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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1879-04-01 · Heft 14 (1.4.1879) · p. Seite 220

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
43 (1879)
Issue
Heft 14 (1.4.1879)
Date
1879-04-01
Page
Seite 220 (sequence 13)
Language
German
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220 der unsrigerr. So berichtet die <«Ür«monLane) „Schles. Volksztg." aus Zabrze, daß seit Kurzem dort eine Familie v. Stach wohnt, welche 2 jüdische, 3 Fatcho-Hche und 2 evangelische Kinder zu ihren Familienmitgliedern zählt. Die Frau des betr. Herrn v. St. ist jüdisch geboren, später katholisch geworden, dieselbe heirathete, nachdem sie vom Kstbolicismus wieder zum Juden- Lhum übergetreten war, einen Juden, und aus dieser Ehe stammen die zwei jüdischen Kinder. Von ihrem Manne geschieden, wurde sie darauf toieber katholisch und heirathete dann wieder einen evangelischen Was». Aus dieser Ehe wurden nun die drei weiblichen SpwMZyc der Mutter nach katholisch, während die beiden Knaben dem Vater nach evangelisch wurden — Dies ist die Lösung des Räthfels! — Die schon schulpflichtigen Kinder gehen, ohne Unterschied der Confession, in die evangelische Schule. _ Schopenhauer und Richard Wagner. Man hat zwischen den beiden Obengenannten eine gewisse Aehnlichkeit construiren wollen. Ein Feuilletonist der „Köln. Zeitg." widerlegt dies und fügt hinzu, daß die beiden Männer eine Aehnlichkeit nur in ihrem übertriebenen Selbstbewußtsein und in dem Geschick haben, die Juden aufs Heftigste zu hassen, und unter ihnen dennoch die leidenschaftlichsten Verehrer zu finden. Eine Erklärung dieses sonderbaren Phänomens giebt er nicht. Unsdünkt sie darin zu liegen, daß, wenn das Selbstbewußt« sein Richard Wagner's zum Größenwahn gestiegen, es unter den Juden Manche giebt, die an Großmannssucht leiden, und sich daher leicht an jede Aufsehen erregende Erscheinung anschließen. Sie wollen mit dem entlehnten Lichte leuchten, wie der dunkle Planet mit dem Lichte der Sonne. Im Nothsa ll nehmen sie mit einem Kometen fürlieb. Anzeigen. sind ausschliesslich an die Aiiuonceii-Expedition von Rudolf flösse in Leip.zig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Chemnitz, Cöln aSft.. Dresden, Frankfurt aff., Balle a S., Hamburg, Eondon, Magdeburg. München, AumJaerg, Paris, Frag, Strassburg i E., Wien, Zürich zu adressiren. Offene Cantor-Stelle. Die Stelle eines Csstvrs und Vorbeters in hiesiger Gemeinde ist auf den 1. August d. I. wieder zu besetzen. — Verlangt wird neben den sonst erforderlichen Eigenschaften eine schöne ausgiebige Stimme, genügende musikalische Bildung für den Gottesdienst mit Orgelbegleitung und für die Einübung des Synagogenchors, sowie die Befähigung zur Unterstützung des Vorsängers im Religionsumerrichte. Als (vieljrtlt ist neben freier Wohnung je nach Alter und Verhältnissen des Anzuslellenden Iö<jö bis 1500 jährlich vorgesehen. — Bewerber wollen sich bis zum 30. April d. I. unter Vorlegung ihrer Zrugnipe bei Unterzeichneter Stelle schriftlich melden.' Ulm ail>.9 hm m. Mär; 1879. (St 3387) Isnttlitischcs Kirchcm'mstchcr-Amt. Cassen-Schränke absolut feuer- und einbruchsicher, patentirt, für jeden Zweck geeignet, liefert unter Garantie die Fabrik von .1. Ostertag in Aalen (Württemberg). Zahlreiche Anerkennungen stehen zu Diensten. Ebenso amtliche Atteste über glänzend bestandene Fellerproben und Brände. (St. 71) Israelit. Pensionat von J. Spier m Bocholt. 3u Ostern konrum noch eisige Knaben ausgenommen werden, welche die hiesige vollberechtigte höhere Schule ^cn* Die Zöglinge «Halten bei guter geistiger und körperlicher Pflege Nachhülfe in allen Schulfächern. (2350- Pensionat und Erziehnngs- Institut. Die Anstalt ist i. i . 2- , . . ^ur -lnsstellnng gültiger Zeugnisse für den einjährig-frei- Handels-Fachschule Erfurt. Ausführlicher Prospect durch den Director (3519.) Dr. Wahl. Der Haushalt wird streng nach jüdischem Ritual geführt.

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