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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-08-27 · Heft 35 (27.8.1867) · p. Seite 703

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 35 (27.8.1867)
Date
1867-08-27
Page
Seite 703 (sequence 11)
Language
German
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703 Die Uritenichtsanstakt der isr. Religronsgesellschaft zu Frankfurt a. M. ist von Königl. Regierung als Realschule II anerkannt worden, demzufolge junge Leute die diese Schule besucht, zum einjährigen Dienste ohne Examen zugelassen. Knaben, welche diese Anstalt besuchen, finden eine streng-religiöse Erziehung, gewissenhafte Beaufsichtigung und bestmögliche geistige und körperliche Pflege in der penftons^ Anstalt von M. I. Löwenthal, Mainstr. 4. Pensionat für israelitische Knaben. Nachdem allhier statt des bisherigen Progymnasiums die Gründung einer Realschule I. Ordnung nach Preußischem Muster beschlossen ist und bereits vorzügliche Lehrkräfte gewonnen sind, — wodurch s. Z. den Schülern schon eventuell nach Absolvirung eines halbjährigen Cursus der Secunda die Berechtigung zum „einjährigen freiwilligen Militärdienst" gesichert ist, — so habe ich mich entschlossen ein Pensionat für israelitische Knaben einzurichten, und ersuche die darauf reflectirenden geehrten Eltern ganz ergebenst, geneigte Anmeldungen recht bald an mich erfolgen lassen zu wollen. Es wird allezeit mein ganzes Bestreben sein, den mir anvertrauten Zöglingen durch liebevolle Behandlung und gewissenhafte Ueberwachung der körperlichen und geistigen Pflege das elterliche Haus zu ersetzen. Die gesunde Lage der hiesigen Stadt in schönster Gegend des südwestlichen Harzes möchte annoch meinem Pensionat großen Vorzug gewähren. Die Pensionspreise werden nach Billigkeit berechnet. D. B. Warenheim Religionslehrer der israel. Gemeinde tu Osterode am Harz. Frau Therese Gionarr s Penstons- und Erstehungs-Institut für Töchter mos. Glaubens in Berlin, Neue Königsstraße 67. Die seit vielen Jahren bestehende Anstalt, deren Ruf ihr Zöglinge aus dem Auslande und den verschiedensten Staaten Deutschlands zuführt, ist in steigender Blüthe, daß sie sich wieder au Räumlichkeiten und Lehrkräften vergrößern muß. — Bei dieser Gelegenheit finden noch Zöglinge jeden Alters zum October Aufnahme. — Unterricht in allen Wissenschaften, Sprachen, Musik rc. von bedeutendsten Lehrkräften der Residenz. — Häuslichkeit streng jüdischer Ritus. — Honorar mäßig. Gütige Auskunft geben gern die Herren: Rabbiner Dr. Zoel, Breslau. Banguier L. Guttentag, Breslau. Banquier N Heisst & Co., Berlin. Prediger I)r. Gebhard, Bromberg. Hermann Weinberg & Co., Danzig. M. Breslauer, Posen. Deutsches Musik-Institut für jüdische Cantoren und Lehrer. Anmeldungen täglich Friedrich Wilhelmstr. 74 B. Breslau _Cantor Deutsch. Hotel Ulmann, nao Allerheiligenslr. 89 Frankfurt a'H. Allerhciligenstr. 89. Hiermit zeige ergebenst an, daß ich am Dienstag den 13. d. Mts., meinen in Mitte der Stadt gelegenen Gasthof eröffnet habe. Derselbe enthält nebst einigen Speisesälen, 30 mit allem Comfort eingerichtete Zimmer, und hoffe ich auch durch gute Speisen und reelle Bedienung das Zutrauen aller mich beehrenden Gäste zu erwerben. Nähere Auskunft wird Herr Rabbiner Hirsch dahier bereitwilligst erlheilen.___ Cichorien mr-irn diiü Da es in jüngster Zeit bekannt geworden, daß bei Verarbeitung der Cichorie Schweinefett benutzt wird, und in Folge dessen viele israelitische Familien sich dieses sonst beliebten Surrogates enthalten müssen, so liegt es im Interesse des Publimms, dasselbe auf eine Fabrik aufmerksam zu machen, deren Besitzer, ein streng religiöser Jehudi, mit der größten Sorgfalt darüber wacht, daß sein Fabrikat von jeder religiös unzulässigen Beimischung frei bleibt. Es ist dieses die Fabrik des Herrn Wilhelm Goldschmidt zu Berlin, Linienstr. 112. Die Herren Rabbiner Rosenstein zu Berlin, Oberlandesrabbiner Tiktin zu Breslau, Löwenstamm und Plessner zu Posen, lu . Auerbach zu Halberstadt, Dr. Lehmann zu Mainz, Hirsch Kalischer zu Thorn und Israel Levi zu Kutno sind bereit das Obengesagte zu bestätigen. Nachdem in hiesiger Synagoge Gaseinrichtung getroffen wird, sollen die im Jahre 1845 beim Bau der Synagoge erst neu beschafften 3 größern und 9 kleinen Kronleuchter, sowie 10 Wandleuchter, sämmtlich von Holzbronee, sofort verkauft werden. Indem wir darauf Reflectirende ersuchen sich an uns zu wenden, bemerken wir, daß die Leuchter bis zu Anfangs Sept. c. in der Synagoge zur Ansicht aufgestellt bleiben. Nordhausen, 18. August 1807. Der Vorstand der Synagogen-Geineinde. Wegen Einrichtung von Gas in der hiesigen großen Synagoge sollen die darin befindlich gewesenen 45 messingenen Hängeleuchter, die sich größtentheils in gutem Zustande befinden, zusammen oder einzeln verkauft werden. Hierauf Reflectirende wollen sich baldigst an den Rendanten der Gemeinde Herrn Sosnowski wenden. Lissa Pr. Posen, den 19. August 1867. Der Cultus-Vorstand der Synagogen-Gemeinde.

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