Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 46 (1882)
- Issue
- Heft 46 (14.11.1882)
- Date
- 1882-11-14
- Page
- Seite 761 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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beamten Hrn. v. Keudel als ehelich geboren anmelden wollte. Der Beamte 'ermittelte aber durch einiges Nachfragen bald, daß der Ehe des Angeklagten der gesetzliche Charakter fehlte. Er forderte denselben daher auf, da uneheliche Kinder durch die Hebamme angemeldet werden müssen, diese behufs der Anmeldung des Kindes nach dem Standesamt zu senden. Der Angeklagte folgte dieser Weisung aber nur insoweit, als er die Hebamme mit der Anmeldung des Kindes beauftragte, ohne ihr aber mitzutheilen, daß er bereits auf dem Standesamt gewesen war und daß die Anmeldung als die eines unehelichen Kindes erfolgen sollte. In Folge dessen bewirkte die Hebamme in Abwesenheit des Hrn. v. Keudel die Anmeldung des Kindes als eines ehelichen. Dies kam erst heraus, als der Standesbeamte den über die Geburt ausgestellten Schein unterschreiben sollte. Der Angeklagte nahm gestern den guten Glauben, daß er richtig verheirathet sei, für sich in Anspruch. Der Standesbeamte, bestätigte auch, daß bei ihm allein 9 bis 10 Fälle von unrichtigen Eintragungen vorgekommen sind, in denen sich die Meldenden im guten Glauben befunden haben, sie wären gesetzlich verheirathet; der Angeklagte könne aber diesen guten Glauben nicht für sich in Anspruch nehmen. Der Staatsanwalt beantragte eine Woche Gefängniß, der Gerichtshof erkannte aber aus einen Monat Gefängniß, da dem Mißbrauch der Standesamtsregister energisch eutgegengetreten werden müsse. Anzeigen. T.|-| QAviri 4-an werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- J.llDv/1 öu vC folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingeben. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Exped. von E. Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Cöln etc. zu adressiren. Durch die Berufung des Herrn Rabbiner Dr. Klein an die Gemeinde in Stockholm ist bei uns die Stelle eines Predigers und Religionslehrers zum 1. April k. I. neu zu besetzen. Dieselbe ist mit 2400 Mk. baarem Gehalt, freier Wohnung und Nebeneinkommen dotirt. Außerdem ist damit zur Zeit der Religionsunterricht am Gymnasium in Marienburg gegen eine jährliche Remuneration von 450 Mk. verbunden. Bewerber mit rabbinischer und akademischer Bildung wollen ihre Zeugnisse resp. Referenzen baldigst, spätestens aber bis zum 10. Decbr. an uns einsenden. Elbing, 2. November 1882. Der Vorstand [16358] der Synagogen - Gemeinde. Dr. Jacoby. Die Cantor- und Schächterstelle in hiesiger Gemeinde soll neu besetzt werden. — Gut qualificirte, musikalisch gebildete Bewerber mit angenehmerStimme, die zugleich als Thora-Vorleser und im Schächtfach gut empfohlen sind, wollen ihre Meldungen bis spätestens den 1. December er. an unterfertigter Stelle einreichen. — Berücksichtigt werden nur deutsche Unterthanen. Das feste Gehalt beträgt 300 Mark, außer den üblichen Nebenrevenüen, bestehend in Schlacht- und Stoll-Gebühren. Reisekosten werden nicht vergütet. Crone a. d.Brahe, den I.Novbr. 1882. Der Vorstand [16164] der Synagogen - Gemeinde. Alexander Lohn. Die Synagogen-Gemeinde in Rahden sucht zum 1. März 1883 einen geprüften Elementarlehrer und Vorbeter. Gehalt 900—1O0O Mark. Reflectanten wollen sich melden beim Synagogen-Vorstand [16047] W. Eosenberg. Israel. Tochter-Pensionat und Höhere Unterrichts-Anstalt gegründet 1864 von Frau Direktor Therese Kronau. Berlin, Hind erfin-Straße 2, amKönigsplatz. Aufnahme von Zöglingen. Prospekte auf Wunsch. Einige Vakanzen f. junge Mädchen zur Erlernung des Haushaltes, fremder Sprachen u. Musik; ermäßigte Preise. , [12126] Gef. Auskunft über die Anstatt v. größt. Rabbinern, Pädagogen u. d. Eltern früherer u. jetziger Zöglinge. _ Bruxelles 22 & 24, Rue Defacqz. Pensionrat superieur dirige par Me R. Bfoemendal. Vie de famille. Instruction sörieuse et complfcte. Les langues £tfang£res et la musique y sont l’objet de soins particuliers. Meilleures r6f<Srences. 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Die Verlagsbuchhandlung von Skrzeczek in l.8haii, Westpreaßen. [B. 16362]