Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 28 (1864)
- Issue
- Heft 38 (13.9.1864)
- Date
- 1864-09-13
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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88, Jahrgang. Allgemeine b8. Zritung des IudcnthumS. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Heraus gegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philipps»« in Bonn. Leipzig, den 13. September 1864. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in ll/a bis 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. Halbjährig t Thlr. 15 Ngr. Vierteljährig 22^/2 Ngr. Inserate werden mit 1^/rNgr. für die Petitzeile oder deren Ranm berechnet. Beilagegebühren betragen für 1 Loge» -l Thlr., für x(i Bogen 3 Thlr., für V* Dogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt- Expedition für beide Letztere hat sich das König!. Sächs. Haupt-Zeitungs-Burean hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Rießer- Stiftung. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichtenr Deutsch land: Hamburg. Aus Würtemberg. Preußen: Königsberg. O ess er reicht - scher Katserstaat: Lemberg, Prag, Wien, Aus Oberungarn. Frankreich: Paris. Italien: Nom. Donaufürstenth ümer: Jassy. Belgien: Brüssel. Rußland: Warschau, Petersburg. Nordamerika: New- Uork, Cincinnati. Leitende Artikel. Bonn, 4. September. Die Meßer-Stiftung. 1190) N. N. 1 Thlr. 1191) vr. Jos. Perles in Posen lOTHlr.— Gesammtsumme: 2l82Thlr. 28'/2 Sgr. Das Comitö zur Rießerstiftung in Frankfurt a/M. erläßt in diesen Tagen einen Bericht, in welchem es heißt: „Es freut uns, durch Gegenwärtiges miltheilen zu können, daß die Vorbereitungen für die Ausführung dieses Theils unserer Aufgabe bereits so weit gediehen sind, um in kurzer Zeit mit dem Druck beginnen zu können. Die Radaction hat der würdige Freund des Verstorbenen, Herr Dr. Jsler in Hamburg, bereitwillig übernommen. Und so hoffen wir ein Werk zu liefern, das — den Erwerbern ein werthvoller Besitz — den Ideen des Verstorbenen in weitesten Kreisen Eingang verschaffen und seinem Namen für späte Zeiten ein ehrendes Denkmal sein wird. Dagegen sind die uns bis jetzt zugegangenen Beiträge noch nicht ausreichend zur Gründung einer bleibenden Rießerstiftung, die des Namens, den sie zu tragen bestimmt ist, würdig wäre. Wir sind jedoch überzeugt, daß dieser noch ungenügende Erfolg keineswegs das Zeichen mangelnder Theilnahme für den ins Auge gefaßten Zweck überhaupt, sondern nur die Folge der Ungewißheit und des Zweifels über die Art und Weise der Ausführung gewesen ist. Nachdem wir die vielfach uns mitgetheilten Wünsche und Ansichten reiflich erwogen und von Hrn. Rabbiner Dr. Philippson die Zusage erhalten haben, daß der von ihm für einen gleichen Zweck gesammelte Fond unserer Stiftung angeschlossen werden soll, sofern derselbe ausschließlich zur Ausführung seines früher aufgestellten Programms verwendet würde, haben wir uns veranlaßt gefunden, diesen Zweck nunmehr in folgender Weise festzustellen. Die Wirksamkeit der Rießerstiftung wird demnach in drei möglichst voneinander gesonderte und durch getrennte Fonds vertretene Gebiete zerfallen, und zwar: 1) Herausgabe der Rießer'schen Werke. 2) Unterstützung und Förderung besonders tüchtiger und hoffnungsvoller jüdischer Studirenden an verschiedenen deutschen und für näher zu bestimmende Fälle auch an nichtdeutschen Universitäten, durch Errichtung von