Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 43 (1879)
- Issue
- Heft 4 (21.1.1879)
- Date
- 1879-01-21
- Page
- Seite 61 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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61 jetzt allgemein „unter den modern gesinnten jüdischen Schriftstellern". Diese „neue Wendung habe besonders Philippson veranlaßt." „Man thLLe jüdischerfeits", fährt es fort, „jedoch besser, wenn man diesem Manne allein jene Kniffe, die er in der Schrift: „Haben die Juden wirklich Jesum gekreuzigt?" angewandt hat, überließe." Wir haben schon früher einmal erklärt, daß wir bis jetzt noch keine Widerlegung unserer in der gedachten Schrift dargelegten Beweisführung erfahren haben. Denn eine Gegenschrift eines Pfarrers konnte Niemand für eine Widerlegung ansehen, da sie nichts weiter enthielt, als die Versicherung des Gegentheils auf dem Grunde der neutestamentlichen Erzählungen. Die Nedacteure des gedächten Missionsblattes muffen, wenn sie unsere Beweise, die sich übrigens an eine Reihe bedeutender Schriftsteller anlehnen, für „Kniffe" erklären, eben die Gewohnheit haben, „Kniffe" für Beweise auszugeben. Sonst könnten sie nicht glauben, hiermit einer Schrift zu entgegnen, die in fast alle europäischen Sprachen übersetzt und von nicht wenigen christlichen Gelehrten gerühmt worden ist. Haben viele jüdische Schriftsteller die- Beweise unserer Schrift als überzeugend angenommen, so mögen wir die moralische Eigenschaft nicht qualificiren, mit welcher I diese Judcnbekehrer diese Ueberzeugung gewiffenhafter Gelehrten! als durch „Kniffe" herbeigeführt' ausgeben. Nein, Ihr Herren,! die „Kniffe" überlaffen wir Ihnen; wir unsrerseits streben nach objectiver Wahrheit! Und nun genug mit Ihnen! "Anzeigen. sind ausschliesslich au die Annoncen-Expedition von Rudolf üuC/ Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Rerliii, Breslau, Chemnitz, Cein aEIu, Dresden, Frankfurt all, Halle aS., Hamburg, London, Magdeburg, München, Nürnberg, Paris, Prag, Strassburg i;E., Wien, Zürich zu adressiren. Concours. In der Cultusgemeinde Saaz gelangt vom 1. Mai 1879 ab die Stelle eines musikalisch gebildeten .ObercantorS, der zugleich Koreh sein, und den hebräischen Unterricht an der isr. Religionsschuke ertheilen muß, mit dem Gehalte von 1000 fl. ÖW, nebst freien: Quartier und üblichen Emolumenten zur Besetzung. Bewerber um diese Stelle wollen ihre mit Verwendungszeugnissen belegten Gesuche bis längstens 15. Feber. 1879 an den Gefertigten portofrei einsenden. Probevortrag erforderlich, doch werden nur hierzu vom Vorstände Berufenen die Neiseauslagen vergütet. CalIns- Geineinderot\stand Saaz, 26. Dec. 1878. Der Culhfcy- G cmci lulc-Vor steiler, (79.)_ Eeopoid Bechert. Lehrer-Gesuch. Zum 1. April oder auch sofort, wird von der hies. Gemeinde ein junger unverheiratheter Lehrer und Vorbeter gesucht Gehalt 800 bis 1000 Mark nebst billiger Kost und Logis. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse schriftlich melden bei dem Vorstand der S ynagogen gemeinde zu (248)_Finger i/Tüestf. _ Zum 1. Mai a. c. ist die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeiers und Schächters in hiesiger Gemeinde vacant. Festes Gehalt 1050 Jl. nebst freier Wohnung und Heizung, sowie Rebenrevenüen aus der Schcchita. Bewerber wollen ihre Meldungen nebst Abschrift ihrer Zeugnisse dem Unterzeichneten bald einsenden. ' Oldenburg im Großhcrzogthum. Januar 5. 1879. M. L. Beyersbach (425.)_D. Z. B. Ein Lehrer, Dr. phil. seminaristisch u. academisch gebildet, verheirathet, welcher seit 7 Jahren Lehrer der neueren Sprachen, Geschichte und Geographie an einer höheren Lehranstalt einer großen Stadt thätig ist, sucht eine Stelle als Lehrer u. Prediger in einer größeren jüd. Gemeinde, die ihm einen großen Wirkungskreis bietet. Beste Referenten u. Zeugnisse über Wissen u. Wirksamkeit. Offerten snb Bo. 29 a frcf. JLiasenstein d> Vogler, Leipzig. (485) Die Synagogen-Gemeinde Bentheim sucht pr. .1. Mai a' c. einen Elementar-, Religions-Lehrer und Vorderer, da der hier fungirende Lehrer seines Augenleidens wegen entlassen werden muß. Fixer Gehalt: <S25 bis 900 Mark und Emolumente: i»l. in. 75 Mark p. a. nebst freier Wohnung mit großem Garten. Qualificirte Bewerber tvollen sich unter Vorlegung ihrer Zeugnisse sofort an den Unterzeichneten Vorstand tvenden. Bentheim, Prov. Hannover, d. 8. Januar 1879. Der Synagogenu. Seliul-Vorstaiid (756.) 8. Neter. Die israelitische Gemeinde in Unna i. W. sucht einen tüchtigen Lehrer und Cantor gegen entsprechenden Salair. Eintritt kann zu Ostern oder ettvas später erfolgen. Bald gefl. Meldungen nebst Abschrift der Zeugnisse werden erbeten. (426.) _ _/ Der Vorstand. Für ein grösrereS Ladengeschäft wird aufQstern d. I. ein junger Nkann, aus guter Familie mit tüchtiger Schulbildung als Lehrling gesucht. Offerten unter A.'Z. Nr. 4213 nimmt die Annonc.-Vxped. Vh. Dietrich A Co. in Cassel entgegen. (424.)