Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1867)
- Date
- 1867-12-17
- Page
- Seite 1024 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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1024 Eine geprüfte Erzieherin, die in den modernen Sprachen, der Musik und den Schulwifsenschaften unterrichtet, sucht zum Januar 1868 ein neues Engagement in einem gebildeten israelitischen Hause. Gute Zeugnisse sinv vorhanden. Offerten werden erbeten, verlängerte Wasserthorstr. 23 bei Herrn Hermann Großmann in Berlin._ Ein junges Mädchen, mosaischen Glaubens, die in der Wirthschaft gut erfahren ist, sucht baldmöglichst eine ihren Leistungen angemessene Stellung, wo sie entweder der Hausfrau zur Hand gehen, oder die Wirthschaft selbständig leiten kann. Gest. Offerten beliebe man unter ll. .1. # 60 der Hinstorsf'schen Hofbuchhandlung, Ludwigslust, zukommen zu lassen. Heiraths-Antrag. Ein junger Mann, 29 Jahre alt, vermögend und von hübschem Aeußeren, wünscht eine junge, hübsche und gebildete Dame nach einer großen Stadt Amerika's zu heirathen, Mitgift und Aussteuer wird keine verlangt. Reflektirende wollen nebst Zuschrift ihre Photograsie beilegen, und wird auf Verlangen die Photograsie zurückgesendet, und Näheres mitgetheilt. Discretion auf Ehrenwort. Adresse A. H. Nr. 36 an die Exped. d. Bl. Ein in Norddeutschland fungirender Lehrer, der eine gute Stelle hat, wünscht sich zu verheirathen und sucht deshalb, da es ihm an Damenbekanntschaften fehlt, eine treue Lebensgefährtin, die ein disponibles Vermögen von 600—1000 Thlr., so wie auch tüchtige Schulbildung und Religiosität besitzt. Geehrte, hierauf refl. junge Damen oder deren Wern belieben ihre Adresse vertrauensvoll unter Chiffre 8. 8. in der Exped. d. Bl. niederzulegen. Strengste Discretion wird zugesichert und verlangt. Abraham Herzberg, -nun Fleischwaarenhandlung, Rosen-Str. 29 in Berlin, unter Aufsicht des Rabvinats, empfiehlt zu den billigsten Preisen alle Arten von rohen und gekochten Fleischsorten, so wie Schlack-, Leber-, Gänse- und Knoblauchswurst, Roulade, Pöckel- und Rauchfleisch, Spickzänse, Keulen und Gänseschmalz. Hausuud Geschäfts-Verkauf in Beeskow. Mein seit 50 Jahren hier bestehendes Manufactur-, Tuch- und Kurzwaaren-Geschäft nebst Wohnhaus will ich verkaufen. Auf frankirte Anfragen zu jeder Auskunft gern bereit Meyer Joseph. Firma: S. Marcus & Joseph. Anzeige. Bei Gefertigtem sind stets in größter Auswahl vorräthig: "n?a3 “nasnn nm?» nai« y'b'En, min nso zu den möglichst billigen Preisen. M« E. Löwy's Sohn, Buchhandlung in Pest in Ungarn. Israelitische Gebetbücher. Ein bedeutender Verlag israelitischer Gebetbücher (Tephilath Israel, Machsor, zum Theil mit deutscher Üebersetzung) soll mit Verlagsrecht, den Stereotypplatten und den Vorräthen zu annehmbaren Preisen, entweder im Ganzen oder in einzelnen Werken verkauft werden. Zahlungsfähige Reflectanten belieben sich deshalb unter Chiffre?. 211 franco an Herrn H. Engler's Annoncenbureau in Leipzig zu wenden. Die Commanditisten der Gesellschaft „I a 1 m u d“ Commandit-Gesellschaft auf Actien C. Caöpary, H. Theodor, werden zum Zwecke der Wahl eines Mitgliedes des Aufsichtsraths an Stelle des ausgeschiedenen Herrn H. Lehmann in Berlin zu einer außerordentlichen Generalversammlung auf den 7. Januar 1868 Nachmittags 6 Uhr im Gesellschafts-Bureau des „Islmuck" eingeladen. Berlin, 4. Decbr. 1867. In Stellvertretung Der Aufsichtsrath A. Salomon. Heinrich Philippfon.! Ausruf zur «Hilfe! Ein schon hochbetagter Amtsgenoffe hatte vor Kurzem das Unglück, seinem Schwiegersohn, einen Goldschmied, nach längerem Augenleiden, zu dessen Heilung vergebens die renommirtesten Augenärzte ausgesucht wurden, erblindet zu sehen. Ihm obliegt nun die schwere Sorge, seiner vom Schicksal hart geprüften Tochter einen Erwerbszwcig zu verschaffen, um sich und die Ihrigen zu ernähren. Zu diesem Behufe beabsichtigt sie, Hebamme zu werden. Es fehlen jedoch die nöthigen Mittel, die mit der Vorbereitung zu diesem Berufe erforderlich sind. Der Vater selbst hat bereits während der Leidenszeit des nun Erblindeten sein Letztes hingegeben. Er wendet sich daher durch mich an die Herzen aller Menschenfreunde, besonders aber an seine Coltegen mit der dringenden Bitte um baldige Unterstützung zur Ausführung dieses Planes. Jede Gabe, die hierzu verabreicht wird, ist ein Lichtstrahl, der das finstere Geschick einer untergehenden Familie wieder zu erhellen vermag, und wird daher mit Dank angenommen. Außer mir sind zur Annahme von Beiträgen noch bereit die Herren Cantoren Frank in Königsberg und Abel in Dessau. Schwerin, in Mecklenburg, d. 18. Nov. 1867. H. Kleimenhagen, Religionslehrer. Gern unterstütze ich obigen Aufruf durch meine Fürsprache, möge dieselbe dazu beitragen milde Herzen und Hände zu öffnen, daß die neue Eristenz gegründet werde. vr. Salomon Cohn, Landesrabbiner. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld« Verantwortlicher Redakteur Dr. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 51.