Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 27 (2.7.1867)
- Date
- 1867-07-02
- Page
- Seite 541 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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541 Correfpondenz. Lehrerconferen^. Harburg im Juni. Die Conferenz der israel. Lehrer im 'ehemaligen Königreiche Hannover hat am >2. d. in Hildesheim getagt. Es hatten sich 22 Collegen persönlich ein gefunden, 12 vertreten lassen, so daß der Verein -jetzt 34 Mitglieder zählt. Von der durch Circulair des Vorsitzenden Fleischhacker bekannt gemachten Tagesordnung mußte der zweite Punkt: „Ueber Schul-;ucht" ausfallen, da der Referent, Sommer (Verden), wegen Krankheit nicht zur Versammlung erscheinen konnte. Auch Punkt 3: „Ueber etwaige Schritte zur Erhaltung der definitiven Anstellung," da man diese noch nicht gefährdet glaubte, strich man; so blieb nur Punkt 1 übrig: „Welcher Unterstützungs-Casse wollen wir uns gemeinschaftlich anschließen, resp. welche begründen?" Nach einer fast 4stündigen Debatte, an welcher sich auch die als Ehrengäste anwesenden Herren L-R. Landsberg (HildesheiiM und vr. Meyer lHannover) betheiligten, einigte man sich fast einstimmig dahin, die schon mehrfach in Angriff genommene, specicll Hannoversche Casse nunmehr lebenskräftig herzustellen, und wurde sofort ein neuer Ausschuß, bestehend aus Cohn (Sarstedt), Gotthelf (Moningen), Dr. Kayserling Hannover) und Fleischhacker (Harburg), gewählt. Es wurde demselben empfohlen, einige wesentliche Abänderungen in dem von Hrn. vr. Meyer verfaßten Statuten-Entwurfe, besonders in Rücksicht auf die Beiträge, Eintrittsgeld und Leistung der Casse, vorzunehmen. — Bor diesen Debatten waren bei Neuwahl des Vorstandes Fleischhacker (Harburg) zum Vorsitzenden, Cohn (Sarstedt) zu dessen Stellvertreter und Weinberg (Gehrden) zum Schriftführer ernannt. Zum Orte der nächsten Versammlung wurde Hannover bestimmt und da, nach Darstellung des Vorsitzenden, den späteren Conferenzen das bisher vorwiegend behandelte Materielle nicht mehr zu schaffen inachen würde und man (ich nunmehr fast ganz dem Pädagogischen zuwenden könne, wurden sofort einige interessante Punkte auf die nächste Tagesordnung gesetzt. Nach Schluß der Conferenz hielt noch der gewählte Ausschuß im Hause des Hrn. L-R. Landsberg eine Sitzung ab. Anzeigen. Verlangt. Die Gemeinde „Schaar Jtaschomaim" von New-Nork, wünscht einen Rabbiner und Prediger von gemäßigten Reform-Principien auf nicht weniger als drei Jahre, mit einem Äahresgehalt von 2000 bis 3000 Dollars aufzunehmen. Derselbe muß ein anerkannt guter Talmudist und Redner sein, und in einer europäischen Universität promovirt haben. Applicanten mit gehörigen Zeugnissen versehen, wollen sich längstens bis zum 1. September e. an den Präsidenten der Gemeinde Herrn H. Eckstein Nr. 234 East 53 Street portofrei melden. Im Aufträge der Direction S. Lehmann _Secr. p. t._ Bekanntmachung« Die Gemeinde Shaari Zedek in New-Iork wünscht einen Prediger anzustellen, der auch als Cantor fungiren kann. Geneigte Bewerber wollen daher Zeugnisse nebst Belegen über religiösen Lebenswandel an den. Präsidenten der Gemeinde Herrn Ephraim Japha Nr. 14 Barclaystreet New-Aork sofort einsenden. Fixirt. Gehalt: Zweitausend Dollars jährlich und Nebeneinkünste damit verbunden. Ritus: Minhag Polen. Reisekosten werden nur nach abgelegter Probe oder erfolgter Anstellung erstattet, und nur frankirte Briefe werden angenommen. Im Aufträge des Vorstandes S« Latz, Sekretair. Die Synagogen-Gemeinde zu Somit N.-L. sucht tun». «.September oder Michaelis d. I. einen geprüften Religionslehrer, der auch Schächter und Vorbeter ist, bei einem festen Gehalt von 250 Thlrn. und einem Nebeneinkommen von etwa 100 Thlrn. Reflectirende wollen sick unter Beifügung ihrer Atteste bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Persönliche Vorstellung wäre erwünscht. Jonas Henfchel. S. C. Levy. Die israelitische Gemeinde zu Beilstein a. d. Mosel sucht vom Monate Septeinber d. I. an, einen Religionslehrer, Cantor und Schächter. Der jährliche Gehalt ist circa 20 0 Thlr. und freie Wohnung. Näheres bei Vorsteher Simo» daselbst zu erfragen. Es wird ein jüdischer Hauslehrer gesucht, welcher auch in Religion und im Französischen zu unterrichten versteht. Bei freier Station 150 Thlr. Gehalt. Bieldungen, doch nur von hinreichenden Zeugnissen begleitete, sind an Herrn S. Rothschild in Ottenstein einzusenden. Braunschweig, Ende Juni. Landrabbiner vr. Herzfeld. -