Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-04-16 · Heft 16 (16.4.1867) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 16 (16.4.1867)
Date
1867-04-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3224737-3226581-3226598--24864-3260340
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

3i. Jahrgang. Allgemeine .__ Zcituag -es Zudenthmns. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philipp fon in Bonn. Leipzig, den 16. April 1867. iese Leitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in 2 bis 2V2 Bogen. Preis des Jahrgangs 4 Thlr. Halbjährig 2Thlr. Vierteljährig l Thlr. Inserate werden mit IV2 Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum bercchner. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Königl. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Polemisches VI. Baltische Monatsschrift. 1. — Literarischer Wochenbericht: Lengnau, Bonn. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Berlin, Breslau, Hannover, Aus Baden, Birnbaum. Oesterreichischer Kaiserstaat: Pest, Aus Ungarn, Proßnitz. Frankreich: Paris. Holland: Amsterdam. Schweiz: Aus dem Aargau. Feuilleton-Beilage: Gallerte von Abgeordneten jüdischen Glaubens. Correspondenz. — Die alten Synagogen. Leitende Artikel. Bonn, 7. April. Polemisches. vi. Baltische Monatsschrift. I. In dieser zu Riga erscheinenden Monatsschrift hatte im Machest 1865' ein Artikel zu Gunsten der Emanzipation der Juden in Rußland gestanden, dessen auch wir zur Zeit Erwähnung gethan. Dieser Artikel veranlaßt den Pastor W. Müller zu Sanken in Kurland sich im Juncheste 1866 ebenfalls über diese Frage vernehmen zu lassen, woran sich in einigen folgenden Heften eine Polemik anschloß. Nicht blos weil uns Freunde in Rußland aufgefordert, diesen Aufsätzen unsre Aufmerksamkeit zuzuwenden, nicht blos weil der Pastor Müller gerade unfern Namen und Aeußerungen von uns zum Mittelpunkt seines Artikels gemacht, wollen wir hier etwas näher darauf eingehen, sondern weil einige Punkte von jenem Herren berührt werden, die zu einer weiteren Erörterung noch veranlassen können. Wenn wir dies erst heute thun, nachdem, soweit es uns bekannt "ist, Herr Müller sein letztes Wort in dieser Angelegenheit im Novemberhefte 1866 gegeben, so ist die Ursache davon nicht, daß es sehr großer Vorbereitungen und bedeutender Studien bedurfte, um ihm zu antworten — denn im Grunde kommt Herr M. aus dem Gemeinplätzlichen garnicht heraus — sondern weil wir einfach nicht früher dazu kommen konnten. Da es mit der Gleichstellung der Juden in Rußland nicht allzu eilig geht, hatte es mit unserer Replik auch keine Eile. Gewohnt, ohne Weiterungen auf das Ziel loszugehen, wird es uns Herr Müller nicht übelnehmen, wenn wir sein Ziel, also das Ende seines Artikels, zuerst ins Auge fassen. Es charakterisirt sich ein Mann immer am besten hierdurch; man erkennt seine Grundstimmung und seine Logik am besten hieraus, und hat dadurch den richtigen Standpunkt gewonnen, um seine Voraussetzungen und Folgerungen zu verstehen und zu beurtheilen. Worauf laufen nun alle Betrachtungen des Herrn M. hinaus? Wir haben jüngst aus österreichischen Blättern als ein Curiosum mitgetheilt, daß eine hochstehende und wohlwollende Dame sich dahin geäußert, daß sie garnichts gegen die Emanzipation der Juden hätte, ja sogar sie wünsche, doch nur — wenn sie sich allesamml taufen ließen! (Nr. 14 unseres Feuilletons.) Man lächelte und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.