Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 27 (2.7.1867)
- Date
- 1867-07-02
- Page
- Seite 544 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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544 Geschäfts- und Hausverkauf. Ich beabsichtige mein Tuch- und Manufactur-Waaren- Geschäft, das ich seit vierzig Jahren mit gutem Erfolg betrieben, nebst Wohnhaus, in bester Lage belegen, auf Verlangen auch das Haus allein, zu verkaufen. Peine, Juni 1867._Eduard Blanck. Cichorien-Cassee welchem keinerlei Fett beigefetzt ist, wie dies in Folge veränderter Fabrikationsweise in allen Fabriken fast immer zu geschehen pflegt, habe ich unter bewährt jüdischer Aufsicht in einer der besten hiesigen Fabriken in vorzüglicher O.ualität «Pfauen-Caffee) anfertigen lassen und empfehle denselben zu dem für diese Sorte üblichen Fabrikpreise zu geneigter Abnahlne. Jacob Strauß Sohn, in Heilbronn a/N. Der Unterzeichnete erklärt hiermit, daß Herr I. Strauß Sohn hier, diese von mir unter Aufsicht eines Israeliten fabricirten Cichorien ebenso billig erlassen wird, als wenn sie von mir direct bezogen würden; daß aber deren Niederlage Herrn Strauß einzig deshalb überlassen wurde, um eine religiöse Controle führen und Verwechselungen unmöglich machen zu können. Heilbronn, den 20. Juli 1867. Emil Seelig, Cichorien - Fabrikant. Ich suche sämmtliche „Schriften des Instituts zur Förderung der israel. Literatur" für einen entsprechenden Preis. Frankirte Offerten zu adressiren an Nathan Jacobsohn Weikersheim, Würtemberg. Bei G. D. Bädeker iu Essen wird in einigen Wochen erscheinen: H aester's Lehr- und Lesebuch oder die Vaterlands- und Weltkunde für die Oberklassen der Volksschule. Für israelitische Schulen bearbeitet von vr. Emanuel Hecht. (Nach den Ereignissen des Jahres 1866 umgearbeite, berichtigte) dritte (Stereotyp)-Aussage. Ungeb. 16 Sgr. Herr Marx Herrmann Günzburger in Hegenheim (Elsaß) hat eine Agentur übernommen. Das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur. Bei Adolf Cohn Verlag und Antiquariat (früher W. Adolf L Co.) in Berlin, Dorotheenstr. 57, ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kochbuch für israelitische Frauen von kedeeka Wolf geh. Heinemann. Nebst vollständiger Speisekarte und Hausapotheke, Anweisung zur Führung einer religiös jüdischen Haushaltung. Vierte verb. Auss. — Preis : geh. 1 Thlr. Sauber geb. I1/4 Thlr. Bewerbung um das bei der Königl. Gewerbe-Akademie zu Berlin bestehende Stipendium der Benny- Burchardt'schen Eheleute zu Landsberg a. W. Das von den Benny-BurchartdAschen Eheleuten zu Landsberg a. W. bei der Königlichen Gewerbe-Akademie zu Berlin gestiftete Stipendium, bestehend aus den jährlichen Zinsen von vier Königlich-preußischen Staats- Anleihe-Scheinen des Jahres 1856 ü 1000 Thlr. für junge Leute jüdischen Glaubens, welche die Anstalt zu ihrer Ausbildung als Techniker besuchen und sich in bedürftiger Lage befinden, wird am Schlüsse des Sommer-Semesters d. I. erledigt und soll vom 1. Oktober d. I. ab wieder verliehen werden. Die Verleihung erfolgt am 25. Januar k. I. von dem Königl. Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten auf den Vorschlag des Direktors der Königlichen Gewerbe-Akademie der Art, daß der Genuß desselben mit dem 1. Oktober des vorhergehenden Jahres beginnt. Bei der Bewerbung haben Diejenigen den Vorzug, welche mit dem Stifter oder dessen Ehefrau dem Grade nach am nächsten verwandt sind. Bei dem Mangel an verwandten Bewerbern haben diejenigen den Vorzug, welche zur Zeit der Bewerbung ihren Wohnsitz in Landsberg a. W. und falls auch solche nicht vorhanden sind, diejenigen, welche in Sonnenburg ihren Wohnsitz haben. Fehlt es an solchen Bewerbern, so entscheidet die größere Bedürftigkeit, sowie die bessere Qualifikation und moralische Führung. Die Bewerber um das vorgenannte Stipendium können sich von jetzt an melden, wenn sie den nachstehend verzeichneten Aufnahme-Bedingungen genügen: 1) der Bewerber muß wenigstens 17 und darf höchstens 27 Jahre alt sein; 2) er hat nachzuweisen, daß er entweder bei einer zu Entlassungsprüfungen berechtigten Provinzial-Gewerbeschule oder Realschule oder bei einem Gymnasium das Zeugniß der Reife erlangt hat. Die Bewerbung ist frankirt bei dem Unterzeichneten bis spätestens den 1. September d. I. schriftlich einzureichen und muß von folgenden Attesten begleitet sein: a. dem Geburtsschein des Bewerbers; b. dem Zeugniß der Reife; e. einem Führungsattest der Ortsbehörde; ü. einem Bedürftigkeitsattest derselben. Berlin, den 11. Juni 1867. Der Geheime Ober-Baurath und Direktor der Königlichen Gewerbe-Akademie. Nottebohm. Verlag von Baumgartner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hrrschfeld. Verantwortlicher Redakteur L-r. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 27.