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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-01-15 · Heft 3 (15.1.1867) · p. Seite 56

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 3 (15.1.1867)
Date
1867-01-15
Page
Seite 56 (sequence 16)
Language
German
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56 l o ß ]! y ■ Pflegeeltern wollen eine Adoptiv- Tochter von angenehmen Aeußern und sehr wirthschaftlich, mit einem Vermögen von vorläufig 7000 Thlr. in Aussteuer, an einen soliden Geschäftsmann, der in einer größern Stadt ein gutes Geschäft hat, verheiratheu. Selbstrefleetanten wollen sich unter Zusicherung der strengsten Discretion franco an die Expedition dieser Zeitung unter Z # 8 wenden. Annonce. In meiner kleinen Familie können mehrere Knaben von 10 bis 10 Jahren behufs ihrer Ausbildung, vorzüglich für den Kaufmannsstand Aufnahme unter günstigen Bedingungen finden. Schülern von guten Anlagen ist Gelegenheit geboten, für den einjährigen freiwilligen Militairdienst sowie für die höheren Gymnasial- und Realschul-Klassen befähigt und in allen jüdischer! Disciplinen wie auch in der Musik gründlich unterrichtet zu werden. Der hiesige Ort liegt in einer durchaus gesunden Gegend in angenehmer Lage am Weserstrom und nur 112 Meile von Minden entfernt. Mein Streben wird dahin gehen, die mir anvertrauten Kinder religiös jüdisch zu erziehen, über ihre leibliche Pflege gewissenhaft zu wachen und ihnen das elterliche Haus möglichst zu ersetzen. Ueber meine Befähigung und mein langjähriges pädagogisches Wirken liegen amtliche Zeugnisse vor, unter Anderen von dem Herrn Superintendent Ahlemann, Seminardirektor Vormbaum und Rechtsanwalt Metz Hierselbst und sind diese Herren, sowie die Herren Sanitätsrath Dr. Heilbronn und Prediger Edler zu Minden und Oberlehrer Leseritz zu Detmold gern bereit nähere Auskunft über mich zu ertheilen. Petershagen R. B. Minden d. 8. Januar 1867. Lazarus, Lehrer. Auf den Wunsch des Herrn Lazarus bezeuge ich hiermit, daß mir die Zeugnisse des Herrn Superintendenten unv Schulinspectors Ahlemann und des Herrn Seminardirektors Vormbaum zum Einblick Vorgelegen, und daß dieselben wie auch die Empfehlungen namentlich des Herrn Rechtsanwalts Metz die pädagogische Befähigung und Leistung und die sittliche und religiöse Führung des Herrn Lazarus als ausgezeichnet rühmen, so daß auch ich nicht anstehe, obige Annonce der Berücksichtigung dringend zu empfehlen. Bonn, 10 Januar 1807. _Dr. Ludwig Philippson. 9 iloah. Eine Auswahl von Predigten. Zur Erbauung, so wie besonders zum Vorlesen in den Synagogen, die des Redners ermangeln. Von Di*. LudwigPhilippson, Rabbiner, gr. 8. Iste Sammlung. Zweite Auflage. broch. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. 2te Sammlung. Preis 1 Thlr. 10 Ngr. 3te Sammlung. Preis 1 Thlr. 10 Ngr. Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. RM" Griginal-Loose der 71. Königl. Sachs. Landes-Lotterie empfiehlt unter Zusicherung strengster Discretion und prompter Auszahlung resp. Uebersendung der Gewinne C. F. Schmidt in Leipzig, Neumarkt 29. 1 Tr. Preis der Loose pro Classe: ein Achtel 1 Thlr. 8 l/2 Ngr., ein Viertel 2 Thlr. 10l/2 Ngr., ein halbes 5 Thlr. 3 Ngr. und ein ganzes Loos 10 Thlr. 0 Ngr. Die freundliche Aufnahme, welche mein nach Handschriften und den ältesten Ausgaben edirtes Raschi-Werk in den verschiedensten Kreisen gefunden, veranlaßt mich, dem an lnich vielfach ergangenen Wunsche wegen Verlängerung des Termins, innerhalb dessen das Werk ohne Erhöhung des Preises von mir zu beziehen wäre, Folge zu geben. Ich werde daher die kritische Raschi- Ausgabe bis zmn 1. April d. I. für den Preis von 1 V'3 Thaler abgeben, Buchhändlern und Lehr-Anstalten bei Entnahme von Partieen auch einen angemessenen Rabatt gewähren und jede Bestellung, die der Kürze wegen auch per Post-Anweisung mit Bezugnahme auf das Datum dieser Anzeige gemacht werden kann, ungesäumt ausführen. Berlin, 4. Januar 1807. Berliner, Königsgraben Ha. Am Sabbath rraiö 'd verrichtete in Gewährung eines allseitig aussgesprochenen Wunsches ein Schüler des berühmten Weintraub in Königsberg, Herr Kantor I. Borchardt aus Stargard in Pom., die gottesdienstliche Andacht in unserer Synagoge. Fühlen wir uns auch nicht zu einer sachverständigen Kritik befähigt, so dürfen wir doch aussprechen, daß wir in unserem Gaste einen mit seltenen Stimmmitteln begabten Sänger kennen lernten, dessen kräftiger und klangreicher Tenor selbst die schwierigsten Passagen im Coloraturgesange mit Leichtigkeit zu überwinden weiß. Der Gesang, vereint mit einem von gründlichem Berständniß zeugenden Vortrage versetzte die versammelten Zuhörer in die andachtsvollste Stimmung, die im Verlauf des Gottesdienstes urehr und mehr gehoben wurde und einen nachhaltigen Eindruck zurückgelassen hat. Der Unterzeichnete Vorstand kann es sich nicht versagen Herrn Borchardt für den gewährten Genuß den wärmsten Dank im Namen der Gemeinde abzustatten. Allenstein den 3. Januar 1867. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. I. Frankenstein. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld. Verantwortlicher Redakteur I»r. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 3. Mit einer Beilage, den Bericht der Petitionskommisston des preuß. Abgeordnetenhauses betr.

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