Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 28 (1864)
- Issue
- Heft 28 (5.7.1864)
- Date
- 1864-07-05
- Page
- Seite 440 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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440 Offene Stelle. Die Stelle des ersten Cantors in Gothenburg in Schweden ist sofort zu besetzen. Gewünscht wird ein unverheiratheter Mann, der eine schöne Stimme hat, musikalische Kenntnisse besitzt, um die Chorknaben heranzubilden, Schochet und in der hebräischen Sprache bewandert ist. — Gehalt 700 Thlr. preußisch Courant und kann durch Privatunterricht, wozu viel Zeit übrig bleibt, erhöht werden. Sich qualificirende Bewerber belieben sofort ihre Gesuche, mit beglaubigten Zeugnissen versehen, an den Vorstand der „Mosaischen Gemeinde" in Gothenburg in Schweden per Post einzusenden. Der Vorstand. Verlangt. Die Gemeinde Emanu-El in San-Francisco, Cal. wünscht einen Chasan und Baal-Koreh für den Zeitraum von drei Jahren, mit einem jährlichen Gehalte von 2500 Dollars zu engagiren. Derselbe muß eine gute Stimme, gründliche Kenntniß der Musik und hebräischen Sprache und die Tüchtigkeit besitzen, den Chor zu leiten und zu unterrichten. Nur wer sich im Besitze dieser Fähigkeiten weiß und über diese wie über seinen Charakter genügende Zeugnisse vorzulegen im Stande ist, wolle sich um diese Stelle bewerben und sich unverzüglich an den Präsidenten der Gemeinde, Hrn. L. Sachs wenden. NB. Sollte der erwähnte Chasan zugleich fähig sein, in Religion und hebräischer Sprache zu unterrichten, so hätte er die Aussicht, auch als Lehrer für die Religionsschule der Gemeinde mit besonderer Besoldung angestellt zu werden. Besondere Auskunft über die Gemeinde wie über diese Stelle wird der Redacteur der A. Z. des I., ganz besonders auch der frühere Präsident dieser Gemeinde, Hr. Henry Seligmann, jetzt in Worms wohnhaft, gern ertheilen. San-Francisco, den 22. Januar 1864. B. Hagan, Secretair der Gemeinde Emanu-El. Für ein Colonial-Waaren-Geschäft in einer Provinzialstadt des Königreichs Hannover, wo Sonnabend und Festtag geschlossen, wird zu Michaelis d. Ä. ein Commis (Israelit), welcher gute Zeugnisse beibringen kann, gesucht. Offerten unter Litir. D. nimmt die Expedition dieser Zeitung entgegen. Ein gebildeter Kaufmann, Jsraelite, welcher bereits in mehreren bedeutenden Geschäften als Buchhalter und Correspondent servirte, gegenwärtig Verwalter einer Dampfmühle ist und die besten Referenzen besitzt, sucht in einem Geschäfte (welches Samstags geschlossen) ähnliche Stellung. Nähere Auskunft auf frankirte Anfragen bei S. (Bifcntnann in Frankfurt a/M. Stelle-Gesuch. Ein junger Mann, der seine Lehrzeit in seines Vaters Hopfengeschäfte beendigte, auch die vorkommenden Reisen besorgte, Kenntniffe in der französischen und englischen Sprache besitzt, sucht zur ferneren Ausbildung in einem (am liebsten) Colonial-Waaren-Handlung oder Producten-Geschäft Stellung. Es wird weniger auf Salair als auf freundliche Behandlung gesehen. Nähere Auskunft auf frankirte Anfragen ertheilt Michael Heßberg in Schleusingen, Provinz Sachsen. „Geübte Cigarrenmacher, mosaischen Glaubens, finden beim Unterzeichneten dauernde Arbeit. Honorar: festes Gehalt nebst Kost und Logis oder pr. Stück. — Auch wird Gelegenheit geboten für solche Cigarrenmacher, die sich für dieses Fach weiter ausbilden wollen. — Adressen werden franco oder persönlich erbeten bei E. Urbach, Cigarrenfabrikant in Weener, Ostfriesland. NB. An Sonn - und Feiertagen ist die Fabrik geschlossen. D. O. Lehrlings - Gesuch. In meinem Tuch- und Modewaaren-Geschäft finden kommende Michaeli 2 Lehrlinge Placement, wobei bemerke, daß am Sonnabend und Festtagen mein Geschäft geschlossen ist. Reflectanten belieben sich direct an mich zu wenden. N. Gottschalk in Bernburg. Ich beabsichtige einige junge Mädchen in Pension zu nehmen und bitte die geehrten Eltern, welche mir ihre Kinder anvertrauen wollen, sich portofrei an mich zu wenden. Auch wird der Herr Rabbiner Dr. Treuenfels sowie der Herr Kaufmann A. Rosenheim jede gewünschte Auskunft über mich geben. Franziska Seligmann Stettin, Paradeplatz No. 30. Unterzeichnete empfiehlt sich zur Aufnahme jüdischer Mädchen sowohl als Knaben in ihr streng religiöses Haus, wo dieselben nebst Nachhilfe in allen Schulwissenschaften auch besondern Unterricht in der Religion, englischer, französischer und russischer Sprache, wie in der Musik erhalten können. Die sorgfältigste Aufmerksamkeit und ausgezeichnetste Pflege wird ihnen zugesichert. Ph. Mareuse, Berlin, Klosterstr. 55—57. Eine jüdische Familie in Berlin hat zur Erziehung eines zehnjährigen Töchterchens eine französische Erzieherin angenommen und wünscht dazu ein fremdes Kind von entsprechendem Alter in Pension zu nehmen. — Adressen nimmt der Prediger llr. Landsberger in Berlin entgegen.