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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-04-26 · Heft 18 (26.4.1864) · p. Seite 279

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 18 (26.4.1864)
Date
1864-04-26
Page
Seite 279 (sequence 13)
Language
German
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379 von dieser Prosa des klerikale» Blattes will ich Ihnen die Hauptstellen kurz andeuten. Das fromme Blatt sängt damit an, welch großer Jrrthum es sei, zu glauben, daß 89 die Aristokratie vernichtet habe. Wenn der Adel als solcher keine Privilegien mehr habe, so bilde sich an dessen Stelle der Geldadel, und zwar aus den Juden, welche die Börse beherrschen. Kurz, die „Kinder Israels" bilden bereits eine schreckliche Macht und durch ihre Sitten, Gebräuche und Machinationen sucht die „hebräische Race" die moralische und materielle Welt ganz zu beherrschen. Man sieht wohl, auch in Belgien schwillt den Ultramontanen der Kamm; wahrscheinlich weil die paar jüdischen Financiers es nicht mit der Jesuitenpartei halten wollen, muß es die ganze Judeuheit büßen: 6'est Wut oomme chez nous. Jedenfalls aber wird diese Partei, welche durch ihre Jntriguen die Mehrheit in der Kammer bekommen hat, nicht lange am Ruder bleiben; der König nimmt nur gezwungen solche Minister und bei den ersten reactionären Maßregeln wird sich im Lande ein Sturm erheben, der sie wieder aus lange wegfegen wird. Hier in Brüssel stehen einige ziemlich bedeutende Veränderungen im jüdischen Gemeindewesen bevor. Der Stadtrath läßt nämlich ein Schulhaus erbauen, dessen eine Hälfte ausschließlich der jüdischen Gemeinde für ihre Schulkinder reservirt wird. Dann soll endlich die Synagoge bedeutend vergrößert und total umgebaut werden. — In Arlon, wo eine Synagoge erbaut wird, hat der Staat über 17,000 Franken Zuschuß bewilligt. Rußland. Warschau, 2. April. Die Koschersteuer ist am 1. April hier in Kraft getreten. — . Aus Kamenetz-Podolsk wird dem moskauer „Den" (Tag) gemeldet, daß daselbst zehn sogenannte Ketzerfamilien mit obrigkeitlicher Bewilligung zum Judenthume übergetreten sind. Sie sollen „Subbotniki" sein, Russen einer alten Secte, die den Sabbath feiert und auch sonst einige jüdische Gebräuche beibehalten hat. (Wir haben über diese Secte vor einiger Zeit Näheres gebracht. Red. d. A. Z. d. Jud.) Portugal. Wir haben neulichst nach den Arch. isr. berichtet, daß der portugiesische Minister einen Gesetzentwurf über die Freiheit der Culten eingebracht habe. Dieselben berichtigen jetzt, daß dies kein Minister gewesen, sondern ein einfacher Deputirter, und daß der Antrag beseitigt worden ist. Anzeigen. Die Stelle eines Borbeters und Schächters in unserer Gemeinde, mit einem Gehalt von circa 309 Thlr. verbunden, ist vacant und soll baldmöglichst besetzt werden. Das Nähere in No. 35 d. Zeitg., Jahrgang 1863. Reflectanten wollen ihre Zeugnisse dem Unterzeichneten Vorstande einsenden. Sondershausen, im April 1864. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde daselbst. Czarnikow. Concurs zur Besetzung einer Rabbinatsstelle. In der hiesigen Cultusgemeinde ist die vacant gewordene Rabbinatsstelle mit Ende Mai d. I. definitiv zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein fixer jährlicher Gehalt von 800 fl. ö. W., freie Wohrumg nebst einigen Emolumenten verbunden. Die sich bewerbenden Rabbiner haben eine Probepredigt zu halten rknd die Original-Documente über ihre zurückgelegten philosophischen und talmudischen Studien (Hatores), ferner legalistrte Zeugnisse ihres tadellosen und politischen Verhaltens, sowie ihrer bisherigen Amtirung dem gefertigten Vorstande vorzulegen. Die Kenntniß einer slavischen Sprache ist sehr nothwendig, und werden jene Bewerber, die der südslavifchen Sprache mächtig, bevorzugt. Reisespesen werden nur dem Acceptirten vergütet. Warasdin, im März 1864. Der israel. Cultus-Vorstand. Inserat. Die am t. Mai c. vacant werdende Lehrer- und Schächterstelle bei der hiesigen Gemeinde ist noch unbesetzt. Reflectanten werden ersucht, sich schleunigst bei dem Unterzeichneten Vorstande zu melden. Wittstock, den 19. April 1864. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Zum 1. Mai 1864 oder 'va rih wird die hiesige Religionslehrer-, Vorbeter- und Schächterstelle — mit 150 Thlr. Gehalt, freier Wohnung, Kost und circa 30 Thlr. Schechita — vacant. Das Nähere zu unterhandeln mit dem Borstande zu Penzlin (Mecklenbg.)

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