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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-10-08 · Heft 41 (8.10.1867) · p. Seite 821

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 41 (8.10.1867)
Date
1867-10-08
Page
Seite 821 (sequence 13)
Language
German
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hen würde. Auch R. Nissin hat zur angeführten Stelle den scheinbaren Widerspruch so gelöst, überhaupt die ganze Streitfrage richtig aufgefaßt. — Eben so begreift Josef Alb o in Jkarim (Buch 3, Cap. 16) trotz alles Schwankens und Hin- und Herdeutens das Sachverhältniß ziemlich richtig, pflichtet auch der Majorität der Talmudisten bei, welche die samaritanische für die echt hebräische und unsere heutige Schrift für die assyrische halten. Um so mehr ist zu bedauern, daß Jakob Jbn Chabib in seinem Commentar zu En Jakob (Megila 2) die ganze Streitfrage umkehrt und willkührlich annimmt, alle Streitenden im Talmud stimmten in der Gleichheit unsrer Schrift mit jener auf den Gesetzestafeln überein, daß er in Folge dieser Annahme die Aussprüche der Tanaim gegen den einfachen Wortlaut deutet und auslegt, und daß er mit dieser seiner Deutelei gegen Albo zu Felde zieht. — Auch Maimonides in seinem Commentar zu Jadajim (Cap. 4, Mischna 5) erklärt, ^23-' ans gleich isy ins sei die bei den Samaritanern gebräuchliche Schrift; unsre jedoch wie die der Gesetzestafeln werde assyrische genannt wegen ihrer Vortrefflichkeit und Vorzüglichkeit, wie wir „Sie (die Hebräer) haben auch den nnaussprecklichen vierbuchstabigen Namen, welcher auf dem goldenen Stirnblatte des Hohenpriesters geschrieben war, und auch'dieser wird beiden Griechen „Kyrios" genannt. Auch in den sorgfältig abgefaßten hebräischen Handschriften ist er mitden alten Buchstaben geschrieben, aber nicht mit den jetzigen. Denn man sagt, Esra habe nach der Gefangenschaft sich anderer bedient." Sextus Julius Africanus, der mit Origenes in einer Zeit gelebt, schreibt in seiner Chronographie, die „Der alte samaritanische, mit anderen Buchstaben geschriebene Text wird selbst nach dem eigenen Geständnisse der Hebräer für die ächte erste Urschrift gehal- M." — Eusebius Chronik« Olympias 80: „Esra war der kundigste Lehrer des göttlichen Gesetzes, und der berühmteste aller Juden, die aus der Gefangenschaft nach Judäa zurückgekehrt. Es wird versichert, er habe die göttlichen Schriften aus dem Gedächtnisse zusammengestellt, und habe, damit sie nicht mit den samaritanischen vermischt würden, die jüdischen Buchstaben vertauscht." — Hieronymus Praef. in Samuel et Melachim. Gen. 30, 13 lesen: „mss •'di-uün 'd ■nasu Zu meinem Preise preisen mich die Töchter." Erhält sich also an die Minorität der Talmudisten, namentlich an Rabbi, sucht jedoch nicht eine Uebereinstimmung unter ihnen anzunehmen, die dem einzelnen Wortlaute vollständig widerstrebt. — Auch As a r i a de Rossi im Meor Enajim Cap. 56 und 58 nähert sich zum Theil der Wahrheit, fürchtet sich jedoch eine Entscheidung über die sich entgegenstehenden Meinungen auszusprechen, und scheut sich selbst unumwunden zu bekennen, daß viele Talmudisten der Ansicht gehuldigt, die zehn Worte wären in samaritanischer Schrift auf die Gesetzestafeln eingegraben gewesen. Dreist und scharf hingegen tritt R. Jakob Emden auf im Migdol Os S. 330, verwirft nicht nur diese ihm mißfällige Ansicht, sondern behauptet steif und fest, die Talmudisten stimmten Alle überein, daß die zehn Worte nur in assyrischer Schrift auf den Bundestafeln ausgehauen waren. Bgl. Mose Alaschkar G. 74. Sebachim 62". — Auch die Kirchenväter haben von ihren jüd. Zeitgenossen die allgemein verbreitete Ansicht vernommen, daß Esra die assyrische Schrift anstatt der alten hebräischen zuerst eingeführt. Orig. T. II. p. 94. een de nag uvroig y.ui to avexipwvrjTov tstquyQajijtarov, bntQ eni rov %qvgov ntja'kov rov uqxieQewg eyeyQanro, v.vQtog de xai tovto tiuq cEllr]Giv excpwveirat. Kai ev rotg uv.Qißeei zwv dvii'/Qucpiw 4Eßqutxoig uq/uioig yQuj.ij.iaai yeyqanTai, all* ovxi roig vvv. Qaoi yaQ rov Eadqav eriQoig XJJVjOaoSai ftera rtjv alxfiahaaiav. [verloren gegangen, Folgendes, das von Syncellus in der Chronographie S. 83 angeführt wird: to EajiuQeiTwv aQxaiorarov xai xaQaxTVQat dtulluxTov, 6 xai älrjd-eg elvat xai nQiozov, 4Eßqaioi xad-ojtoloyovciv. Fuit autem Esras eruditissimus legis divinae et clarus omnium Judaeorum magister, qui de captivitate regressi fuerant in Judaeam. Affirmaturque divinas scripturas memoriter condidisse, et ut Samaritanis non miscerentur, litleras Judaicas commu lasse.

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