Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 36 (3.9.1867)
- Date
- 1867-09-03
- Page
- Seite 720 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3226581-3226618--25299-3260795- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
720 Conferenz, bie nach Beschluß in Dortmund stattfinden sollte, die Besprechung einzelner Theile des Oppenheimschen Referats, sowie des auch auf die Tagesordnung der diesjährigen Conferenz gesetzten Referats des Herrn Lewinger: „lieber das Maß und die Art des Religionsunterrichts, den solche Schüler erhalten sollen, die nicht ständig die jüdische Schule besuchen," das vom Ref. vorgetragen, wegen Zeitmangels aber nicht zur Besprechung kommen konnte, zu setzen. Auf der diesjährigen Conferenz, wie aus allen früheren, machte sich der Uebelstand geltend, daß es der Versammlung an einer bestimmten Geschäftsordnung fehle, die vielfach zur Vereinfachung der Verhandlungen und zur Ersparniß von Zeit führen könnte. Die Versammlung beschloß, eine Commision zur Ausarbeitung einer solchen zu wählen und wurden in diese gewählt: Kronenberg in Gesecke, Mandel in Lippstadt, Wolfsdorf in Erwitte, Neustädter in Hovestadt. — College Katz aus Brilon machte der Conferenz nach Schluß der Verhandlungen die Mittheilung, daß er beabsichtige, die sämmtlicher Festtage, in Noten gesetzt, in einem halben Jahre heraus zu geben. Dieses Werk wird gewiß Manchem willkommen sein, und sind wir der festen Ueberzeugung, daß Herr Katz, der als , tüchtiger Musiker bekannt ist, etwas Gediegenes liefern wird. Mit Befriedigung konnten die Theilnehmer der Conferenz auf die Tage zurückblicken, an denen sie in collegialischer Gemeinschaft und Verbrüderung für ihre heiligsten Interessen gewirkt hatten, und es ist gewiß keiner von ihr geschieden, der nicht neue Gedanken und Anschauungen erhalten hätte, dessen Herz nicht von neuer Liebe für feinen Beruf erwärmt wäre und der sich nicht lebhaft als Glied eines großen Ganzen gefühlt hätte! Neustaedter, Protokollführer. Anzeigen. Die hiesige israelitische Gemeinde sucht zum 30. Oktober d. I. einen von» Landrabbinat approbirten unverheiratheten Religionslehrer, Vorbeter und Schächter. Bei freier Wohnung, Beköstigung und Aufwartung ist das Gehalt 150 Thlr. bis 200 Thlr. je nach den Leistungen des Lehrers; außerdem sind die Nebeneinkünfte für Schechita zwischen 50 und 60 Thlr. zu schätzen. Qualisicirte Bewerber wollen sich unter portofreier Einreichung ihrer Zeugnisse baldigst bei uns melden. Malchow in Mecklbg. Schwerin, d. 24. Mai 1567. Der Vorstand. Bekanntmachung. Die Gemeinde Shaari Zedek in Äew-Aork wünscht einen Prediger anzustellen, der auch als Cantor fungiren kann. Geneigte Bewerber wollen daher Zeugniffe nebst Belegen über religiösen Lebenswandel an den Präsidenten der Gemeinde Herrn Ephraim Japha Nr. 103. Readestreet New-Uork sofort einsenden. Fixirt. Gehalt: Zweitausend Dollars jährlich und Nebeneinkünfte damit verbunden. Ritus: Minhag Polen. Reisekosten werden nur nach abgelegter Probe oder erfolgter Anstellung erstattet, und nur frankirte Briefe werden angenommen. Im Aufträge des Vorstandes S. Latz, Sekretair. Zum l. November, d. I. sucht die Gemeinde Hoya einen geprüften Elementar-Lehrer, der zugleich Borbeter und wnrw ist, und einen Chor leiten kann. Fester Gehalt 250 Thlr. nebst freier Wohnung, und nicht unbedeutenden Nebeneinkünften. Reflectanten wollen sich unter portofreier Einreichung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten wenden. Hoya, (Provinz Hannover) Aug. 1867. E. D. Elias, Vorsteher. In der hiesigen Gemeinde ist die Stelle eines Cantors, der das Einüben und Dirigiren eines Chors gründlich versteht, und auch als Schächter approbirt sein muß, sofort zu besetzen. Bewerber um diese Stelle, für die vorläufig ein fixer Gehalt von 250 Gulden und ein Nebeneinkommeen von ebensoviel zugesichert wird, wollen baldigst ihre Zeugnisse, die die Kenntnisse sowohl, als auch den moralischen und religiösen Lebenswandel der Petenten bekunden sollen an den Unterzeichneten Gemeindevorstand einsenden. Als sehr beachtenswerth erwähnen wir noch, daß der Acceptirte fein Einkommen durch musikalischen Unterricht in hiesiger Stadt noch bedeutend vergrößern könnte. Dürkheim, (Rhein-Pfalz im August 1867. David Mayer. Die Stelle eines Elementarlehrers, Borbeters und Schächters bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde soll, da der bisherige Lehrer in Pension getreten ist, sofort besetzt werden. Dieselbe trägt 300 bis 350 Thlr. Cour, ein, wird sich aber nach Auflösung des Pensionsverhältnisscs um mehr als 100 Thlr. verbessern. Diejenigen, welche einen geregelten Gottesdienst und deutsche Vorträge zu halten im Stande sind, haben den Vorzug. Unverheirathete Bewerber wollen ihre Meldungen und Zeugnisse an dem Unterzeichneten franco eiusenden. Nienburg, Prov. Hannover, d. 22. Aug. 1807. Der Gemeinde-Vorsteher. Jonas Valentin.