Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 43 (1879)
- Issue
- Heft 22 (27.5.1879)
- Date
- 1879-05-27
- Page
- Seite 350 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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350 Dem grünen Laube gleicht das Hoffen, Ich hab's verschieden so getroffen. Wer immer hofft, gönnt immer Andren Gutes, Wer nie, vergällt ist ihm der Strom des Blutes, Wer hofft und zweifelt in des Gangs Verzweigung Hat bald der Liebe, bald des Haffes Neigung. Der Eine sieht die Sonne immer glänzen. Der Andre stets den Himmel schwarz verhüllt; Der Eine glaubt sein Haupt geschmückt mit Kränzen, Der Andre nur mit Trauerflor umhüllt; Der wendet schnell dem Mißgeschick den Rücken, Der mißt das Glück mißtrauisch mit den Blicken; „Was thut's!" ruft Jener, schreitet vorwärts heiter „Was thut's!" ruft Dieser, schleichet bange weiter. Nun sag', mit wem soll ich es Hallen? Mit Keinem — Täuschung kommet Beiden, Denn Freud' und Leid zugleich nur walten — Stark nmßt Du sein in Lust und Leiden! * * * Du glaubst mit dunkelein Geschick zu ringen: Das Dunkel wohnt in Deiner Seele nur — Kann diese erst empor sich schwingen. Schaut sonnbeglänzt sie ihre Flur. (Fortsetzung folgt.) Anzeigen. sind ausschliesslich an die Annoncen-iEßxpedition von Rudolf QliyAO Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Clienmitz, Cöln aBli., Dresden, Frankfurt all., Halle a S., Hamburg, Fondon, Magdeburg, München, Nürnberg, Paris, Prag, Strassburg i E., Wien, Zürich zu adressiren. Apollinaris NATÜRLICH KOHLENSAURES MINERAL¬ WASSER. Apollinaris-Brunnen, Ahrthal, Bhein-Preussen. Dr. Oscar Liebreich, Prof, der Heilmittellehre a. d. UniV. Berlin: “Das natürliche Apollinaris- Wasser,\ wie es dem Publikum geboten wird, ist ein ausserordentlich angenehmes und schätzbares Tafelwasser, dessen chemischer Charakter es in hygiänischer und diätetischer Hinsicht ganz besomlcrs empfehlt und dessen guter Geschmack bei längerem Gebrauch sich bewährt. 5. Januar 1879.” Geh. San.-Rath Dr. G. Varrentrapp, Frankfurt a. M. Ausserordentliches Mitglied des Kais, deutschen Gesundheitsamtes: “Ein sehr angenehmes, erfrischendes, ebenso gern genossenes als z>ot - ziiglich gut vertragenes Getränke, unvermischt oder auch mit Milch, Fruchtsäften, Wein etc. In Krankheitszuständen, wo leicht alealinische Säuerlinge angesagt sind, ist gerade der Apollinaris-Brunnen ganz besonders zu empfehlen. 4. März 1879.” K. Univ.-Prof. Dr. M. J. Oertel, München: “ Als erfrischendes Getränke rein oder mit Wein gemischt, nimmt es unter den Mineralwässern sicherlich dai ersten Rang . ein. 16. März 1879." Sanitäts-Rath Dr. G. Thilenius, Soden a. Taunus: " Ein diätetischen Gebrauch ganz vorzügliches Wasser, das sich vor anderen durch seinen erfrischenden und belebenden Einfluss auszeichnet. 5. April 1879." Käuflich, hei allen Mineralwasser-Händlern, Apothekern etc. und waggonweise zu beziehen von den General- 'o. Agenten. tz Die Apollinaris Company Limited Zweig-Comptoir; Remagen a. Rhein. Bekanntmachung. Ende Juli d. I. sollen die zweijährigen Zinsen eines von den verstorbenen .Incob Meylr'schen Eheleuten dem Unterzeichneten Vorstande zur Verwaltung übergebenen Legats an eine hülfsbedürftrge weibliche Verwandte der iyvau Emma Meyer geb. Zacharias behufs ihrer Ausstattung vergeben werden. Nur solche Bewerberinnen, resp. deren Väter und Vormünder, welche den Nachweis der bereits erfolgten Verlobung, sowie der Bedürftigkeit und Würdigkeit zu führen im Stande sind, wollen sich unter Beibringung der nöthigen Zeugnisse bis spätestens den 1. Juli d. I. melden. Spätere Anmeldungen müssen unberücksichtigt bleiben und erfolgt die Auszahlung der Zinsen erst nach erfolgter gesetzlicher Eheschließung. (11. 5422) Königsberg i;Pr., den 2. Mai 1879.. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die hiesige Cantor- und Schächterstelle wird zum 1. August b. I. vacant. Mit derselben ist außer freier Wohnung ein baares jährliches Gehalt von 1000 Mark und 500 Mark Nebeneinkommen verbunden. Qualificirte Betverber, welche auch 'Hai Kore sein müssen, wollen sich schleunigst melden an (11. 51.18.) (len Israelitischen Corporations-Vorstand __zu Sclnverscnz._ In unserer Gemeinde ist zum 1. September 1870 die Stelle eines Rabbiners u. Predigers zu besetzen; fixes Gehalt -1200 Mk. nebst freier Wohnung sowie 600 Mk.Nebenaccidentien. Bewerber wollen ihre desfalsigen Zeugniffe portofrei. an Unterzeichneten einscnden. Reisekosten werden nicht vergütet. Kobylin, im Mai J 870. (5636.) - Der Corp. Vorstand.