Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 28 (1864)
- Issue
- Heft 29 (12.7.1864)
- Date
- 1864-07-12
- Page
- Seite 458 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3226418-3226448--22292-3259555- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
458 In der Th. Theile'schen BuH - und Musikalienhandlung in Königsberg i/Ostpr. ist erschrenen,und durch alte Buchhandlungen zu beziehen: oder Tempel-Gesänge für den Gottesdienst der Israeliten componirt und herausaeqeben von H. Weintraub, Cautor der Synagogen» Gemeinde zu Königsberg i/Ostpr. broch. Preis 12 Thlr. Das Werk zerfällt in drei Theile: der 1 tc enthält die Gesänge des ganzen Jahres; der 2te die der Feiertage und der 3te Theil, betitelt: r-n^buj enthält fast lauter Recitative. Ferner ist von demselben Verfasser und ebendaselbst zu beziehen: Kol n i d r e für Pianoforte. Preis: 10 Sgr. Beide Compositionen des rühmlichst bekannten Herrn Weintraub — der für Herausgabe seiner Tempelgesänge von Sr. Majestät dem Könige von Preußen, als Anerkennung seiner musikalischen Leistungen, die goldene Medaille für Kunst erhalten hat — sind durch viele Zeitschriften.von den Herren Musikvirectoren Sobolewski, Pätzold, Louis Köhler, Prof. Marx u. a. m. sämmtlichen israelitischen Gemeinden, sowie den Herren Cantoren und Jedem für Musik sich Jnteressirenden zur Anschaffung aufs Wärmste empfohlen. Bedeutende Preisermäßigung. predigten von Dr. Moritz Goldstein weil., Prediger der israelit. Brüder-Gemeinde zu Posen. Mit Vorwort von vr. Abr. Geiger und d. Port. d. Verfassers, statt t*/i Thlr. für nur 23 Sgr. Es ist unnöthig ein empfehlendes Wort diesen herrlichen Predigten zuzufüqen, da rühmlichst bekannte Autoritäten zur Genüge dieses Werk lobten. Um den Ankauf Jedem zu erleichtern habe ich den Preis herabgesetzt und ist das Buch sowohl durch mich direct als auch durch jede andere Buchhandlung zu beziehen. Bocken heim bet Frankfurt a/M. I. B. Levy. Bei der allgemeinen Anerkennung und der raschen Verbreitung, welche das „Neue israelitische Gebetbuch" des Herrn vr. Ludwig Philippsvn findet, machen wir die Herren Agenten des Instituts zur Förderung der israel. Literatur auf das Circnlair aufnierksam, welches wir denselben vor einigen Monaten zuzusenden uns die Ehre gaben, und das die Bedingungen betreffs der zweiten Auflage dieses Werkes, das bald in keiner gebildeten israelitischen Familie mehr fehlen wird, enthielt. Louis Gerschel'sche Buchhdlg. in Berlin (Oranienburgerstr. No. 27.) Entgegnung. In No. 26 d. Blattes werde ich in einem Artikel unter der Ueberfchrist: „Bitte um gefällige Auskunft" in Beziehung auf meinen Beruf verläumdet und der öffentlichen Verachtung preisgegeben. In jenem Artikel heißt es unter anderm: „Er betet und bringt einen großen Theil des Tages in der Klaus, dem Bet-, Spring-, Tanz-, Rauch- und Studirlocale der hiesigen Chassidim zu; läßt für sich Geld sammeln, dessen er vorgeblich zur energischen Verfolgung der Reformer in Berlin und den Führer der Reformpartei in Preußen dringend benöthigt rc." Jenen Artikel haben Bl... und Kr... verfaßt und unterzeichnet. Obgleich mir von den geachtesten und ehrwürdigsten Männern aus Tarnow sehr viel Material zur Entgegnung und zur Kennzeichnung der Herren Bl. und Kr.*) zugcgangen ist, so beschränke ich mich dennoch, den in die Welt gestreuten Lügen mit nur einer einfachen Entgegnung zu begegnen, weil ich mit Leuten, die mit ihren Namen an die Oeffentlichkeit hervorzutreten sich scheuen, mich nicht in einen Federkampf einlaffen will. Was Wahres an der Sache ist, ist Folgendes: * Ich habe mich einige Tage in Tarnow aufgehalten, bin aber, außer mit dem dortigen hochwürdigen Kreis-Rabbiner und noch zwei gelehrten Männern, welche den Chassidim nicht angehören, mit niemanden in nähere Berührung gekommen. Ich habe nur einmal in der Klause dem Morgcngottesdienste beigewohnt, und auch dies geschah nur darum, weil mich einer der ehrwürdigsten Männer Tarnows, der in der Klause betet, zum Frühstück geladen hatte. Es ist unwahr, daß ich unter dem Vorgeben „zur energischen Verfolgung der Reformer in Berlin und den Führer der Reformpartei in Preußen Geld sammeln.ließ." Da ich, wie gesagt, mit niemanden, außer den von mir oben angegebenen Männern, in Berührung gekommen bin, und die Herren Bl. und Kr. nie gekannt habe und nicht kenne, so ist es selbstredend, daß der ganze Artikel erfunden und eine bösartige Verläumdung ist. Landsberg O/S., dm 1. Juli 1864. A. M. Levin, Rabbiner. *) Der Einsender dieser „Entgegnung" nennt hier Namen, die, da sie in ber betr. Annonce nicht genannt waren, wir auch nicht in der Engegnung zulaffen können. Die Expedition. Zur Notiz. Bei Einsendung von Inseraten bitten wir um deutliche Schrift, namentlich der Unterschriften. Leipzig, im Juli 1864. Baumgärtner's Buchhandlung. B cmerkungen. Es finden in diesem Blatte nur diejenigen Bücher eine Beurtheilung, von denen ein Exemplar der Redaction zugesandt worden. Die Redaction. In dem Bücherangebot in No. 26 muß es heißen: Geiger, Zeitschrift. 4 Bande und 2 Hefte zu 4'/r Thlr. Jüdisches Volksblatt N». 88.1864. Der neunte Ab. — Die neue Stellung der Frauen. — Lesefrüchte von Julius Philippson. — Eine Betrachtung. — Zur Criminalstatistik. — NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich l Thlr. Vierteljährlich V* Thlr. Verlag von Baumgärtrrer's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hbeschseld. Verantwortlicher Redacteur: Gottfr. Fvitzsche. (Nebst einer Beilage.)