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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-01-29 · Heft 5 (29.1.1867) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 5 (29.1.1867)
Date
1867-01-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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31. Jahrgang. M 5. Allgemeine Zeitung -cs Zudenthums Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 29. Januar 1867. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in 2 bis 2V2 Bogen. Preis des Jahrgangs 4 Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Vierteljährig 1 Thlr Inserate werden mit IV2 Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Sllle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expedition für beide Letztere hat sich das Konigl. Sächj. Haupt-Zeitungs-Bureau hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Verhandlungen im Preußischen Abgeordneten-Hause über die Petition der jüdischen Gemeinden. Ein Sieg! (Schluß.) — Die Verhandlungen über die Petition der jüdischen Gemeinden im preußischen Abgeordnetenhause. II. — Die Petition an das norddeutsche Parlament. — Polemisches: Die neuen Romanciers und die Juden. II. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Posen, Paderborn. Oesterreichischer Kaiserstaat: Prag. Italien: Vom Po. Nordamerika: Neu-Iork. Feuilleton-Beilage: R. Jose aus Diokrat. — Verschenkt! Verkauft! (Forts.) — Etwas über die Seelsorge im verflossenen Kriege. — Kuriosum. Leitende Artikel. Bonn, den 13. Januar 1867. Die Verhandlungen im Preußischen Abgeordneten-Hause über die Petition der jüdischen Gemeinden. Ein Sieg! (Schluß.) Regierungs-Commissar Geh.-Rath de la Croix: Von Seiten der Unterrichts-Verwaltung, und zwar sowohl bei den früheren Verhandlungen dieses Antrages, als auch bei ver gegenwärtigen in der Commission, ist die Erklärung abgegeben worden, daß im Bereiche der Unterrichts-Verwaltung die Anstellung der Juden als Lehrer an den öffentlichen Schulen und anderen Unterrichts-Anstalten bei nachgewiesener Befähigung nicht werde beanstandet werden, in so fern nicht der Charakter der betreffenden Anstalten als christlich confessioneller Unterrichts-Anstalten ein Hinderniß bietet. Gegen diese Auffassung ist in dem Commissions-Bericht nur geltend gemacht, beziehungsweise vermißt worden, daß nicht zugleich von der Regierung die Erklärung abgegeben worden sei, daß das Gesetz vom 23. Juli 1847, in Betreff der Verhältnisse der Juden, nicht ferner als maßgebend betrachtet werde. Ich habe nicht die Ehre gehabt, m. H., die Staats-Regierung in der Commission zu vertreten; es ist aber nachträglich darüber meinem Herrn Chef Vortrag gehalten worden, und ich bin demgemäß zu der Erklärung ermächtigt, daß das Unterrichts-Ministerium die Ansicht: daß die Bestimmung des Gesetzes vom 23. Juli 1847 auch der Verfassungs-Urkunde gegenüber auf dem Gebiete des Unterrichtswesens maßgebend geblieben sei, nicht ferner aufrecht erhalte (Bravo!); vielmehr leviglich zu der von dem Amtsvorgänger meines Herrn Chefs, v. Bethmann-Hollweg, in der Verhandlung vom 25. April 1860 entwickelten Ansicht, die sich auch in dem Commissions-Berichte wiedergegeben findet, zurückgekehrt sei. Damit, glaube ich, wird diese Frage eigentlich für den Ressort der Unterrichts-Verwaltung erledigt sein. Es ist allerdings von der Staats- Regierung bemerkt worden, daß diese Befähigung der Juden nur Platz greifen könne, in so weit nicht der christlich confessionelle Charakter der betreffenden Unterrichts-Anstalten ein Hinderniß darbietet; die Commission hat aber bereits in ihrem Berichte ausgesprochen, und ich glaube auch, sie wird darin Ihre Beistimmung finden, daß das ein Punkt ist, über welchen nur in concreto

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