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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-06-04 · Heft 23 (4.6.1867) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 23 (4.6.1867)
Date
1867-06-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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31. Jahrgang. M 23 Jdjluf! Neuhast? i wel- Lärm (eigene ^at des lit Beitzstreihatten, Einer Äte zu Ls der sich in Lumm! wurde l eine migeu, t ihrer große , denn erausg des Auf hart- »enagt. rnnten Dächer haben Folür bewenig t verhkeiten t. Es )udenfronen chfenen rterge- ) über voriedentet hnunlassen Logis i veriziehen Allgemeine Zeitung -es Zudcnthunis Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 4. Juni 1867. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in 2 bis 2V2 Bogen. Preis des Jahrgangs 4 Thlr. Halbjährig 2Thlr. Viertel jährig l Thlr. Zu jerate werden mit 1 */a Ngr. für die Petitzeile oder deren Naum berechnet. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Königl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Aus Holland: Skizzen aus Holland IV. — Literarischer Wochenbericht: Bonn, Frankfurt a. M. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Breslau, Dresden. Oefterreichischer Kaiserstaat: Pest. Belgien: Brüssel. Italien: Vom Po. Großbri tauten: London. Nachträge. Feuilleton-Beilaste: Gallerie von Abgeordneten jüdischen Glaubens. — Die Pariser Börsenmänncr. Leitende Artikel. Bonn, 27. Mai. Aus Holland. Striaen aus Holland, iv. Die Widerstandskraft gegen Ausschließungsbestrebungen. In welchen Reihen der jüdischen Bevölkerung Hollands Achtung und Begeisterung für das Judenthmn nicht zu suchen und wo sie noch zu finden sind, haben wir bereits erfahren. Diese sichersten Kriterien der religiösen Erkenntniß machen sich in normalen Verhältnissen gewöhnlich unbemerkbar; scheinen gänzlich zu fehlen, während sie schlummern, gleich der Gluth unter der verhüllenden Asche, so lange sie nicht durch eine Herausfordende Stimme wach gerufen werden. Läßt sich aber ein bedrohendes Signal vernehmen, fährt ein eisiger Wind der Lieblosigkeit einher: dann ist der Schlaf der scheinbaren Gleichgültigkeit verscheucht, treten die verborgenen Funken leuchtend hervor und pflanzen sich zündend und wärmend fort. Geben sich Bestrebungen kund, gewisse Glieder der gesellschaftlichen Kette zu isoliren; einen, wenn auch indirekten,^Zwang auf die Gewissensfreiheit auszuübeu; sehen diese Glieder ihr gutes Recht in der socialen Zusammengehörigkeit um des ihnen eigenthnmlich innewohnenden, religiösen Elementes willen gekränkt und gefährdet: dann werden sie elektrisch ergriffen; und durchzuckt diese Kraft sofort auch nur einige derselben, so theilt die Bewegung sich doch allmählich weiter mit. Nicht selten sind dergleichen Bewegungen gleich dem plötzlichen Auflodern einer Flamme, die, weil nicht genährt, bald erlischt. Das ist das Kriterium der Halbheit. Erzeugen jedoch Herausforderungen durchaus keine solche Bewegung und Erregung, wird ihnen vieliuehr ein apathisches Verhalten entgegengestellt, so ist dies in den meisten Fällen ein sicheres Kennzeichen der mangelnden Bekanntschaft mit demjenigen, was man vertheidigen müßte: der Bekanntschaft mit dem Geiste und beut Kern der Religion. Für die empirische Beweisführung dieser Sätze ist dem Judenthmne in neuerer Zeit auch in Holland die Gelegenheit geboten worden. Um aber das hierauf Bezügliche klar zu durchschauen, müssen wir zunächst ein Gebiet berühren, das das ganze Niederländische Volk betrifft. Wir wollen dies auf möglichst kurzem Wege thun.

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