Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 26 (25.6.1867)
- Date
- 1867-06-25
- Page
- Seite 521 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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m ei ebenso kostbare Documente über diesen Gegenstand sammeln könnte. Auch in Coromandel, wo sich weit mehr Israeliten befinden, als man in Europa glaubt, fände er ein besseres Wirken, und die Gelehrten könnten dann feststellen, von wem diese farbigen Glaubensgenossen abstammen. Die Falascha's in Abessinien bilden übrigens mehr als den fünften Theil der Bevölkerung unter Theodor's Herrschaft. Sie wohnen hauptsächlich auf den Hochlanden von Gondar und Godjam. Sie sind sehr fanatisch, und wenn sie von einem Andersgläubigen Geld anzunehmen haben, lassen sie es in eine Schale mit Wasser legen und nehmen es erst dann, wenn so die unreine Berührung davon abgewaschen ist. Sie leben übrigens geachteter und besser gestellt als ihre Brüder in Aden und Indien. Ich sah einst einen Theil der Bibel, der in äthiopischer Sprache geschrieben war, und auf dem Titelblatte David mit der Harfe zeigte. Ein besonderes Hinderniß der Zwecke der „Alliance" ist, daß Kaiser Theodor jede Berührung mit dem Auslande streng bestraft.*) Dr. Castelbolognesi. *) (Jüngst hat sich ein eigenthümlicher Umstand hinsichtlich der Legate von Jndah Touro für die Mission nach China aufgedeckt: Die hierzu bestimmte Summe war in südstaatlichen Papieren angelegt worden und ist somit verloren gegangen. Redact.) Anzeigen. Die hiesige Synagogen - Gemeinde beabsichtigt vom I. September c. ab einen musikalisch gebildeten Cantor und tüchtigen tsmiö, mit einem jährlichen Gehalte von 300 Thalern exclusive Nebeneinkünste, anzustellen. Qualificirte Bewerber, aber nur solche, wollen sich bei dem Unterzeichneten Vorstande bis zum 20. Juli d. I. melden. Kätscher in Oberschlesien, den 18. Juni 1887. Der Synagogen - Gemeinde - Vorstand. Gesucht wird in hiesiger jüdischer Gemeinde zu Johannis oder sonst Michaelis d. I. ein qnalificirter, jedoch unverheiratheter Vorbeter und Schächter, da die Stelle durch die Krankheit des jetzigen Beamten vacant geworden ist. Jahresgehalt beträgt 250 Thlr. Pr. Crt. nebst freier Wohnung, Schächt-Gebühren und drgl. Bewerbungen, unter Anschluß der Zeugnisse in Ur- oder Abschrift, sind an den Vorstand der Gemeinde zu richten. .Schwerin in Mecklenburg im Juni 1867. Bekauntmachunck. Die Gemeinde Shaari Zedek in New-Aork wünscht einen Prediger anzustellen, der auch als Cantor fnngiren kann. Geneigte Bewerber wollen daher Zeugnisie nebst Belegen über religiösen Lebenswandel an den Präsidenten der Gemeinde Herrn Ephraim Japha Nr. 14 Barclaystreet New-Uork sofort einsenden. Fixirt. Gehalt: Zweitausend Dollars jährlich und Nebeneinkünfte damit verbunden. Ritus: Minhag Polen. Reisekosten werden nur nach abgelegter Probe oder erfolgter Anstellung erstattet, und nur frankirte Briefe werden angenommen. Im Aufträge des Vorstandes S. Latz, Sekretair. Die hiesige israelitische Cultusgemeinde beabsichtigt mit dem nächsten Schuljahre (October l. I.) eine Gemeindeschule zu errichten, worin der Jugend beiderlei Geschlechts vom sechsten bis zum vierzehnten Lebensjahre sowohl der Religionsals auch der bürgerliche Unterricht ertheilt werden soll. Zu diesem Zwecke sollen (vorerst provisorisch) angestellt werden: a., Ein Lehrer mit ausreichender akademischer Bildung, dem zugleich die Leitung der ganzen Anstalt übertragen werden kann, mit einem jährlichen Gehalte von je 1200 fl. 1)., Drei Lehrer für den Unterricht der höheren Klassen mit einem jährlichen Gehalte von je 1000 fl. c., Drei Lehrer für die übrigen Klaffen mit einem Äahresgehalte von je 800 fl. Bewerber um diese Stellen wollen ihre Zeugnisse über Befähigung, religiösen und sittlichen Lebenswandel nebst einem Berichte über ihre Lebensgeschichte und ihre bisherige Lehrthätigkeit bis längstens l. September dieses Jahres an die unterfertigte Administration gelangen lassen. Es wäre erwünscht, daß einer oder der andere der Candidaten aus den letzten beiden Categorien außerdem im Stande wäre, einen Synagogenchor zu leiten und nöthigenfalls eine Cantorstelle zu versehen, und würde ein solcher in besondere Berücksichtigung genommen werden. München, den 11. Juni 1867. Die Administration der israelitischen Cultus - Gemeinde. Offene Lehrer- und Cantor-Stelle, In hiesiger israel. Gemeinde wird im Herbste d. I, die Lehrer- und Cantor'stelle, mit einem fixen Jahresbezug von Thlr. 400. —nebst freier Wohnung vacant. Unverheirathete Bewerber wollen sich ehestens an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Ruhrort, (Rheinpreußen) 3. Juni. 1867. Der Vorstand: Hermann Jfaae.