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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1882-02-14 · Heft 7 (14.2.1882) · p. Seite 115

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
46 (1882)
Issue
Heft 7 (14.2.1882)
Date
1882-02-14
Page
Seite 115 (sequence 15)
Language
German
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dem Werke sollen ausgenommen werden, als daß später eine unbescheidene Hand ein buntes Gemisch hervorbringe." Eine Anzahl Gedichte, besonders aus der ersten Zeit hat sie d?r Aufnahme nicht würdig gefunden. Sie betrachtete diese mehr als 'Hebungen, und doch war manches der in den isr. Jahrbüchern erschienenen Gedichte ein vollendetes Kunstproduct, in dem kindliches Gemnth mit heroischer Dichterkraft in der jugendlich-weiblichen Natur wetteiferten. Zwei Principieu leiteten sie bei der Ausgabe der Dichtungen: Gedankenwahrheit und Formreinheit. Von den zwei Ueberschwemmungsgedichten mußte das erste wegbleiben, während Lof der Drukkunst (bei Gelegenheit der Kostor-Feier) wegen Zweifels an geschichtlicher Wahrheit den blauen Strich erhielt. Ebenso erging es „Madame Roland", weil der Voraussetzung, von der sie ansgegangen, später von der Kritik widersprochen wurde.! Seit Ende August empfing und versandte sie fast täglich die Druckproben. „Es kam mir vor", schreibt der Herr Belinfante, „daß ihr Urtheil immer seiner wurde, je nachdem ihre Schrift zeigte, daß ihre körperliche Kraft abnahm." Diese Beschäftigung in den letzten Tagen ihres Lebens mußte ihr eine angenehme Zerstreuung bei dem bittern Leiden gewährt haben. Noch einen Wunsch hegte sie, — die gesammelten Dichtungen zu sehen. Dieser Wunsch würde ihr erfüllt; sie sah ihre Schöpfungen in einem schön ausgestatteten Bande vereinigt, erschienen bei Gebrüder Belinfante im Haag, ihren Kindern gewidmet. Als der Morgen, des 4. Nov. zu grauen anfing, war die Seele der Dichterin bereits zu ihren Helden der Jugend gestiegen, den Gestalten der biblischen Geschichte, die sie gewiß nicht als Fremde empfangen haben werden.! W. David. Concnrs. In der israelitischen CultuSgemeinde zu Pilsen in Böhmen ist die Stelle eines Rabbiners, Predigers und Religionslehrers zn besetzen. Gehalt fl. 1500 jährlich nebst freier standesgemäßer Wohnung, in welchem das Entgelt für 4 ständigen Religionsunterricht jeder Woche an der israelitischen Schule mit inbegriffen ist. Außerdem ist an den hiesigen Staatsmittelschulen zusammen 14 Stunden wöchentlich der Religionsunterricht zu ertheilen, wofür der Anzustellende eine besondere Remuneration von fl. 700 jährlich bezieht. Die Matrikenführung, Trauungen und sonstigen Rabbinatsagenden entwerfen die üblichen beträchtlichen Emolumente. Die Stelle ist womöglich am 1. Mai 1882 anzutreten. Gesuche, die berücksichtigt werden sollen, sind längstens bis 1. März 1882 beim gefertigten Vorstand einznreichen. [W. 1873] Pilsen, den 26. Januar 1882. Der Vorstand. Für mein Manufakturu. ConfectionS- Gefchäft suche ich für sofort oder zum i. April c. einen Lehrling unter sehr günstigen Bedingungen. . i [1622] Arirlam, den 23. Januar 1882. M. Kirsch stein. Für mein Tuch-, Manufakturü. Modc- Waaren-Geschäft suche sofort oder den i. April d. 'I. einen Lehrling. Reflectänten belieben sich zu wenden an [1-772] A. Moritz, WoMin in Pommern. Für einen jungen Mann (Hamburger) suche ich z. 1. April c. eine Stelle als Lehrling in einem flotten Rohproduktengeschäft, welches Sonnabends u. an Festtagen geschlossen bleibt. Baldige'Anerbietungen an [1760] Hermann Storch, Osnabrück, Provinz Hannover. Anzeigen. Pensionat und höhere Töchterschule von Frau vr. LeYerson. Hannover, Thiergartenstr. 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Näheres durch Prospekte. [12271] Israel. Höchter-Iensionat nnd höhere Unterrichts-Anstalt, Verb, mit Lehrerinnen-Seminar, gegründet 1864. Aufnahme v. Zöglingen zu jed. Zeit. Prospecte gratis. [512] Frau Therese Gronau, Direktorin. Berlin, In den Zelten 12 pt. PensimsMstall in Kerlin, für jüdische junge Mädchen. JederUnterricht im Hause. Resrz..Herr Prof. M. Lazarus, Herr Prof. H. Steinthal, Berlin, Königspl. 5. Näheres 8. Baginsky, Berlin, gran^Sir. 17. [1699] Israelit. Söditer=fmfioiiaf. Zu Ostern können noch 3—4 junge Mädchen in unserm Pensionat Ausnahme finden. Prospecte mit Referenzen aufWuusch. [V.2078] vr. J. H. Jacobson n. Frau. Dresden, Mathildenstrasse 44 I. Ein junger Mann mit guten Elemeutar- Kenutnisfen sucht eine Stelle als Lehrling.in einem Manufacturu. Modewaaren-Geschäft. Auskunft crtheilt [1750] Licpmannsohn, Prediger 11. Relig.-Lehrer in Minden i. W. 40 Jahrgänge bis 1881 verlaust [B. 2213] Frau Oppenheim, Marienwerder. Am 1. Mai d. I. wird die hiesige Lehrer- und Cantorfielle mit einem jährlichen Gehalte von Tausend Mark nnd Nebeneinknnfte vacmt. Qualiflcirte Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Borstand wenden. [2232] Brilon, 6. Februar 1882. _JE, Griineberg. Ein Elemcntarlchrer, der zugleich als Chasan zu fungiren hat, wird sofort für unsere Gemeinde gesucht. Fixes Gehalt 900 Mark. Der Vorstand der israel. Gemeinde Papenburg. _Isr. Mindns.__ Ich suche per 15. April /oder 1. Mai ein tüchtig erfahrenes Küchenmädchen (israel.), welches mit allen häuslichen Arbeiten vertrant sein muß. Offerten sut> B. A. postlagcrnd Solingen._[1961] Ein junges gebildetes Mädchen, geprüfte Kindergärtnerin, sucht zu Ostern d. I. Stellung als Bonne oder als Stütze der Hausfrau. Nähere Auskunft crtheilt aus Gefälligkeit Herr Br. Büok, Rabbiner in Lissa Posen)._[1924] Eine gebildete Dame (Israel.) wünscht bei einem älteren Herrn zur Führung des Haushaltes auf sogleich oder später Stellung, feinste Referenzen und Empfehlungen stehen zur Verfügung. Offerten Chiffre A. B fl 1810 bittet man an die Annoncen- Expedition Th. Bietricli & Co. in Cassel zu senden. [1998] Ein junges Mädchen (israel. Confession) sucht eine passende' Stelle zur Stütze der Hausfrau. Näheres sub J. R. 2124 burd) Rudolf Mosse, Leipzig. [2124] Ein junges Mädchen, mosaisch, mit guten Empfehlungen sncht Stellung zur Stütze, der Hausfrau oder als Verkäuferin, gleichviel welche Branche. Offerten sub W. 661 an Rud. Mosse, Breslau erbeten. [Br. 2064]

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