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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-04-26 · Heft 18 (26.4.1864) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 18 (26.4.1864)
Date
1864-04-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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J\f 18. 28. Jahrgang. Allgemeine Zeitung -es Zudeuthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 26. April 1864. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in ll(z bis 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. Halbjährig 1 Thlr. 15 Ngr. Vierteljährig 22^2 Ngr. Inserate werden mit 1 ^/r Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Beilagegebühren betragen für 1 Bogen 4 Thlr., für 1/2 Bogen 3 Thlr., für 1/4 Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt- Expedition für beide Letztere hat sich das König!. Sachs. Haupt-Zeitungs-Burean hier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Messiasidee. (Schluß.) — Zustände tu Mitau. — Spenden-Liste für die Rießer - Stiftung. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: München. Preußen: Berlin, Berlin, Breslau. Großbritannien: London, London. Donaufürstenthümer: Bukarest. Belgien: Brüssel. Rußland: Warschau. Portugal. Leitende Artikel. Bonn, 17. April. Die Messtasidee. (Schluß.) Sein Zeitgenosse Secharjah 1 (Kap. 9—14) beginnt alsbald 9, 9. 10.: „Jubele laut, Tochter Zions, jauchze, Tochter Jerusalems! Siehe, dein König kommt zu dir, gerecht und siegesreich, demüthig, auf einem Esel reitend, auf dem Jungen einer Eselin! Und ich tilge die Wagen aus Ephraim und die Rosse aus Jerusalem; getilgt wird der Kriegesbogen, und er redet zu den Völkern Frieden, und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strome bis an die Enden der Erde." Der Prophet shmbolisirt die für Juda kommende Zeit des Sieges und des Friedens in der Person eines Königs, der gerecht, siegreich und demüthig sein wird, der den Krieg aufhören macht, Frieden bewirkt und dem doch alle Völker gehorchen werden. Darum läßt er ihn nicht auf kriegerischem Rosse, sondern ans friedlichem Esel in seiner Sanftmuth und Demuth einherziehen; denn noch jetzt ist im Orient das Reiten auf Eseln nicht verachtet, wohl aber ein Zeichen der Bescheidenheit, da das Reiten auf Pferden durchaus als von größerer Würde angesehen wird. Dagegen spricht derselbe Prophet sich im 14. Kapitel ohne jede Hindeutung aus eine symbolische Person klar darüber aus, daß nach furchtbaren Kämpfen, die sowohl innerhalb Juda's selbst als von den Nationen gegen dieses geführt werden, die Zeit der allgemeinen Gotteserkenntniß eintrete und alle Völker namentlich zum Hüttenfeste nach Jerusalem hinaufziehen. Er spricht hier das Wort aus (V. 9): „Und der Ewige wird König sein über die ganze Erde; an selbigem Tage wird der Ewige einzig und sein Name einzig sein" — ein Ausspruch, den wir schon oben in seiner Wichtigkeit hervorgehoben haben und der dem Glauben an eine messianische Person geradezu entgegengesetzt zu sein scheint. — Zu der selbigen Zeit weissagte Chabakuk 2, 13. 14.: „Ist es nicht von seiten des Ewigen der Heerscharen, daß Völker sich fürs Feuer ermüdet, Nationen sich umsonst gemüht? Denn voll wird sein die Erde von Erkenntniß der Herrlichkeit des Ewigen, wie Waffer bedecken den Meeresgrund", d. h. so lange die Völker in Ungerechtigkeit und Gewaltthat sich mühen und Werke aufführen, ist es vergeblich und fallen diese in Trümmer,

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