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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1879-06-24 · Heft 26 (24.6.1879) · p. Seite 413

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
43 (1879)
Issue
Heft 26 (24.6.1879)
Date
1879-06-24
Page
Seite 413 (sequence 16)
Language
German
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413 Um bemessen zu können, von welcher unerträglichen Last die jüdische Gemeinde Befreit werden sollte, folge hier die oben erwähnte Proclamation: „Die Judcugemcinde der Stadt Kecskenu't hat, sowie jene der Stadt Pest und Altofen, durch ihr schändliches und gesetzwidriges Benehmen im Allgemeinen und insbesondere durch mannigfache Begünstigung und Unterstützung der Sache der Rebellen, ihre schlechte- Gesinnung gegen ihren rechtmäßigen Kaiser und König auf eine so offenkundige Weise an den Tag gelegt, daß ich nach veranlaßt finde, zur wohlverdienten Strafe der bedachten Judengemeinde folgende Requisition an Pferden und MoNtursorten als zu leistende Vergütung aufzuerlegen, und zwar: 10,000 Infanterie-Mäntel, 2000 Kavallerie-Mäntel, 5000 Infanterie -Pantalons, 2000 Kavallerie-Pantalons, 10,000 Paar deutsche Schuhe, 15,000 Paar ungarische Schuhe, 20,000 Stück Hemden, 20,000 Stück Gatven, 25,000 Jagdleibl, 7500 weiße Leibl für deutsche Kavallerie, 2000 grüne Leibl für deutsche Kavallerie, 2000 adjustirte Tornister in fertigem Zustande, $000 Ellen hechtgraues, 5000 Ellen graumelirtes, 1000 Ellen weißes Tuch, 150 Ztr. Sohlenleder, 75 Ztr. Oberleder, 00 Ztr. Brandsohlleder, 200 schwere Ar-1 tillerie-Zugpferde.! Die gedachten Monturssorten sind in gleichen Partien u. z. die erste Rate einen Monat vom heutigen Tage gerechnet und dann von 14 zu 14 Tagen an die Altofner Monturs- Kammission einzuliefcrn, so daß binnen 6 Monaten das ganze Quantum abgegeben sein muß. Im Falle, daß an dem einen oder andern Termin eine Verspätung in der Lieferung einer Sorte cintreten sollte, ist der Gemeinde eine Strafkontribution von 500 fl. CM. in klingender Münze vorzufchreiben, allsogleich von derselben hereinzubringen und an die Operations- Hauptkasse abzuführen. Sollte ungeachtet dieser eingezahlten Strafkontribution die Ratenlieferung, dennoch nicht eingehaltcn werden, so ist beim Eintritt des nächsten Termins auf's neue wieder der Betrag von 500 fl. per Tag vorzuschreiben und in dieser Weise bis zur gänzlichen Ablieferung vorzugehcn, so daß für den Tag eine doppelte, dreifache :c. Kontribution gezahlt werden kann. Was die Pferde betrifft, so sind von 8 zu 8 Tagen 50 Stück an die 132. Division abzuliefern, so zwar, daß binnen einem Monat die ganze Lieferung vollendet sein muß. Im Nichtzuhaltungsfalle ist der Judengemeinde die gleiche Strafkontribution, wie bei den Montursgegenständcn aufzuerlcgen. Hauptquartier Kecskem'-t, 27. Juli 1849. „Haynau m. p." Anzeigen. sind ausschliesslich an die Annönecn-Rxpedition von Rudolf Glosse in Leipxi«; oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Chemnitz, Cöln aRh., Dresden, Frankfurt aM., Halle aS., Hamburg, kondon, Magde bürg, München, Nürnberg, Paris, Frag, Strassburg i K., Wien, Zürich zu adressiren. Offene i'cljrcr- und Vorlitterffelle. Die in Erledigung gekommene, hiesige israelitische Ele- . mcntar- und Ncligionslehrer-Stelle, verbunden mit Vorbeter- Function wird mit einem sirirten Jahresgehalte von M. 050 und freier Dienstwohnung zur öffentlichen Bewerbung ausgeschrieben. Der Gehaltsbezug wird durch die aus der Vorbetcrstclle fließenden Accidentien, wie durch reichliche Gelegenheit zur Ertheilung von Privatunterricht beträchtlich erhöht. Bewerber tvollcn ihr Gesuch unter Beilage legaler Zeugnisse über ihren Studiengang, sittliche Führung und seitherige Wirksamkeit binnen 11 .Tugen bei unterfertigter Stelle einreichen. (M. (>443; Altenkunstadt, den 10. Juni 1879. israelitische Cnltns-Verwnltung. Für die hiesige Synagogen-Gemeinde wird ein Solo- Basfift bei einem Monats-Gehalt bis zur Höhe von 00 Mark zum sofortigen Antritte gesucht» Unverheirathete, mit schöner Stinnne begabte Bewerber, welche über fachmännische Zeugniffe verfügen, daß sie schon in einem Svnagogen-Chor milgewirkt haben, prima visla und deutschen Text singen können, aber auch sonst gefügiger Natur sind, wollen sich bei dem Unterzeichneten melden. (082t») 1Birnbaum-, Cantor der Synagogen-Gemeinde }\\ Königsberg i pr. j Die Lehrerstclle an der israelitischen Schule zu Mayen, j welche von der königlichen Regierung in Eoblenz als eine öffentliche anerkannt wurde, ist zu besetzen. Das Einkommen j derselben beträgt einschließlich der Besoldung für den Cantor- Dicnst jährlich 1200 Mark neben freier Wohnung oder Miethscntschädigung. Bewerbungen um die Stelle sind unter Beifügung : der Zeugnisse binnen 3 Wochen an den Herrn Kreisschul- ' inspeetor Kelleter zu Mayen zu richten. | Gemeinde orthodoxe Richtung. Rur auf einen 'tüchtigen und talentvollen Mann, welcher zugleich die Befähigung hat, ein Chor zu leiten, wird reslectirt. Nebenverdienste stehen in Aussicht. Zu einer jeden näheren Auskunft ist der Vorstand bereit. (0285) Der Vorstand der Si/nayotjen-ficineinde. Zum sofortigen Eintritt suche ich einen kräftigen tiefen Bassisten, der zugleich (5hordirigent sein innsr. Fester Gehalt 120 Mark monatlich. Meldungen nebst Zeugnisse über Fähigkeiten sende man franco an A. B. Spiro, Cantor im Storch, I> res lau. (0745j Für ein junges Mädchen aus guter israelitischer Familie sucht man zum Herbste Stellung in einer eben solchen in einer größeren Stadt, bedufö.Äervollkommnung in gesellschaftlicher Bildung.! Frco. Offerten »uh R. -1501 befördert die Annoncen- , Expedition von Jindolf Masse in Cöln, (K. 6059)

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