die Orthodoxen eifrig berathen. Gegen 200,000 Gulden sind zu diesem Zwecke bereits gezeichnet. S. Blum. Anzeigen. Vaeanz. Die hiesige Synagogen-Gemeinde sucht zum I. April d. I. einen Lehrer, am liebsten einen solchen, welcher das Casseler Seminar besuchte und hat derselbe zugleich das Amt eines Norbeters und Schächters zu übernehmen. Als Gehalt sind bei freier Wohnung und Heizung 200 Thlr. festgesetzt. Durch bedeutende Nebensporteln, auch Privat-Unterricht, kann sich das Einkommen bedeutend erhöhen. Qualificirte Bewerber wollen sich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse an den Syuagogen-Vorstand baldigst melden. Gehrden b. Hannover, den 1. Januar 1868. Die Synagogen-Gemeinde zu Hornburg (Kreis Halberstadt) sucht einen verheiratheten jungen Mann, der das Amt eines Vorbeters und Schächters versteht. Das Jahrgehalt beträgt nebst freier Wohnung 150 Thlr. Qualisicirte Bewerber wollen sich frc. an den Vorstand wenden. Die Gemeinde Anschi Chesed dahier, sucht einen Chasan auf die Dauer von 2 Jahren mit dem Gehalte von 2000 Dollars. Derselbe muß einen tadellosen moralischen Charakter besitzen, tüchtig musikalisch gebildet, im Stande sein, das Chor zu unterrichten unv zu leiten, sowie den Gottesdienst mit Orgelbegleitung und Chor vortragen zu können. Anmeldungen und Zeugnisse sind spätestens bis zum 28. April 1868 einzureichen bei Herrn S. Schuster, President, Nr. 69 Avenue 0. New-Aork. Zu sofort oder zum 1. April 1868 ist in hiesiger Gemeinde die Stelle eines unverheiratheten Religionslehrers, Borbeters und Schächters vacant, und wollen hierauf Reflektirende sich in Franco-Briefen an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Gehalt bei freier Wohnung 280 Thlr. Fixum, sowie die Nebensporteln der Schechita. Der hiesige Ort bietet befähigten Leuten Gelegenheit, Privatunterricht in fremden Sprachen u. s. w. zu ertheilen. Ludwigslust, d. 26. Decbr. 1867. Der Vorstand der israel. Gemeinde. Die Lehrerstelle an der jüdischen Gemeinde-Confessionsschule zu Hoppstädten soll mit dem I. April k. I. neu besetzt werden. Mit derselben ist ein festes Gehalt von 160 Thlr. nebst freier Dienstwohnung mit Garten und Feuerung oder einer entsprechenden Entschädigung in baarem Gelde, sowie Anspruch ans demnächstige Alterszulage und Pension verbunden. Bewerber wollen ihre Gesuche unter Beischluß von Zeugnissen über Befähigung und sittliche Führung bis zum 10. Febr. k. I. bei der Unterzeichneten Behörde einreichen Bemerkt wird, daß die Synagogengemeinde beabsichtigt, dem anzustellenden Lehrer den Dienst eines Vorbeters und Chorleiters in der Synagoge zu Hoppstädten gegen eine Vergütung von 90 Thlr. jährlich und den Bezug einiger Kasual-Gebühren zu übertragen, wenn derselbe die Befähigung zur Uebernahme dieser Functionen besitzt. Birkenfeld, den 16. Decbr. >567. Großherzoglich Oldenburgische Regierung des Fürstenthums Birkenfeld. Arstnoke. Annonce« Zum 1. Juni d. I. wird die hiesige Schächter- und Cantorstelle, verbunden mit einem Gehalte von 200 Thlr. und freier Amtswohnung excl. Nebeneinkommen von ca. 150 Thlr., vacant. Qualificirte Bewerber, die auch N-np 'bru sind, wollen portofrei ihre Zeugnisse an Unterzeichneten Vorsteher einschicken. Reisekosten werden nicht erstattet. Schmiegel, Grherzgth. Posen, im Jan. 1868. Der Synagogen-Vorsteher. Jacob Hamburger. T Jahre Genie R terrich schen terrich für di B A Lehrei 350! £ sendur P F gionsi sucht. 1. M Borste B eines d. I. D oder A jährlü H Briefe sen a Ei Jahre Rabbi lischen Unter' ger is fort i higkeit Gemei Predic unter E Unter men, 250! beförd