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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-10-11 · Heft 42 (11.10.1864) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 42 (11.10.1864)
Date
1864-10-11
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Vier Zuschriften, die projeetirte 2. Von Herrn Bodenheimer zu Krefeld, d. d 21. Zuli. Euer Wohlgeboren Schreiben habe ich empfangen, und bin ich ganz mit Ihnen einverstanden, daß die Errichtung einer Präparandenanstalt in Dortmund von großem Nutzen für angehende Lehrer sein wird. Ich gebe Ihnen hierdurch die Versicherung, die Anstalt mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln unterstützen zu wollen. Genehnligen Sie inzwischen den Ausdruck meiner Hochachtung. b. Von Herrn Blumenau in Bielefeld, Präses des isr. Lehrervereins für Westfalen und Rheinprovinz, d. d. 23. August. Ihre Mittheilung, daß Ihre langgehegte Lieblingsidee: Gründung einer Präparandenanstalt für jüdische Schulamtscandidaten, nun wirklich zur Ausführung kommen soll, hat mich mit aufrichtiger Freude erfüllt. Wenn irgend jemand berufen ist, diese ebenso schöne als schwierige Aufgabe zu lösen, so sind Sie es, werther Freund, und es freut mich, Ihnen sagen zu dürfen, daß hierin ebenso wie in der Anerkennung der Idee überhaupt nicht nur der Gesammtvorstand unseres Vereins, dem ich die Sache auf der jüngsten Conferenz vorgetragen, sondern außerdem eine große Anzahl tüchtiger Lehrer übereinstimmen. Möge es Ihnen gelingen, die Opferfreudigkeit Israels für ein so schönes Werk, für ein so segensreiches Institut zu gewinnen. Möge es Ihrer bewährten Umsicht und Ausdauer gelingen, das zu vollbringen, was von allen, die unsere Lehrerverhältnisse, namentlich die Vorbildung für den heiligen Beruf genauer kennen, längst als das dringendste Bedürfniß gefühlt worden. Der Unterstützung aller, denen das Wohl Israels, seiner Schulen und Lehrer wahrhaft am Herzen liegt, dürfen Sie Sich versichert halten, insbesondere wird un- Präparanden- Anstalt betreffend. ser Lehrerverein, das glaube ich Ihnen in seinem Namen versichern zu dürfen, Ihrem schönen Unternehmen jeden möglichen Vorschub leisten. Mit herzlichem Gruß rc. rc. c. Von Herrn Leeser in Lübbecke, d. <!. 8. Sept. Mit Aufmerksamkeit habe ich den mir vorgelegten Entwurf durchgesehen und denselben ganz seinem Zwecke entsprechend gefunden. Je mehr ich über die Sache nachdenke, desto mehr bewundere ich die Thatkraft. Es ist wahrlich keine Kleinigkeit, eine solche Schöpfung mit solider Basis ins Leben zu rufen, deren Begründung und künftige Leitung große Energie und Aufopferungsfähigkeit in Anspruch nimmt. Um so ruhmwürdiger ist die Ausführung. Möge Gott das Werk durch Dich gelingen lassen, möge es Dir und unfern Glaubensgenossen eine reiche Quelle des Segens werden! Diese und noch viel andere Freuden wünscht Dir von ganzem Herzen rc. rc. d. Von Herrn L. N. Dr. Meyer in Hannover, d. d. 16. Sept. Ihr gefälliges Schreiben vom 30. Juli hat mich nicht zu Hause getroffen, da ich eine Badereise unternommen hatte. Nachdem ich nun Ähren Plan reiflich geprüft, beehre ich mich zu erwidern, daß ich ebensowohl die Absicht als den energischen Willen vollkommen zu würdigen weiß, mit dem Sie der mangelhaften Vorbildung jüdischer Lehramtsaspiranten abzuhelfen gedenken. Mur wer wie ich jahraus jahrein die entsetzlich mangelhaften Vorkenntnisse der angehenden Lehrer aus Erfahrung kennen gelernt, weiß, wie dringend nothwendig eine Präparandenanstalt ist; auch würde dieselbe, wie ich nicht zweifle, bei Ihrer bewährten Erfahrung in Ihren Händen Tüchtiges leisten rc. rc. Dem Wunsche des Herrn Wolfs genügend, kann ich meine Ansicht über das Bedürfniß der beabsichtigten Vorbereitungsschule für jüdische Seminaristen und den Plan hierzu nur dahin aussprechen, daß das erstere ein entschieden dringliches und der zweite sach- und zweckgemäß ist, und da mir Herr B. Wolfs seit vielen Jahren als eine unserer tüchtigsten Lehrkräfte bekannt ist, so zweifle ich nicht, daß, wenn demselben die nöthige Unterstützung an äußern Mitteln gewährt wird, die Anstalt bald die segensreichsten Wirkungen entwickeln

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