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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1879-03-25 · Heft 13 (25.3.1879) · p. Seite 204

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
43 (1879)
Issue
Heft 13 (25.3.1879)
Date
1879-03-25
Page
Seite 204 (sequence 12)
Language
German
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204 Anzeigen. sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Rosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, €lienmitz, Cölit aKh., Dresden, Frankfurt aK., Halle?. S., Hamburg, London, Magdeburg, München, Nürnberg, Paris, Prag, Strassburg i E., Wien, Zürich zu adressiren. Als Volksausgabe, um vielfachen Wünschen zu genügen, zu dem trotz guter Ausstattung sehr billigen Preis von 33 Pfgn. haben wir soeben zur Ausgabe ausgebracht und ist in jeder Buchhandlung zu haben: Die Bedeutung der Juden für Erhaltung und Wiederbelebung der Wissenschaften im PHittelalter von vr. M. I. Schlcidc». 4. Auflage. Die Mittheilungen aus der historischen Literatur (V.) sagen über diese in ihren drei ersten Auflagen viel Aufsehen erregende und rasch vergriffene Broschüre, welche nunmehr vom Herrn Verfasser auf's Neue verbessert und ergänzt worden: „Wenn es ein ehrenwerthes und löbliches Unternehmen ist, das einem Andern zugefügte Unrecht möglichst gutzumachen, sowie von Geschlecht zu Geschlecht fortgeerbte Vorurtheile nach Kräften aufzuklären, so verdient gewiß die Tendenz volle Anerkennung, welche dem Verfasser die Feder in die Hand gab. Durch Studien auf dem Gebiete der Geschichte der Botanik zu der Erkenntniß gelangt, daß das jüdische Volk zu der Zeit des finstern Mittelalters aus seiner Mitte viele heÜleuchtende Lichter in Wissenschaft und Kunst, viele tiefe Denker und ernste Forscher aufzutveisen habe, „daß aber dieser Umstand von unfern größeren Geschichtswerken gänzlich mit Stillschweigen übergangen werde", hielt der Verfasser sich aus jenem obenerwähnten Rechtsgefühl verpflichtet, die Resultate solcher Studien in diesem Schriftchen niederzulegen. Er führt zunächst aus, daß das auserwählte Volk Gottes, als Träger des reinen Monotheismus, eben wegen der Reinheit des Gottesglaubens das Sittengesetz und seine Bethätigung im Leben als eigentliche wahre Darlegung des religiösen Glaubens hingestellt und festgehalten habe. — Trotz Zerstreuung und vielfacher Unterdrückung hätten die Juden eine Ausnahme von ganz Europa gemacht, dessen übrige Völker alle ihr Mittelalter, eine Zeit des traurigsten geistigen und sittlichen Verfalls, gehabt haben. Drei Verhältnisse hätten bei den Juden die Ausbreitung geistiger Thäügkeit und ihrer Resultate unter dem ganzen Volke erleichtert: ihre Handelstüchtigkeit, die in allen größeren Städten cröffnetcn Schulen für Schrift- und Rcchtskunde und ihre natürliche Anlage zur Sprachkenntniß. Anknüpfend an das alte Testament und - dessen Seitenstück, den Talmud, hätten die Juden nun zunächst Bibelkritik und Exegese geübt und deshalb die morgenländischen Sprachen pflegend den Grund zu der Wissenschaft der Linguistik gelegt, aber auch Philosophie und Dichtkunst gepflegt, von ersterer besonders den Zweig der Ethik cultivirend und als Bethätigung derselben echte Toleranz übend. Auch in der Rcchtskunde, Medicin, Naturwissenschaft und Astronomie bätten sie bis zürn 13. Jahrhundert Vorzügliches geleistet und deshalb in wichtigen practischen Lebensstellungen großen Einfluß erlangt. Alle diese Anführungen belegt der Verfasser durch zahlreiche Anführungen berühmter Männer und literarischer Werke. Mit großem Intern wird der Leser, dieser Zusammenstellung folgend, eine hohe Achtung vor der fruchtbaren und vielseitigen Geistesarbeit des hebräischen Volkes gewinnen; insbesondere aber wird dafür das heutige Israel dem Verfasser zu Dank verbunden sein!" u. s. w. Leipzig. Banmgärtner's Buchhandlung. Wir suchen i>or 1. Mai cvent. 1. Juli c. einen nnver- ‘ Die hiesige israel. Elementarlehrerstelle ist vacant und heiratheten Kiemeufa rleJirer9 der zugleich den Cultus mit versehen kann. Gehalt Mrk. 1050. — Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zcugniffe melden. (2917.) Petershagen bei Minden 7. März 1879. Der Synagogen-Ocmemde-Torstaud. kann sofort angetreten werden. — Gehalt 1000 Mark fürs Jahr, nebst freier möblirter Wohnung. — Bewerbungen sind an den Unterzeichneten zu richten. Kempen, R.-B. Düsseldorf, im März 1879 (2918.)Jsaac Können. Für m. Tuchu. (B. 3077) Manufactur-Geschäft suche e. Lehrling X. Silberstein, Kaugard•

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