Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 43 (1879)
- Issue
- Heft 10 (4.3.1879)
- Date
- 1879-03-04
- Page
- Seite 156 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Joab 2× ep/1005321
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156 Literatur der Gegenwart und Adreß-Anzciger. Ein lexicalisch geordnetes Schema mit Adressen von Nabbinen, Predigern, Lehrern, Cantoren, Schriftsteller, Freunden und Förderern der jüdischen Literatur in der alten und neuen Welt, nebst bibliographisch genauer Angabe sämmtlicher von jüdischen Autoren der Gegenwart publicirten, speciell die jüdische Literatur betreffenden Schriftwerke und Zeitschriften, in chronologischer Anordnung und Reihenfolge dargeftellt. Ein Hand- und Rachschlagebuch zur Orientirung für Buchhändler, Nabbinen, Gemeinden und Freunde jüdischer Literatur. 1. Lieferung. Wien, Selbstverlag, 1879. Ueber 10,000 Adressen von Cantoren, Nabbinen, Lehrern u. s. w. aus allen Theilen der Welt werden uns hier zur Hand gebracht und bei jedem unter diesen, der Schriften herausgegeben hat, findet sich die ' Aufzählung der letzteren. Das Ganze soll dem jüdischen Büchergeschäft, das bekanntlich neben dem allgemeinen Buchhandel in sehr eigenartigen Verhältnissen exiftirt, dienen, und ist hierzu auch wohl sehr geeignet. Die erste Lieferung enthält A, B und C. Feuilleton. Die Kriege des israelitischen Volkes. (Fortsetzung.) Da nun die Crethi und Plethi immer mit dem Heere auszogcn, dennoch aber von ihm getrennt erscheinen, so müssen sie eine besondere Kriegesschaar mit eigenthümlicher Bestimmung gewesen sein. Es geht dies auch daraus hervor, daß David, als er Salomo zum Könige einsetzen wollte, Zadok den Priester, Nathan den Propheten und Bcnajahu berief, und diese' mit den Crethi und Plethi den Act Vornahmen, dann aber Venajahu, nachdem Joab getödtet worden, „über das Heer gesetzt ward" (1 Kön. 1, o2; 2, of>). Daß übrigens die Einthcilung in Rotten von Tausend, Hundert, Fünfzig und Zehn beibchalten war, ersieht man aus 1 8, 4, wo David am Thore steht und das ausziehcnde Heer mustert. Auch bei der Rebellion unter Scheba ziehen die Crethi und Plethi und „alle die Helden" mit dem Heere Joab's aus, um den Empörer niedcrzuwcrfen. Scheba hatte sich 20, lö) in die Stadt Abelah d. i. Veth-Maachah geworfen, und diese belagerte Joab. Um die Mauer niederzuwerfen, erbaute er einen Wall im Falle der Niederlage, wo möglichst auswärtige Hülfe gegen das andere herbeiricf, schwächten alsbald die militärische Macht und beseitigten jeden Gedanken an Eroberung und Erweiterung. Dennoch darf die kriegerische Tüchtigkeit dieses kleinen, gespaltenen Volkes nicht gering angeschlagen werden, da es sich mitten im Völkergewühle ringsum und sogar gegen die wachsende Macht der Aramäer, und selbst eine längere Zeit gegen die Vorderasicn überfluthenden Aegvpter, Assyrer und Chaldäer vier Jahrhunderte hindurch zu erhalten vermochte. Drittehalb Jahrhunderte widerstand das Zehnstämmereich, bis es den Assvrern erlag. Juda aber vermochte selbst diesen gegenüber eine tapfere Abwehr zu leisten, und siel erst anderthalb Jahrhunderte später vor dem Schwerte der Chaldäer. Es ist dabei auch hervorzuheben, daß dieser Sturz nicht plötzlich vor sich ging, sondern nur ein allmäliger Niedergang sich vollzog. Städte und Landstriche, zuerst, das Land jenseits des Jordans, wurden losgcrissen, das Reich nimmer mehr verringert, zuletzt fast nur auf die Hauptstadt Samarien resp. Jerusalem beschränkt, bis diese eng eingeschlossen, nach je dreijähriger tapferer Vertheidigung in die Hände der übermächtigen gegen die Stadt, der sich um die Festungswerke wand. Ehe Feinde fielen. — Heben wir aus dieser langen Geschichte die aber der Sturm begonnen wurde, vermittelte ein Weib, daß Einzelnheiten hervor, die uns bemerkenswerth erscheinen. Wie - die Bewohner der Stadt den Scheba niedcrhieben und seinen: mit der Negierung Salomo's das ganze Aussehen des Landes Kopf über die Mauer warfen, worauf Joab abzog. Schließ- - sich veränderte, Neichthümer sich anhäuften, Handel getrieben, lich werden 2l>, 8 ff. die einzelnen Helden, welche sich unter David durch tapfere Thatcn ausgezeichnet hatten, aufgesührt, ohne daß wir mehr daraus erfahren, als wie der Ausgang der Kämpfe in jener Zeit oft nur durch die Erfolge einzelner Prachtbauten aufgesührt wurden, so berichtet uns auch 1 Kön. 4, 20, daß Salomo die bisher in Israel nicht übliche Waffe der Streitwagen und der Reiterei angcschafft habe. Denn David soll (1 Ehron. 17, 4, noch, da er 1000 Wagen und tapferer Männer entschieden ward, wie dies oft genug auch \ TOOü Reiter den Aramäern abgcnommen hatte, alle Rosse bis noch in den Kämpfen des Mittelalters geschah, bis die gcauf 100 Wagen gelähmt haben. Wenn nun an der angeschlossenen Glieder, die Heeresorganisation und die Tisciplin j führten Stelle des Buches der Könige angegeben wird, daß endlich die Erfindung des Schießgewehres jene Art des Kam- - Salomo 40,0< X) Gespanne Rosse für die Wagen und 12,000 pfens verdrängten.! für die Reiter erworben habe, so sind diese Zahlen offenbar Mit der Negierung Davids war die glänzende kriegerische! weit übertrieben, und die Chronik, die sonst, was Zahlen betrifft, Vi.ii? 11 -f_t_w__ r r *1 . .. . . Laufbahn des Volkes Israel wieder vorüber. Die friedliche Negierung Salomo's. die Spaltung des Reiches in zwei, oft feindlich sich gegcnüberstehende, von denen noch dazu das eine. sich großer Uebertrcibungen schuldig macht, giebt hier wohl (2 Chron. 1, 14) das Nichtige an, nämlich 1400 Wagen und 12/>00 Reiter. Sie fügt auch hinzu, daß die Pferde durch