Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 43 (1879)
- Issue
- Heft 5 (28.1.1879)
- Date
- 1879-01-28
- Page
- Seite 77 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3224737-3227231-3227237--36892-3256266- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
77 chem Material der geringe Ton, den das Ding von sich giebt, und der dem der Papagenoslöte am nächsten kommt, erzeugt werden kann, ist mir noch ein Näthsel. Sehr politisch läßt er es vor den Augen des Publicums zurechtlegen, scheint überhaupt ein Fuchs erster Klasse zu sein. Ich mache Sie auf besagten Gusikow ausmerksam, wenn er nach London kommt. Es ist nur eine Stimme unter uns, daß Vater sich höchlich für ihn interessirt haben würde, hätte er ihn gehört." vermischtes. Werth und Ehre der Arbeit. In diesen Tagen hielt Prof. Jürgen Bona Meyer bei dem 7. Stiftungsfeste des Bonner Bildungs-Vereins einen Vortrag über den obigen Gegenstand, den er zunächst geschichtlich beleuchtete. Der Vortrag ist auch in Nr. I I. und 12 der „Bonner Zeitung" veröffentlicht worden, und wir freuten uns, aus dem Munde eines christlichen Gelehrten einmal eine wahrheitsgetreue Würdigung des israelitischen Volksgeistes nach dieser Richtung hin zu vernehmen. Unsre älteren Leser werden sich des Streites erinnern, in welchen wir über den gedachten Gegenstand, die Würdigung »der Arbeit in der h. Schrift und . im Talmud, mit dem von uns sehr geschätzten, jedoch nicht vorurtheilsloscn Niehl s. Z. eintrate^ und cs befriedigte uns, J in der Rede des Prof. Meyer eine völlige Uebereinstimmung; mit unsren Ausführungen zu finden. Prof. Meyer wies aus ' der. h. Schrift und dem Talmud nach, daß allen Völkern des Alterthums gegenüber nur die Israeliten die. Arbeit, sowohl Ackerbau als Handwerk hochschätztcn und als den Beruf des Menschen sanctionirten, und daß dieselbe Anschauung aus dem Judenthum in das Christcnthum übergcgangen, wo sie jedoch nach den ersten Jahrhunderten Modisicationcn erhielt, welche erst durch die neuere Zeit wieder verdrängt werden mußten. Herr Prof. Meyer betonte allerdings nicht, daß diese, der Arbeit ungünstige Anschauung ihren Anhalt auch in einigen Stellen des Neuen Testaments findet. Doch wollen wir dies an .dieser Stelle nicht weiter verfolgen, da wir schon Genüge darin finden, in einer Zeit, wo die Schmähungen gegen das alte ' Israel und das gegentvartige Judcuthuin in Deutschland wieder \ so überaus die Oberhand gewönne, ein sehr unabhängiger i Denker in Wort und Schrift ein wahrheitsgetreues Zeugniß I ablegt. Anzeigen. IM AZ sIimI ausschliesslich an die Aitnoncen-I3x|*edition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin, Breslau, Chemnitz, Cöln a Kh., Dresden, Frankfurt a M., Halle a S., Hainhur«:, London, Magdeburg, München, Xiirnberg, Paris, Prag, Strassburg i,F., Wien, Zürich zu adressiren. Lehrer-Gesuch Zum 1. April oder auch sofort, wird von der hies. Gemeinde ein junger unverheiratbeter Lehrer und Vorbeter gesucht Gehalt 60«) bis 1000 Mark nebst billiger Kost und Logis. Oualificirte Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse schriftlich melden bei dem Vorstand der Syiiagogcngcmcinde zu (2-48) Fnger i,Wests. Lchrcl-Gcslich. Zum I. Mai a. c. ist die Stelle eines Ncligionslehrcrs, Vorbeters und Schächters in hiesiger Gemeinde vacant. Festes Gehalt 1050 JL nebst freier Wohnung und Heizung, sowie Nebenrevenüen aus der Schechita. Bewerber wollen ihre Meldungen nebst Abschrift ihrer Zeugnisse dem Unterzeichneten bald einsenden. Oldenburg im Großherzogthum. Januar 5. 187'.). Jtf. I Reyersbach (425.) D. Z. B. Concours. In der Eultusgerneinde Saaz gelangt vom I. Mai 1S7D ab die Stelle eines musikalisch gebildeten .Dbercantors, der zugleich Koreh sein, und de» hebräischen Unterricht an der isr. Neligionsschule ertheilen muß, mit dem Gehalte von 1000 fl. OW, nebst freiem Quartier und üblichen Emolumenten zur Besetzung. Bewerber um diese Stelle wollen ihre mit Verwendungszeugnissen belegten Gesuche bis längstens 15. Feber. 1871« an den Gefertigten portofrei einsenden. Probcvortrag erforderlich, doch werden nur hierzu vom Vorstande Berufenen die Neiseauslagcn vergütet. Cult us-Gernehi<1 tu'o-•stmul Saas, 26. Dcc. 1878. Der Culhis-Gemel nde-Vorsteher, (79.)_ Leopold Bechert. Die Stelle eines MrtiZionslebrrrs und Vorher terS in hiesiger jüdischen GcW-einde ist zum I. April a. c. vacant. Gehalt AU. 900, nebst freier Wohnung. ES wird bemerkt, das; die Stelle sehr viel Zeit und Gelegenheit zur Ertheilung von Privatunterricht bietet." — Oualificirte Bewerber wollen sich schriftlich an uns Ivcnden. (989.) Peine, im Jmmar 1879. Der Vorstand: S. Schilf,