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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-12-17 · Heft 51 (17.12.1867) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 51 (17.12.1867)
Date
1867-12-17
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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31. Jahrgang M 51 A l l g e m c i « c Zeitung -es Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner vr. Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 17. December 1867. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in 2 bis 21/2 Bogen. Preis des Jahrgangs 4 Thlr. Halbjährig 2Thlr. Vierteljährig I Thlr. Inserate werden mit 1 V2 Ngr. für die Petitzeile ober deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Königl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau hier unterzogen. Mit dem Januar 1868 beginnt die „Allgemeine Zeitung des Judenthums" ihren 32. Jahrgang, und ersuchen wir um baldigste Bestellung, damit in der Zusendung kein Aufenthalt eintrete. Die Redaktion wird sich bemühen, der Zeitung fort und fort den gediegensten Inhalt zu geben. Im Feuilleton wird schon in den ersten Nummern eine anziehende Novelle Platz finden. Leipzig. Baumgartners Buchhandlung. Inhalt. Leitende Artikel, r Das Papstthum. — Skizzen laus Holland. VIII. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Birnbaum, Cassel, Schwerin, Bayreuth. Oesterreichischer Kaiserstaut: Wien, Pest. D o n a u sü r st e n th ü me r: Bukarest. Rußland: Warschau, Mitau, Aus Lithauen, Grevenbroich. Feuilleton - Beilage r Galtene von Abgeordneten jüdischen Glaubens. — Einbruchsdiebstahl im Tempel der jüdischtürkischen Gemeinde zu Wien. Leitende Artikel. Bonn, 8. December. Das Mapstthuin. Ein judenfeindliches Blatt, welches uns und unseren Auslassungen zu folgen Pflegt, fordert uns auf: doch einmal klar und bestimmt zu sagen, was wir von dem Papstthum halten, und von welchem Gesichtspunkte wir daher die neuerlichen Bewegungen gegen dasselbe betrachten? Wir wollen nicht untersuchen, welche Absicht diese Fragestellung habe? Wir wollen die Antwort nicht schuldig bleiben, uns aber nicht verleiten lassen, die Sache anders als vom objektiven historischen Standpunkt aus zu behandeln. Den großen geschichtlichen Erschein im gen gegenüber, zu denen das Papstthum sicherlich gehört, halten wir an der Ueberzengung fest, daß, mögen sie des Jrrthums und der Schädlichkeit für die Menschheit und die menschliche Gesellschaft aus der Perspektive des Allgemeinmenschlichen noch so viel enthalten, jede derselben dennoch für eine bestimmte Zeit und bestimmte Verhältnisse großen Nutzen, ja eine gewisse Nothwendigkeit enthielt. Je mehr freilich die Zeit und die Verhältnisse sich veränderten, desto mehr schwächte sich dieser Nutzen ab, desto schärfer traten die Schäden hervor, desto drückender wurde die Bürde ihres Bestandes. Jenes bewirkte ihren Bestand, dieses rief den Kampf gegen sie hervor und verschaffte ihm zuletzt den Sieg trotz der großen Wucht des geschichtlich Erwachsenen und Bestehenden. Wir beabsichtigen daher durchaus nicht, hier die Motive zu untersuchen, aus denen das Papstthum hervorgegangen, die seinen Werth oder Unwerth bildeten und bilden; wir wollen es weder von dem allge-

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