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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-02-09 · Heft 7 (9.2.1864) · p. Seite 105

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 7 (9.2.1864)
Date
1864-02-09
Page
Seite 105 (sequence 13)
Language
German
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105 sich von demselben weder durch Lüge noch Verrath abführen." Hierauf wandte sich der Graf zu den Polen. Wilna, 27. Januar. Der „Wilnaer Curier", der seit Neujahr nur in russischer Sprache erscheint, verordnet soeben auf Befehl Murawiew's die Errichtung russischer Schulen für die Kinder der niedern Volksclassen, ferner „zur Verbreitung der russischen Sprache unter den Israeliten" die Bildung „kostenfreier jüdischer Volksschulen". In allen Talmudschnlen wird die russische Sprache ein obligatorischer Unterrichtsgegenstand; Schulvorsteher, welche nicht für gehörige Ertheilung russischen Sprachunterrichts Sorge tragen, unterliegen einer Geldstrafe von 50—100 S.- R.; Hauslehrer müssen Listen über die Knaben führen, welche sie in der russischen Sprache unterrichten, und der Regierung halbjährlich einreichen. Bonn, 31. Januar. (Plivatmitth.) Soweit uns bis jetzt, und zwar in einem ausführlichen Auszuge, die soeben erflvssenen Verordnungen über die neu zu bildenden Kreis- und Provinzial - Institutionen bekannt geworden, ist darin in keiner Beziehung, weder was das active noch was das passive Wahlrecht betrifft, eine Ausnahme bezüglich der Juden gemacht worden. Sollten wir uns hierin irren, bitten wir einen unserer russischen Correspondenten uns darüber zu berichten. Die Redaction. Anzeigen. Ein Cultus- Beamter, unverheirathet, der die Function eines Vorbeters, Schächters und Lehrers versehen kann, wird zum 1. Mai d. I. rin mit einem Gehalte von 100 Thlr. incl. Nebeneinkommen zu engagiren gesucht. Reflectanten können sich brieflich unter Beilegung ihrer Zeugnisse beim Unterzeichneten melden. Lenzen, den 20. Januar 1864. Der Vorstand. _M. M. tarntev. An der „Lehranstalt für Knaben" dahier ist die Stelle eines dritten Ctassenlehrers unter sehr annehmbaren Bedingungen zu besetzen. Bewerber, die eine sehrgute Befähigung Nachweisen können, mögen sich an den Unterzeichneten Rector der Anstalt wenden. Fürth sin Baiern), Ende Januar 1864. Dr. Brentano, kgl. Lehrer der Gewerbe- und Handelsschule. Znm 1. März c. wird in der hiesigen Gemeinde bte Stelle des Vorbeters, Schächters und -r-pp b^n vacant. Mit derselben ist ein fester Gehalt von 275 Thlr. und einem Nebeneinkommen von 100 Thlr. verbunden. Bewerber, mit Ausschluß vom Herzogthum Posen, wollen sich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Reisekosten werden nicht vergütet. Zülz, im Januar 1864. __A. Forell. Gegen ein jährliches Gehalt von 400 Thlr. soll bei der hiesigen Kreis-Synagogen-Gemeinde die Religions- und Schächter-Stelle vom!. April 1864 ab, anderweitig besetzt werden. Diejenigen, welche auf diese Stelle reflectiren, wollen unter Einreichung der Qrmlisications-Zeugnisse bis zum 15. Februar e. bei dem hiesigen Vorstande sich melden. Stallupönen, den 20. Januar 1864. Der Kreis-Synagogen-Vorstand. Alexander. A. Marcufe. Joseph Adam. Ausschreibung. Offene Lebrerstelle: an der untern israelitischen Schule zu Ober-Endingen im Canton Aargau. Besoldung: Franken 800. Schriftliche Anmeldung: bei dem Tit. Bezirksschul- Rathe Zurzach bis zum 21. Februar nächsthin. Beizulegende Ausweise: Wahlfähigkeitsakte und Sittenzeugnifse von Rabbinat und Gemeinderath des letzten Wohnortes; für cantonsfremde Bewerber überdies Heimathschetn und Zeugniß über bürgerliche Rechtsfähigkeit. Aarau, den 1. Februar 1864. Für die Erziehungsdirection: Hollmann, Directionssecretär. Am 1. Mai d. I. wird die hiesige Cantor- und Lehrerstelle, mit einem Einkommen von 275 Thlrn. und freier Wohnung, vacant, nur ist Gelegenheit dieses Gehalt durch Ertheilung von Privatunterricht bedeutend zu erhöhen. Examinirte Lehrer wollen sich durch protofreier Einsendung ihrer Zeugnisse bei dem Unterzeichneten Vorstande anmelden. Geldern, im Januar 1864. A. Gompertz. A. Cain. Ein Israel. Lehrer, der außer den Gymnasial- oder Realgegenständen auch im Französischen unterrichtet und sich über seine Leistungen auf dem Gebiete der Erziehung und des Unterrichts (auch in den hebräischen Lehrfächern) mit den besten Zeugnissen ausweisen kann, sucht zum Sommersemester a. e. einen seinen Fähigkeiten angemessenen Wirkungskreis. Geneigte Offerten unter Chiffre K. W. 10. nimmt die Expedition d. Bl. entgegen.

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